Restaurierte Schlossbauernhöfe und geschlossene Bauernhöfe aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewahren in Steinbach einen typisch landwirtschaftlichen Charakter. Dazu kommen das Château de Beurthé im Ortszentrum, die Saint-Paul-Kirche und mehrere Wander- und Radstrecken, die durch den Ort führen. Die Baugeschichte und die benannten Routen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Sie können den Schwerpunkt auf das bauliche Erbe oder auf eine konkrete Strecke legen.
Höfe und Château de Beurthé
Das denkmalgeschützte Château de Beurthé liegt im Zentrum von Steinbach auf einer Anhöhe über dem Wasserlauf. Das heutige Château stammt aus dem Jahr 1766. Eine weiter zurückreichende historische Zeitschicht betrifft die Herrschaft mit dem Château de Beurthé in Gouvy/Limerlé (Steinbach): Martin de Steinbach erwarb sie 1626 von Philippe IV.; ab 1721 wurde sie wiederaufgebaut. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche historische Vorgänge und Bauphasen.
Auch das ehemalige Château du Mesnil hat eine eigene Chronologie: Es wurde 1686 erbaut und 1886 sowie 1986 renoviert. Seine Form ist die eines imposanten geschlossenen Bauernhofs mit Cherbin-Dächern. Die Ferme d'en haut in der Route de Rouvroy 9 ergänzt das Bild der historischen Landwirtschaft: Der denkmalgeschützte Hof stammt aus dem 18. Jahrhundert und besitzt eine bemerkenswerte Scheune. Zusammen zeigen diese Bauwerke unterschiedliche Aspekte der ländlichen Architektur Steinbachs, ohne dass ihre Bauformen auf ein einziges Muster reduziert werden müssen.
Kirchliches Kulturerbe
Zum außergewöhnlichen Kulturerbe der Wallonie gehören das Orgelgehäuse und die Orgel der Saint-Paul-Kirche in Steinbach. Die Orgel wurde wahrscheinlich vom Antwerpener Orgelbauer Dieudonné-Joseph Dell Haye (1725–1811) erbaut. Ihr besonderer Stil unterscheidet sich von der wallonischen Orgeltradition und ähnelt kleinen Orgelkabinetten aus dem 18. Jahrhundert, wie sie in wohlhabenden Wohnhäusern vorkamen. Diese Einordnung macht die Orgel zu einem eigenen kulturgeschichtlichen Thema innerhalb des Dorfes.
Weitere Details ergänzen den Blick auf das örtliche Erbe: Eine Wappentafel für Martin Stenbais, der 1633 starb, ist in die Vorhallenmauer der Saint-Paul-Kirche eingelassen. Der Friedhof von Steinbach ist besonders reich an alten Grabdenkmälern. Auch die Grotte Notre-Dame de Lourdes ist mit einer jährlich stattfindenden Wallfahrt verbunden. Wenn dieses Ereignis für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.
Wandern und Radfahren
Der S.I.-Spazierweg Nr. 15 führt durch Steinbach, ist 12 km lang und verläuft durch ein grünes Tal mit Aussichtspunkt sowie durch Limerlé. Eine Abkürzung über Nr. 16 ist möglich. Damit bietet die Strecke neben ihrer Länge auch konkrete Orientierungspunkte für die Routenwahl. Die Mountainbike-Route Nr. 3 führt ebenfalls durch Steinbach und ist 37 km lang. Die beiden Angaben beziehen sich auf verschiedene Aktivitäten; sie helfen, Wanderung und Mountainbike-Tour als unterschiedliche Formen der Planung einzuordnen.
Auch die Wanderrouten „Du Plateau des Tailles à Bernistap – Tronçon 3 – Steinbach – Houffalize“ und „Du Plateau des Tailles à Bernistap – Tronçon 2 – Les Tailles – Steinbach“ führen durch Steinbach. Für die Route über Tronçon 3 ist die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln angegeben. Wenn Sie diese Strecke für Ihren Aufenthalt in Betracht ziehen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag.
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