Wachtebeke verbindet Wald, Polderlandschaften, Wasserwege und Baukultur. Besonders deutlich unterscheidet sich die Landschaft zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des Ortes: Im Norden prägen trockene Rücken und feuchte Senken das flache Gebiet, im Süden das Moervaarttal und seine Feuchtgebiete.
Landschaft zwischen Sandgebiet und Feuchtland
Der nördliche und größte Teil Wachtebekes gehört zur Vlaamse Zandstreek und liegt auf 4 bis 7 Metern Höhe. Das Relief ist flach und wechselt zwischen trockenen Rücken und feuchten Senken. Teilweise bewaldete Flächen und Reste höher gelegener Heideflächen gehören ebenfalls zu diesem Landschaftsbild. Ursprünglich gab es dort zahlreiche torfreiche Sümpfe. Der südliche Teil Wachtebekes gehört zum feuchten Moervaarttal und besteht noch überwiegend aus unbewohntem Feuchtgebiet. Die Unterschiede geben Naturinteressierten zwei klar verschiedene Landschaftsformen als Orientierung.
Das Kloosterbos ist ein 124 Hektar großer Wald in Wachtebeke. Der Landschaftspark von Puyenbroeck umfasst etwa 50 Hektar. Im Norden von Wachtebeke und Moerbeke Waas liegt das Gebiet der Grote Kreek und des Pereboomsgat. Dort prägen Überreste von Prielen, schilfbewachsene Uferbereiche, Deiche und von Baumreihen betonte Polderlandschaften das Bild. Der westliche Seitenarm der Grote Kreek bietet schöne Ausblicke. Die Sint-Elooispolder wird von Deichen begrenzt, die entlang der niederländischen Grenze und im Süden am früheren „Wachtebeke Dijk“ verlaufen, der heute Overslagdijk heißt.
Moervaart: Wasserweg und Bootsplanung
Die Moervaart durchquert Wachtebeke von Westen nach Osten. Sie ist der kanalisierte nördliche Arm der Durme und ein Nebenfluss der Schelde. Früher diente sie dem Güterverkehr; heute wird sie hauptsächlich für die Freizeitschifffahrt genutzt. So lässt sich der Wasserweg sowohl historisch als auch mit Blick auf seine heutige Nutzung einordnen.
Für Boote ist die Moervaart mit einem maximalen Tiefgang von 1,50 Metern zugänglich. Die betreffenden Anlegestellen liegen am rechten Ufer: von 50 Metern flussabwärts der Overledebrug bis zur Langelede im Ortsteil Wachtebeke. Wer eine Fahrt plant, kann diese Tiefgangsgrenze mit dem eigenen Boot abgleichen und den genannten Abschnitt für die Planung berücksichtigen.
Route, Mühlenmodell und Baukultur
Die Zilverroute liegt im Zentrum von Wachtebeke, ist rollstuhlgerecht und verfügt über ausreichend Rastplätze. Damit sind für diese Route andere Planungsdetails wichtig als für eine Fahrt auf der Moervaart: Hier zählen Zugänglichkeit und Rastmöglichkeiten, dort Boots-Tiefgang und Anlegeabschnitt. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie die aktuelle Beschaffenheit vor Ihrer Planung.
Zur Außenausstellung des Mola Molencentrum gehört ein großes Modell von Van Holles Molen, auch „nonkel Pier“ genannt. Es ist 5,5 Meter hoch, misst mit den Flügeln mehr als 11 Meter und kann tatsächlich mahlen. Die Maße und die Mahlfunktion machen das Modell zu einem konkreten technischen Thema für alle, die sich für Mühlen interessieren.
Einen anderen kulturellen Schwerpunkt bildet die Parochiekerk Sint-Catharina. Sie ist eine gotische, dreischiffige Hallenkirche aus Backstein und stammt hauptsächlich aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ihre Beschreibung verbindet damit Bauform, Material und einen historischen Zeitraum. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier einen Gegensatz zum beweglichen Mühlenmodell: ein kirchliches Bauwerk mit klar benanntem gotischem Typ.
Weitere Reiseziele entdecken: Beveren, Sint-Martens-Latem, Aalst, Temse, Laarne, Gerhardsbergen, Evergem, Erpe-Mere
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostflandern.