Die historischen Spuren in Neu-Moresnet reichen von der bereits 1646 erwähnten Rochuskapelle bis zum kommunalen Ankauf eines Gebäudes für das Museum im Jahr 2014. Dazwischen stehen die evangelische St.-Johannes-Kirche, ihr Friedhof mit alten, hohen Bäumen und die Eröffnung des Göhltalmuseums 1984. Auch das Hohnbachtal mit seiner Natura-2000-Einstufung bringt einen Landschaftsschwerpunkt hinzu. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Neu-Moresnet suchen, können diese beiden Seiten des Ortes – Kulturgeschichte und Natur – dabei helfen, den Anlass Ihres Aufenthalts zu wählen.
Neu-Moresnet und seine Ortsgeschichte
Neu-Moresnet war der Teil des früheren Moresnet, der aus Preußisch-Moresnet hervorging und in Neu-Moresnet umbenannt wurde. Die Ortsgeschichte reicht damit über einzelne Bauwerke hinaus: Auch die Teilung des früheren Moresnet gehört zum Verständnis des Namens und der historischen Entwicklung des Ortes. An der St.-Johannes-Kirche und ihrem Friedhof werden später entstandene Zeugnisse der örtlichen Religions- und Gemeindegeschichte greifbar.
St.-Johannes-Kirche und Friedhof
Die evangelische St.-Johannes-Kirche war 1857 bezugsfertig. Sie wurde in massiver Ziegelbauweise errichtet und trägt ein Zinkdach. Ihr schlichter neugotischer Charakter zeigt sich im Zusammenspiel von Architektur und Mobiliar. Für kulturhistorisch Interessierte liegt der Akzent damit sowohl auf der Bauzeit als auch auf der Einheit von Bau und Ausstattung.
Der Friedhof hinter der Kirche wurde im Juni 1858 eingeweiht, ein Jahr nach der Bezugsfertigkeit des Kirchenbaus. Er umfasst Grabstätten der ersten Protestanten der Gegend sowie einiger Stifter der Bauten in Neu-Moresnet. Alte, hohe Bäume prägen den Friedhof zusätzlich. Kirche und Friedhof geben so unterschiedliche Einblicke: in den Sakralbau, in die Geschichte der frühen protestantischen Gemeinde und in die Erinnerung an Stifter örtlicher Bauten.
Rochuskapelle und Museum
Die Rochuskapelle setzt einen anderen architektonischen Akzent. Sie liegt isoliert, ist aus Bruchstein gebaut und wurde bereits 1646 erwähnt. In der St.-Rochus-Kapelle hängt noch heute eine Glocke aus dem Jahr 1651. Ihre Inschrift lautet „1651 + S.MARIA ORA PRO NOBIS“. So stehen bei der Kapelle sowohl die frühe Erwähnung des Bauwerks als auch ein konkret datiertes Detail im Mittelpunkt.
Das Göhltalmuseum, auch Musée de la Vallée de la Gueule genannt, wurde 1984 in einer ehemaligen Villa an der Maxstraße in Neu-Moresnet eröffnet. Im Jahr 2014 kaufte die Gemeinde Kelmis das Gebäude der Vieille-Montagne an der Route de Liège mit der Absicht, dort das Museum unterzubringen. Auf der offiziellen RAVeL-Strecke Linie 39B ist das Musée de la Vallée de la Gueule unter der Adresse Maxstraße 9–11, 4721 Neu-Moresnet, als Sehenswürdigkeit aufgeführt. Prüfen Sie vor der Anreise die örtlichen Bedingungen für Ihren Museumsbesuch.
Hohnbachtal und Routen
Das Hohnbachtal ist wegen seiner bemerkenswerten Vegetation als Natura-2000-Gebiet eingestuft. Eine von der Gemeinde beschriebene Wanderung führt dort an Narzissen vorbei. Auch für Wander- und Fahrradrouten gibt es kommunale Empfehlungen: Die Gemeinde Kelmis empfiehlt die Grenzroute Neutral-Moresnet als eine ihrer Routen.
Eine weitere, von der Gemeinde beschriebene Wanderung entlang der Göhl führte an der Rochuskapelle vorbei und war mit dreieinhalb Stunden angegeben. Zusammen bieten die Kirchen, die Kapelle, das Museum und die Landschaft verschiedene Anknüpfungspunkte, um den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts in Neu-Moresnet zu setzen.
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