In Malle lassen sich Wanderwege und Radtouren mit Bauwerken und lokaler Geschichte verbinden. Eine geschützte neugotische Kirche, eine steinerne Windmühle und Schlossanwesen setzen unterschiedliche Akzente. Für Ihre Planung bieten die Streckenlängen und Themen einen konkreten Vergleich; bei manchen Orten ist außerdem wichtig, zwischen zugänglichem Park und nicht zugänglichem Gebäude zu unterscheiden.
Mit dem Rad: lokale Produzenten oder die Umgebung der Abtei
Die ProefMalle-Fahrradtour führt über zwei Schleifen und macht mit lokalen Produzenten bekannt. Zusammen sind die Schleifen etwa 40 Kilometer lang. Die 44 Kilometer lange Trappistenroute setzt einen anderen Schwerpunkt: Sie ermöglicht Radfahrern, die Umgebung der Abtei zu erkunden. Damit stehen neben der Streckenlänge auch zwei verschiedene Themen zur Wahl. Die Trappistenroute ist etwa vier Kilometer länger als die ungefähre Gesamtdistanz der ProefMalle-Schleifen.
Die Abtei selbst und die Brauerei können nicht besichtigt werden; bei besonderen Veranstaltungen kann es Ausnahmen geben. Das Westmalle-Trappistenbier wird innerhalb der Mauern der Abtei unter Aufsicht der Mönche gebraut. So bleibt die Trappistentradition auch ohne reguläre Besichtigung ein greifbarer Teil der Ortsgeschichte. Wer die Route wegen dieses Themas auswählt, kann die Fahrt und die Besichtigungsmöglichkeit also getrennt planen.
Wanderstrecken nach Länge und Ausgangspunkt wählen
Für eine Wanderung in Westmalle beginnt die 13,9 Kilometer lange PoP-route 1: Westmalle am Café Trappisten, Antwerpsesteenweg 487. Kürzere Strecken sind der acht Kilometer lange Trappistenpad und das 7,5 Kilometer lange Molenpad, das am Standbild des Müllers beginnt.
Das 6,5 Kilometer lange Blommerschotpad führt zwischen jahrhundertealten Buchen in die stille Kempen. Mit etwas Glück lassen sich unterwegs Rehe, Fasane und anderes Wild beobachten. Im Herzen von Blommerschot wechseln sich eindrucksvolle Binnendünen mit Pfeifengras und Rhododendren ab. Das Gebiet spricht damit auch Wandernde an, die neben der Weglänge Landschaft und mögliche Tierbeobachtungen in ihre Wahl einbeziehen möchten.
Kirche, Mühle und Schlossanwesen
Die Sint-Martinuskerk prägt Westmalle seit mehr als fünf Jahrhunderten als Herz des Dorfes. Sie ist eine geschützte neugotische Kirche. In ihr befindet sich eine Grabkapelle, die aus dem 16. Jahrhundert stammt oder möglicherweise noch älter ist. Baugeschichte und Kapelle geben dem Kirchenbesuch einen eigenen Schwerpunkt, der sich von den Wegen durch die Landschaft unterscheidet.
Auch die Scherpenbergmolen ist ein markantes historisches Bauwerk: Die steinerne Windmühle ist noch mahlfähig. Das sagt etwas über ihre technische Beschaffenheit aus, ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Besuchsmöglichkeit. In Oostmalle umfasst das Domein de Renesse ein Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Den Park des Anwesens können Sie tagsüber frei erkunden. Da sich die Zugangsregelungen ändern können, prüfen Sie sie am besten vor Ihrem Besuch.
Geführte Besuche und die Wahl Ihrer Unterkunft
Die Tornadotoren kann in Begleitung eines Guides bestiegen werden; die geführte Besteigung bietet einen schönen Ausblick über die Region. Führungs- und Buchungsmodalitäten können sich ändern, daher empfiehlt sich vorab eine aktuelle Prüfung. Eine saisonal angebotene Führung durch den Park von Schloss Westmalle vermittelt die Geschichte des Anwesens. Das Schloss selbst ist nicht zugänglich. Prüfen Sie für diese Führung die Termine, bevor Sie sie in Ihre Planung aufnehmen.
Bei der Wahl eines Hotels in Malle können Sie zunächst überlegen, welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen: Radtouren mit Bezug zu lokalen Produzenten, die Umgebung der Abtei, Wanderstrecken oder historische Bauwerke. Die Streckenlängen helfen beim Vergleich der Aktivitäten; die geführten Besuche setzen jeweils eigene Bedingungen.
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