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Ouren im Ourtal

Im grünen Ourtal liegt Ouren abgeschieden zwischen bewaldeten Steilhängen und felsigen Schluchten. Im Ort liegen die Ruinen einer Höhenburg und die Pfarrkirche St. Peter; etwas außerhalb steht das Europadenkmal am Zusammenfluss von Ribbach und Our. Dazu kommen zwei Wanderungen mit Bezug zum Dreiländereck. Für die Wahl einer Ferienwohnung kann es helfen, zunächst zu entscheiden, ob für Sie Ortsgeschichte, Baukunst oder der konkrete Verlauf einer Tour im Vordergrund steht.

Burg und Ortsgeschichte

Die Ruinen des Schlosses Ouren liegen mitten in der Ortschaft auf einem Felsplateau am linken Ufer der Our. Die Burg Ouren war der Stammsitz des edelfreien Geschlechts der Herren von Ouren. Auf dem Standort der Burg stand im 12. Jahrhundert mit Sicherheit eine Festung. Nach Zerstörungen wurde sie zweimal wiederaufgebaut, 1535 und 1615. Die Abfolge unterscheidet die frühe Festung von den beiden späteren Wiederaufbauten: Die Jahreszahlen nennen nicht den Ursprung, sondern zwei spätere Stationen der Anlage. So lassen sich die Lage der Ruinen im Ort und die zeitliche Folge ihrer Geschichte gemeinsam einordnen.

St. Peter: Bauphasen und Details

Die Pfarrkirche St. Peter steht am Ortseingang und ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk. Ihr Turm ist romanisch; die Öffnungen des Schiffs wurden im 15. Jahrhundert verändert. Aus demselben Jahrhundert stammt ein Kreuzrippengewölbe mit verzierten Gewölbeschlusssteinen. Bei einem Kreuzrippengewölbe gliedern sich die Deckenflächen durch sich kreuzende Rippen; die Schlusssteine sitzen an deren Kreuzungspunkten. Hinzu kommen zwei sandsteinerne Reliefs mit den Wappen von Giltingen und Ouren. Sie sind auf 1625 datiert und stammen von der alten Burg. Die Herkunft der Reliefs schafft eine konkrete Verbindung zwischen Kirche und Burg. Zusammen zeigen Turm, Gewölbe und Reliefs unterschiedliche Zeitschichten der Bau- und Ausstattungsgeschichte.

Europadenkmal und Wanderungen

Etwas außerhalb von Ouren steht seit 1977 das Europadenkmal am Zusammenfluss von Ribbach und Our. Nat’Our Route 1 beginnt dort im Dreiländereck von Luxemburg, Deutschland und Belgien. Die leichte Wanderung ist 13,1 Kilometer lang und dauert 3 Stunden und 1 Minute. Länge, Schwierigkeitsgrad und Dauer bieten konkrete Anhaltspunkte für die Planung. Die Genusstour 02 führt durch einen Fichtenwald und an Wacholderbüschen vorbei zu dem Punkt, an dem die belgische, deutsche und luxemburgische Grenze zusammentreffen. Anschließend folgt sie der Our zurück nach Ouren. Ihre Knotenpunktfolge lautet 20 > 25 > 14 > 10 > 18 > 33 > 17 > 20. Für die Tourenwahl stehen unterschiedliche Orientierungshilfen bereit: Bei Nat’Our Route 1 sind Strecke, Schwierigkeit und Dauer benannt; bei Genusstour 02 prägen Landschaftsabschnitte, Grenzpunkt und Knotenfolge den beschriebenen Verlauf. So können Sie abwägen, ob für Ihren Plan vor allem ein beziffertes Wanderpensum oder der Wegverlauf im Vordergrund steht.

Weitere Reiseziele entdecken: Herstal, Lincent, Amay, Stoumont, Thimister-Clermont, Jalhay, Aywaille, Lierneux.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lüttich.

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