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Amay verbindet sakrale Baukunst, Mühlengeschichte, mittelalterliche Objekte und Naturwege. Die kulturellen Schwerpunkte reichen vom monumentalen Tor der Abbaye de la Paix-Dieu bis zu den historischen Gegenständen der Collégiale Saint-Georges et Sainte-Ode und den Themen der Ausstellung Mosa Nostra. Hinzu kommen zwei Wanderoptionen mit unterschiedlichen Distanzen und Markierungen. So können Sie bei der Planung entscheiden, ob Architektur, Sammlungen oder Bewegung im Vordergrund stehen soll.

Abteien, Mühlen und historische Objekte

Das monumentale Tor der Abbaye de la Paix-Dieu wurde 1730 während der Amtszeit der Äbtissin Lambertine de Wansoulle aus Ziegeln und Kalkstein errichtet. Die Abtei liegt in einer von Wäldern, Wiesen und Feldern abgeschirmten Talmulde. Neben dieser Landschaft gehört auch die Baugeschichte zum Profil des Ortes.

Zum baulichen Erbe der Abtei gehört das heutige Moulin de l’abbaye de la Paix-Dieu. Das Mühlengebäude wurde 1665 errichtet; die Mechanik der Mühlentechnik aus derselben Zeit ist erhalten. Im Erdgeschoss befindet sich heute die Maison du Tourisme Hesbaye-Meuse. Die Abbaye de la Paix-Dieu beherbergt außerdem das Centre des métiers du Patrimoine und das Secrétariat des Journées du Patrimoine. Mühle und Abtei verbinden damit historische Bausubstanz mit heutigen institutionellen Nutzungen.

In der Abbatiale Notre-Dame d’Amay sind die Gewölbe und die Apsis mit Stuck verziert. Die Collégiale Saint-Georges et Sainte-Ode beherbergt den merowingischen Sarkophag der Sancta Chrodoara sowie den Schrein der Sainte-Ode aus dem 13. Jahrhundert. Während in der Abbatiale die Gestaltung des Kirchenraums hervorsticht, stehen in der Collégiale zwei benannte historische Objekte im Mittelpunkt.

Das Musée communal d’Archéologie et d’Art religieux zeigt die Ausstellung Mosa Nostra zur Geschichte der merowingischen Maas von Verdun bis Maastricht. Damit reicht ihr geografischer Blick über Amay hinaus. Für selbstständige Besichtigungen des Museums ist ein Zeitraum vom ersten Aprilwochenende bis zum zweiten Septemberwochenende vorgesehen; alternativ ist eine Reservierung vorgesehen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob diese Besuchsregelung aktuell gilt.

Auch die Abteikirche der Abbaye de Flône bewahrt romanische Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Ein Orgelwerk und die Orgeln sind als bedeutendes wallonisches Kulturerbe eingestuft. In Amay selbst ist die Tour des Waroux, auch Tour romane oder Donjon d’Amay genannt, ein Bergfried aus der Zeit um das 12. Jahrhundert. Das Centre des métiers du Patrimoine umfasst zudem die «Classes d’éveil au patrimoine et à ses métiers»: praktische Workshops, in denen eine Handwerkstechnik ausprobiert wird. Das Programm richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler.

Wanderwege und Natur

Die Promenade de Sainte-Ode et Gravière ist eine 9,6 Kilometer lange, mittelschwere Rundwanderung ab der Collégiale d’Amay und mit einem roten Rechteck markiert. Die Tour de la gravière d’Amay umfasst ab der Rue de Ponthière ungefähr 3 Kilometer und ist unmarkiert. Die Angaben unterscheiden die beiden Wege nach Länge und Markierung: eine längere, markierte Rundwanderung steht einer kürzeren, unmarkierten Tour gegenüber. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Hinweise, da sich Wegbedingungen ändern können.

La Gravière d’Amay ist durch Tore zugänglich. Richten Sie sich nach den Hinweisen vor Ort und respektieren Sie geschützte Bereiche. Das Gebiet bietet Lebensraum für Hunderte brütende oder durchziehende Vögel sowie für selten werdende Vegetationsformationen. Dieser Naturraum setzt einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen, Mühlen und historischen Sammlungen der Stadt.

Weitere Reiseziele entdecken: Engis, Wanze, Nandrin, Oreye, Pepinster, Malempre, Eupen und Herstal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lüttich.

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