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Feuerstein begegnet Ihnen in Bassenge in unterschiedlichen Zusammenhängen: als Baumaterial, als Rohstoff einer früheren Mühle und als Thema eines Bildungsbereichs. Dazu kommen ein Fort aus der Zwischenkriegszeit, Sammlungen zur Ortsgeschichte und markierte Wege. Für die Planung können Sie nach Ihrem Schwerpunkt wählen: Bau- und Militärgeschichte, ein religiös geprägter Ort oder Bewegung zu Fuß und auf dem Rad.

Kulturerbe mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Das Fort d’Eben-Emael wurde zwischen 1932 und 1935 erbaut, um die belgische Verteidigung gegenüber Deutschland zu verstärken. Der Besuch endet mit „Granit’s Attack at Dawn“, einer 180-Grad-Immersiverfahrung. So verbindet sich die Geschichte des Forts mit einem abschließenden Erlebnis, das eigens für diesen Ort benannt ist.

Bei der Tour d’Eben-Ezer stehen Material und Gestaltung im Mittelpunkt: Der Turm ist vollständig aus Feuerstein aus dem Geer-Tal erbaut und als Denkmal geschützt. Der Denkmalschutz umfasst die Skulpturen, Gemälde, Gravuren und Flachreliefs der gesamten Turmanlage. Der Bildungsbereich Geospadium behandelt Feuerstein von seiner Entstehung bis zu seiner Nutzung in der Geschichte der Menschheit.

Das Musée d’Eben bietet einen anderen Zugang zur Vergangenheit. Es umfasst einen vollständig eingerichteten Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert und einen gewölbten Keller aus dem 17. Jahrhundert. Zu den Beständen gehören Sammlungen zur lokalen Archäologie sowie Strohmarketerien aus dem 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Besichtigungen sind kostenlos und werden vom Eigentümer geführt.

Im Heiligtum Petit Lourdes in Bassenge finden Sie einen Kreuzweg und einen Rosenkranzweg aus regionalem Stein sowie eine Nachbildung der Grotte von Massabielle, die seit mehr als einem Jahrhundert besteht. Der Kreuzweg beginnt am Fuß des Heiligtums vor der Grotte. Die Kapellen entlang des Weges wurden 1895 aus Feuerstein und Tuffstein aus dem Geer-Tal erbaut.

Wanderungen und Natur einplanen

Bassenge bietet touristische, naturbezogene und Radtouren. Die Montagne Saint-Pierre prägt den landschaftlichen und geologischen Kontext: Bassenge liegt in ihrem Kalkmassiv, in dem durch den Abbau von Tuffstein Höhlen entstanden sind. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegen außerdem mehrere Naturschutzgebiete, die reich an Biodiversität sind.

Für Wanderungen enthält die Montagne-Saint-Pierre-Wanderbox Karten zu mindestens 130 Kilometern markierter Entdeckungswanderungen in Bassenge. Sie ist beim Syndicat d’Initiative de Bassenge erhältlich. Prüfen Sie die jeweilige Strecke vor der Tour. Zwei benannte Wanderungen bieten konkrete Anhaltspunkte für die Auswahl: „DES HAUTS ET DES BAS“ beginnt bei Petit Lourdes in Bassenge, ist 9,5 Kilometer lang und bietet Panoramablicke. Die „PROMENADE DE LA PÊCHERIE“ ist mit 11,1 Kilometern 1,6 Kilometer länger und führt durch Waldstücke am Chemin des Ecoliers zwischen Boirs und Glons. Die beschriebenen Längen und Landschaftsmerkmale helfen, zwischen den beiden Touren abzuwägen.

Wer lieber eine Radtour selbst zusammenstellt, kann dafür das Knotenpunktnetz in Bassenge nutzen. Es ermöglicht die Routenplanung nach Entfernung, Geländetyp oder Schwierigkeitsgrad. Auf der wallonischen RAVeL-W7-Etappe von Lanaye (Visé) nach Lüttich ist das Fort d’Eben-Emael als Sehenswürdigkeit aufgeführt. Dieselbe Etappe nennt „Archéo et Géo Espaces - Moulin du Broukay“ am Chemin du Broukay 1 in Eben-Emael.

Feuerstein, Handwerk und Ortsgeschichte

Das Moulin du Broukay war eine Mühle zur Zerkleinerung von Feuerstein, die in den 1950er-Jahren genutzt wurde. Heute ist es ein Zentrum für Tourismus und Animation. Damit lässt sich ein ehemaliger Arbeitsort auch als Teil des heutigen Besucherangebots verstehen, während die Tour d’Eben-Ezer den Werkstoff Feuerstein als Baumaterial und Thema der Menschheitsgeschichte aufgreift.

Auch das Strohflechten gehört zur lokalen Handwerksgeschichte: Die Dörfer von Bassenge erinnern an dieses Handwerk. Die Bewohner des Geer-Tals waren seit dem 15. Jahrhundert für diese Kunst bekannt. Zusammen mit der Strohmarketerie im Musée d’Eben ergibt sich ein weiterer Blick auf die Verarbeitung pflanzlicher Materialien – vom überlieferten Handwerk bis zur Museumssammlung.

Weitere Reiseziele entdecken: Oreye, Burg-Reuland, Fléron, Geer, Spa, Limbourg, Tinlot, Grâce-Hollogne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lüttich.

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