Für die Wanderauswahl in Limerlé stehen zwei Strecken mit unterschiedlichen Längen zur Wahl: „Aux Nutons“ ist als 5,9 km langer Hin- und Rückweg beschrieben, der Wanderweg „Chaussée romaine“ ist 12 km lang. Beide beginnen in Limerlé. So können Sie eine kürzere Distanz als Hin- und Rückweg einer längeren Wanderstrecke gegenüberstellen. Prüfen Sie die Routenangaben vor der Abfahrt.
Wandern und Landschaft
Limerlé liegt an der Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhein und Maas. Das Dorf befindet sich in einem geräumigen Tal, das von den einander gegenüberliegenden, sanft abfallenden Hängen zweier Hochplateaus gebildet wird. Die Bäche Bru und Dalle fließen nach Süden zur Mosel und anschließend in das Einzugsgebiet des Rheins.
Zu den Sehenswürdigkeiten von Limerlé gehört das Natagora-Naturschutzgebiet Bellain. Im weiteren regionalen Umfeld von Gouvy liegt nahe der Quelle der Ourthe Orientale außerdem die Haie de Bellain, eine kleine, von Wald eingeschlossene Heuwiese. Sie ist ein eigener Naturbezug in der größeren Region und ergänzt die landschaftliche Perspektive, ohne dass sie mit den örtlichen Wanderwegen gleichzusetzen wäre.
Ortsbild und Kulturerbe
Das alte Viertel gegenüber der Pfarrkirche Saint-Étienne umfasst zahlreiche massive Ardennenhöfe und -häuser mit großen Schieferdächern. Teilweise sind die Gebäude von eindrucksvollen Einfassungsmauern umgeben. In Limerlé gibt es außerdem sehr alte Häuser aus Naturstein oder mit gekalkten Fassaden, die vom Krieg verschont geblieben sind.
Die Pfarrkirche Saint-Étienne besitzt ein Taufbecken aus dem Jahr 1437. Ihr äußeres Sakristeiportal stammt von 1739: Die Schieferarbeit wird tyrolischen Künstlern aus Recht zugeschrieben. Zwei konkrete Daten und Materialien geben dem Kirchenbau ein eigenes kulturhistorisches Profil. Sie lassen sich mit den Häusern vergleichen, deren überlieferte Baujahre mehrere Jahrhunderte umspannen.
Die Maison Pondant stammt ungefähr aus dem Jahr 1730, die Maison de Mathieu aus dem Jahr 1770. Letztere besitzt ein separates Backhaus. Die Maison Quoilin datiert auf 1817 und war früher ein Gasthaus. Die Jahreszahlen sind dabei nicht alle gleich exakt: Bei Maison Pondant bleibt die Datierung ausdrücklich ungefähr. Die frühere Nutzung als Gasthaus gehört zur Geschichte der Maison Quoilin und beschreibt keine heutige Funktion.
Eine alte Römerstraße durchquert das Gebiet von Limerlé von Südwesten nach Südosten. Entlang der Strecke sind Tumulusgräber, römische Gräber und Überreste von Villen zu sehen. Über Jahrhunderte wurde die Straße auch von den sogenannten „Kölner Prozessionen“ genutzt, die nach Saint-Hubert pilgerten.
Weitere Spuren im Ort
In der Rue Verte hat das Kollektiv „Périple en la demeure“ eine alte Ardennenfarm neu belebt. Bei „Périple en la demeure“ ist ein Bauernmarkt für den jeweils zweiten Sonntag im Monat vorgesehen. Prüfen Sie vor der Anreise den konkreten Termin.
Auch der RAVeL-Weg Gouvy–Bastogne führt über den ehemaligen Bahnhof von Limerlé. Wenn Sie diesen Routenbezug in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie die Routeninformationen vor der Abfahrt.
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