In Schilde können Sie einen Aufenthalt an unterschiedlichen Interessen ausrichten: Der Schildehof verbindet Schlossgut, Parklandschaft, Teich und Waldgebiet; andernorts stehen ein Renaissance-Kräutergarten, historische Bauwerke und Rad- und Wanderangebote im Mittelpunkt. Für die Planung helfen konkrete Streckenlängen und Startpunkte. Wer sich besonders für Natur interessiert, findet ebenso Anknüpfungspunkte wie Gäste, die Gartengeschichte oder Kulturdenkmäler erkunden möchten.
Schildehof und Bewegung im Freien
Der Schildehof ist ein historisches Schlossgut mit einer Parklandschaft samt Teich und einem ausgedehnten Waldgebiet. Er ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang frei zugänglich. Diese Zeitspanne gibt einen klaren Rahmen für den Besuch; prüfen Sie die Zugangsbedingungen vorab, da sie sich ändern können.
Entlang der Antitankgracht verläuft eine ausgeschilderte Fit-Tour über 4,5 Kilometer. Sie umfasst Bewegungsübungen für Jung und Alt. Der Fit-o-meter umfasst acht Stationen und 16 Übungen. Beide Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Fit-Tour ist die Streckenlänge angegeben, beim Fit-o-meter die Zahl der Stationen und Übungen.
Auch auf zwei Mountainbike-Schleifen sind Länge und Startpunkt ausgewiesen. Die rote Runde durch Schilde ist 30 Kilometer lang und beginnt bei Werf 44, Schoolstraat 44. Die grüne Schleife ist mit 15 Kilometern halb so lang; ihr Startpunkt liegt am Schildestrand, Noorderlaan 16. Eine weitere Radroute ist die Kastelenroute: Sie führt durch Schoten, Schilde, Brasschaat und Wijnegem, ist 45 Kilometer lang und umfasst zwölf Kilometer autofreie Strecke.
Gartenkultur und Landschaft
Die Dodoenstuin in Schilde ist ein Renaissance-Kräutergarten aus dem 16. Jahrhundert. Dort wachsen Nutzpflanzen; hinzu kommen einige ökologische Gemüsegärten. Der Garten liegt im anerkannten Naturgebiet De Pont. Der Zugang führt durch ein Tor aus dem 18. Jahrhundert, das mit Rocaille-Verzierungen gestaltet ist.
Eine andere historische Parkanlage gehört zum Kasteel van ’s Gravenwezel. Sie wurde zwischen 1783 und 1786 nach einem Entwurf von B. Gaine angelegt. Das Schloss selbst gilt als mutmaßlich aus dem 15. bis 17. Jahrhundert stammendes Wasserschloss innerhalb eines quadratischen Wassergrabens. Die Datierung bleibt also eine Vermutung, während Anlagezeitraum und Entwurf des Landschaftsparks konkret benannt sind.
Zum größeren Landschaftsbild gehört die Antitankgracht. Sie verbindet fast alle Bachtäler der Region vom Schoon Schijn in Kapellen bis zur Grote Schijn in Schilde. Ihre Vegetation ist vielfältig; je nach Bewuchs, Boden und Umgebung verändert sich auch der Charakter der Landschaft. So lässt sich die Gegend nicht nur anhand einzelner Bauwerke, sondern auch über ihre unterschiedlichen Landschaftsräume betrachten.
Denkmäler und regionale Geschichte
Die Schans van Schilde ist eine elliptische, von Wasser umgebene militärische Anlage zwischen dem Fort van ’s Gravenwezel und dem Fort van Oelegem. Sie gehört zur geschützten kulturhistorischen Landschaft Antitankgracht; dieser Schutz gilt seit dem 31. Mai 2007. Die Schans und die dort vorhandenen Bunker dienen Fledermäusen als Überwinterungsplätze innerhalb eines Habitatrichtliniengebiets.
Die Gemeinde nutzt die Schans van Schilde als Wander- und Erholungsgebiet. Vor einem Besuch sollten Sie diese Nutzung lokal erneut prüfen. Die Schans ist außerdem Teil der Antitank-Fahrradroute; kontrollieren Sie den Routenstatus vor Ihrer Tour. Das Fort van ’s Gravenwezel wurde 1939 in die Antitankgracht einbezogen und durch einen Regentschaftsbeschluss vom 2. April 1947 außer Dienst gestellt. Diese Daten ordnen das Fort in einen anderen historischen Zusammenhang ein als die ältere Park- und Schlossgeschichte.
Auch der Kirchhof der Parochie Sint-Guibertus bewahrt mehrere Jahrhunderte Geschichte: Er enthält Grabzeichen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. In seine Mauer ist eine spitzbogige Kalvarienkapelle aus Naturstein eingebaut, in der ein gekreuzigter Christus dargestellt ist. Für Kunstinteressierte gibt es außerdem das Museum Albert Van Dyck: Seine Sammlung umfasst mehr als 190 Gemälde und Zeichnungen des Künstlers. Albert Van Dyck gilt als eine der führenden Persönlichkeiten des Animismus. Prüfen Sie vor einer geplanten Besichtigung den aktuellen Betrieb des Museums.
Wege und Touren passend auswählen
Schilde und ’s-Gravenwezel verfügen über viele sogenannte Trage Wegen. Sie werden vor allem von Spaziergängern, Radfahrern und Reitern genutzt. Für einen längeren Ausritt ist das ausgeschilderte Ruiterpad Voorkempen eine Option: Der Tagesritt ist 33 Kilometer lang und führt durch Natur in mehreren Gemeinden sowie durch Teile von Schilde, Brecht, Malle, Zoersel, Zandhoven und Ranst. Alle vorgesehenen Wege dieser Route verlaufen vollständig auf öffentlichem Grund. Prüfen Sie die Routendetails vor der Tour.
Ein Wanderpaket mit dem Titel Wandelingen voor mindermobielen en ouderen umfasst eine Route in Schilde für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und ältere Menschen. Es bietet damit eine andere Orientierung als die Fit-Tour entlang der Antitankgracht. Prüfen Sie vor der Reise, ob die Broschüre verfügbar ist. Beim Planen hilft es, die konkreten Angaben zu Länge, Stationen und Zielgruppe der jeweiligen Tour getrennt zu betrachten, statt aus ihnen eine einheitliche Aussage über alle Wege abzuleiten.
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