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In Aiseau-Presles stehen Wanderwege, Baugeschichte, religiöses Kulturerbe und lokale Traditionen als unterschiedliche Reiseinteressen nebeneinander. Für die Planung können Sie zuerst überlegen, ob Sie eher eine Tour im Freien, historische Orte oder wiederkehrende Veranstaltungen in den Mittelpunkt stellen möchten. Die Beispiele unterscheiden sich deutlich: Eine Wanderung hat eine fest angegebene Länge und Markierung; andere Wege führen an einem Fluss, einer Quelle oder Bauwerken vorbei.

Wanderwege und Landschaft

Die Balade à Aiseau ist ein 10 km langer markierter Wanderweg mit roter Rautenmarkierung. Der sentier de la Batte verläuft entlang der Biesme und ihrer Kaskade. Für die Tourenwahl stehen damit unterschiedliche Anhaltspunkte bereit: eine bezifferte Länge bei der Balade à Aiseau, der Fluss- und Kaskadenbezug beim sentier de la Batte. So können Sie abwägen, ob Ihnen eine konkrete Distanz oder der Verlauf entlang des Wassers wichtiger ist. Bei der Ferme des Castors wird außerdem Reiten angeboten; damit kommt eine eigenständige Aktivität neben den Wanderungen hinzu. Die Étangs d’Oignies wurden im 13. Jahrhundert von den Mönchen der Abtei zur Fischzucht angelegt.

Die Balade à Pont-de-Loup führt an einem alten romanischen Turm vorbei und passiert die Quelle Notre-Dame-Del-Manock. Ihr wird eine wundersame Wirkung zugeschrieben. Die Balade à Presles führt an der im 16. Jahrhundert errichteten Ferme des Golias vorbei und verläuft in der Nähe des Château des comtes d’Oultremont. Damit setzt die Balade à Pont-de-Loup einen anderen historischen Akzent als die Balade à Presles: hier Turm und Quelle, dort Hof und Schloss.

Bauwerke und Kulturerbe

Das Château d’Aiseau wurde 1721 auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg wiederaufgebaut. Von der ehemaligen, von Wassergräben umgebenen Anlage ist nur noch das Eingangsgebäude erhalten. Die Jahreszahl 1721 bezeichnet damit einen Wiederaufbau auf mittelalterlichem Fundament. Die Ferme Albart stammt aus dem 15. Jahrhundert und bietet einen weiteren zeitlichen Bezugspunkt zur Baugeschichte.

Das Prieuré d’Oignies war ein 1190 gegründetes Priorat regulierter Augustiner-Chorherren in der Nähe des heutigen Ortes Oignies. Der Trésor d’Oignies umfasst mehr als 50 einzigartige Stücke, die heute im Musée des Arts anciens du Namurois – TreM.a in Namur aufbewahrt werden. Das mit dem Prieuré verbundene Kulturerbe ist im UNESCO-Register „Memory of the World“ eingetragen. Für die Reiseplanung sind damit die Geschichte des Priorats nahe Oignies und der heutige Aufbewahrungsort des Schatzes in Namur zwei unterschiedliche kulturelle Bezugspunkte.

Traditionen und lokale Erzeugnisse

Der Park des Château des comtes d’Oultremont öffnet einmal im Jahr zur öffentlichen Narzissenpflückaktion. Prüfen Sie den konkreten Termin vor Ihrer Reise. La Lum’rodge in Presles ist eine fast 200 Jahre alte Tradition und wird am ersten Oktoberwochenende gefeiert. Auch hier empfiehlt es sich, vor der Anreise das genaue Programm zu prüfen.

Bei der Élevage de Presles – Ferme Wyngaert steht die Milchverarbeitung im Mittelpunkt: Der Betrieb produziert Milch und verarbeitet sie zu Butter, Milchprodukten, Eis, Käse und Desserts. Das Produktangebot kann sich ändern; wenn Sie ein bestimmtes Erzeugnis ins Auge fassen, prüfen Sie es am besten vorab. Die Familie Wyngaert stellt seit fünf Generationen Butter her. So stehen neben den verschiedenen Produkten auch die lange Familientradition und ihre Butterherstellung im Fokus.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hennegau.

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