Nandrin lässt sich über zwei unterschiedliche Interessen erschließen: Baugeschichte mit romanischem Erbe auf der einen, geologische Formen und bewaldete Täler auf der anderen Seite. Zu den markanten Kulturzeugnissen gehören die Kirche Saints-Pierre-et-Paul, der Tour du donjon und der Tour de Nandrin; Naturthemen reichen vom Puddingstein-Aufschluss La Rochette bis zu den Tälern von Fond d’Oxhe und Neufmoulin. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Nandrin suchen, hilft diese Unterscheidung dabei, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zu wählen: Bauwerke und ihre Geschichte oder Landschaft und Tierwelt.
Kirchen und Türme in Nandrin
Die Kirche Saints-Pierre-et-Paul ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, erbaut aus Pierre d’Avoine. Sie gilt als einziges Zeugnis des cluniazensischen Architekturstils in Belgien. Das Priorat von Saint-Séverin wurde 1091 gegründet; die Kirche entstand zwischen 1136 und 1145. Die Jahreszahlen markieren zwei unterschiedliche Vorgänge: die Gründung des Priorats und den Bau der Kirche. Zu den markanten Bauteilen gehört ein achteckiger Turm mit gekuppelten Fenstern in Arkaden.
Zur Ausstattung der Kirche zählt ein Taufbecken aus Meuse-Kalkstein aus dem 12. Jahrhundert. Es ist mit Löwenreliefs und an den Ecken mit vier bärtigen Gesichtern verziert und ruht auf einem Schaft mit zwölf Säulchen. Seit 1933 gehört die Kirche zum außergewöhnlichen unbeweglichen Kulturerbe der Wallonischen Region in der Provinz Lüttich.
Der Tour du donjon stammt aus dem 13. Jahrhundert und war Teil einer Burg, die vom 14. bis zum 18. Jahrhundert bestand. Beim Tour de Nandrin stehen andere bauliche Angaben im Vordergrund: Der Turm ist quadratisch, 22 Meter hoch und hat fünf Stockwerke sowie einen teilweise unterirdischen Keller.
Ein Platz und das ländliche Leben
Auf der Place Ovide Musin erinnert eine Gedenktafel am Geburtshaus an den Geiger und Komponisten Ovide Musin. Dieser persönliche Bezug ergänzt den Blick auf Kirchen und Türme um ein Thema aus der Musikgeschichte.
Das Musée de la Vie rurale Condruze in Nandrin zeigt Gegenstände und Illustrationen, die das ländliche Leben der damaligen Zeit im Lütticher Condroz veranschaulichen. Damit rückt neben Bauwerken auch der Alltag der Region in den Blick.
Fels, Wald und Tierwelt
La Rochette ist ein markanter Aufschluss aus Puddingstein. Dieses Sedimentgestein besteht aus Geröllen, die durch ein natürliches sandiges Bindemittel verbunden sind; der Aufschluss dient zugleich als Kletterstelle. Eine andere Naturperspektive bietet die Promenade de la Rochette: Sie führt durch bewaldetes Gelände zum Standort Les Rochettes im malerischen Tal des Fond d’Oxhe.
Auch die Tierwelt ist ein Thema der Täler: Fond d’Oxhe und Neufmoulin beherbergen unter anderem Eisvögel, Wasseramseln, Schwarzstörche und Schwarzspechte. Hinzu kommen 35 Arten tagaktiver Schmetterlinge. So stehen in Nandrin geologische Besonderheiten und eine vielfältige Tierwelt als unterschiedliche Naturthemen neben den Bauwerken und der Ortsgeschichte.
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