Diepenbeek lässt sich über sehr unterschiedliche Entdeckungen erschließen: die frei zugänglichen Dauteweyers, ein Wanderknotenpunktnetz, eine große Obstsortensammlung, Outdoor-Sport und historische Bauwerke. Wer einen Aufenthalt plant, kann zuerst nach dem gewünschten Schwerpunkt wählen: Natur und Wege, Bewegung oder Ortsgeschichte. Gerade diese Spannweite hilft, die Interessen für den Aufenthalt zu ordnen, ohne den Ort auf eine einzelne Sehenswürdigkeit zu verkürzen.
Natur und Wege in Diepenbeek
Die Dauteweyers sind frei zugänglich. Zu den Zugängen zählen die Stationsstraat über das Demerstrand sowie die Sint-Servatiusstraat auf Höhe der Steenakkerstraat. Das Wanderknotenpunktnetzwerk De Wijers bietet einen anderen planerischen Rahmen: Es erstreckt sich über sieben Gemeinden; Diepenbeek zählt darin 22 Knotenpunkte. Diese Naturthemen beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Bei den Dauteweyers steht ein bestimmtes Ziel mit benannten Zugängen im Blick, bei De Wijers ein gemeindeübergreifendes Wandernetz.
Obstsorten und Kulturerbe
Eine andere Facette bietet die Keizelboomgaard. Auf sieben Hektar gibt es rund 2.000 verschiedene Obstsorten; mehr als die Hälfte davon ist in Hochstammform vertreten. Fläche, Sortenvielfalt und Hochstammform zeigen verschiedene Seiten der Anlage und machen sie zu einem konkreten Thema für Interessierte an Obstkultur. Im Herbst 2010 wurde die Keizelboomgaard durch ministeriellen Beschluss als Denkmal geschützt. So kommt zur gärtnerischen Besonderheit eine kulturhistorische Dimension hinzu.
Sport, Spiel und Entdeckungen
Für aktive Freizeit setzt das Demerstrand einen anderen Akzent. Zum Außensportangebot gehören ein BMX-Parcours, eine Laufbahn, Leichtathletik, Fußballplätze, ein Skatepark, Pétanque und Tennis. Diese Mischung umfasst mehrere Bewegungsformen statt nur einer Sportart und bietet einen eigenständigen Schwerpunkt neben den Dauteweyers und dem Wanderknotenpunktnetz.
Die violette Route Boomkikkersafari führt durch den Spielwald auf der anderen Seite der Demer und an zahlreichen Spielplätzen vorbei. Ihr konkreter Wegverlauf unterscheidet sie von den Sportangeboten am Demerstrand: Hier geben Spielwald und Spielplätze den Akzent vor. Geocaching ergänzt die Auswahl um eine GPS-basierte Schatzsuche mit Dutzenden versteckten Caches. Dabei steht das Suchen nach den Caches im Mittelpunkt, nicht eine einzelne benannte Route.
Auch zahlreiche Street-Art-Werke können mit dem Fahrrad entdeckt werden. Damit erhält die Auswahl neben Natur, Sport und Baugeschichte einen weiteren kulturellen Akzent.
Kapelle und Mühlengeschichte
Die Sint-Rochuskapel ist als Denkmal geschützt und steht für die alte volkstümliche Tradition, an wichtigen Kreuzungen und Wegen Heiligtümer zu errichten. Ihre heutige Form stammt aus dem Jahr 1850; eine deutlich ältere Gründung wird vermutet, weil dort bereits 1626 eine kleine Hütte mit einem nicht geweihten Altar erwähnt worden sein soll.
Auch die Rooiermolen, die Royermolen genannt wird, verweist auf einen anderen Teil der Ortsgeschichte: Sie war eine ehemalige Getreidewassermühle an der Stiemer. Der Vergleich mit der Kapelle macht zwei unterschiedliche historische Schwerpunkte sichtbar: hier eine volkstümliche Heiligtumstradition, dort die frühere Nutzung als Wassermühle zur Getreideverarbeitung.
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