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Die Étangs d’Ixelles verbinden Spaziergänge mit dem historischen Umfeld der Abbaye de La Cambre: Als Spaziergebiet setzen sie deren Gärten fort und stehen seit 1976 unter Schutz. Ixelles/Elsene bietet darüber hinaus unterschiedliche Themen für Entdeckungen zu Fuß – von bemerkenswerten Bäumen bis zu Grabdenkmälern mit architektonischer Geschichte.

Spaziergänge zwischen Wasser, Bäumen und Geschichte

Wer sich für einzelne Bäume interessiert, kann zwischen drei Entdeckungsspaziergängen in Ixelles wählen. Jeder der Spaziergänge umfasst zehn bemerkenswerte Bäume. Das gibt den Routen einen klaren thematischen Schwerpunkt. Die Étangs d’Ixelles setzen einen anderen Akzent: Hier steht das Spaziergebiet im Zusammenhang mit den Gärten der Abtei.

Der Cimetière d’Ixelles bietet einen Spaziergang durch 15 Hektar Natur und Geschichte. Auch seine Grabdenkmäler setzen einen architektonischen Schwerpunkt: Architekten wie Horta und Delune entwarfen dort bemerkenswerte Monumente. So unterscheiden sich die Spaziergangsthemen deutlich – Bäume, Teichlandschaft oder die Verbindung von Natur und Grabkunst.

Klostergeschichte und besondere Bauwerke

Die Abbaye de La Cambre wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Ihr teilweise erhaltenes mittelalterliches Gebäude ist eine gotische Kirche aus dem Jahr 1362. Damit liegen die benannten historischen Bezugspunkte der Abtei mehrere Jahrhunderte auseinander: auf der einen Seite die Gründung, auf der anderen das konkrete Baujahr der Kirche.

Ein eigener historischer Akzent findet sich im Jardin des Citoyens. Dort steht eine künstliche Ruine des Tempels von Paestum in Italien; außerdem beherbergt der Garten Statuen bedeutender europäischer Philosophen und Künstler. Die Anlage verbindet damit ein nachgebildetes Bauwerk mit Figuren aus Kunst und Geistesgeschichte.

Künstlerhäuser und Museumssammlungen

Das Musée Meunier befindet sich in Ixelles im Wohn- und Atelierhaus von Constantin Meunier (1831–1905). Die ausgestellten Werke zeichnen seine Entwicklung zwischen 1875 und 1905 nach. Haus und Atelier prägen den Ort; die Sammlung wiederum gibt einen zeitlich eingegrenzten Blick auf die künstlerische Entwicklung Meuniers.

Das Musée Wiertz Museum ist Antoine Wiertz gewidmet, der von 1806 bis 1865 als Maler, Bildhauer und Schriftsteller tätig war. Zu dem Museum gehört sein beeindruckendes Atelier, das 1850 auf Kosten des belgischen Staates errichtet wurde. Die Angaben zu Person und Atelier eröffnen zwei Zugänge: Wiertz’ verschiedene künstlerische Rollen und die Geschichte des Raums, in dem sein Werk verankert ist.

Das Museum van Elsene bietet einen Überblick über belgische Kunst vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Eine besondere Sammlung widmet sich Plakaten; dazu gehört die vollständige Reihe der Lithografien von Henri de Toulouse-Lautrec. Das Museum ist wegen Renovierung und Erweiterung derzeit geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für ein festliches Wochenende vom 19. bis 21. März 2027 geplant; prüfen Sie den Termin vor Ihrem Besuch, da sich der Plan ändern kann.

Musik, Film und interaktive Ausstellungen

Flagey ist eine Brüsseler Kultureinrichtung, die Musik und Bild gewidmet ist. Dort finden Konzerte mit klassischer, zeitgenössischer, Jazz- und traditioneller Musik statt; außerdem gibt es Raum für Kino und Video. Die fünf Säle unterscheiden sich in Größe und Funktion und verfügen jeweils über besondere akustische Eigenschaften. Da das konkrete Programm wechselt, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Veranstaltungen, wenn ein bestimmtes Konzert oder eine Vorführung Ihren Besuch prägen soll.

Eine ausdrücklich interaktive Erfahrung bietet das Musée des Enfants: Die Ausstellung ist 600 m² groß, bildschirmfrei und vollständig interaktiv. Sie richtet sich an Kinder von 3 bis 12 Jahren und bietet Kindern, Eltern und Großeltern eine spielerische, kreative und partizipative Erfahrung. Damit hat dieser Besuch einen anderen Schwerpunkt als die Kunst- und Architekturthemen der übrigen genannten Häuser.

Praktische Orientierung

Für die Villa Empain ist die Anreise mit der Straßenbahn 25 oder 8 bis zur Haltestelle Solbosch sowie mit Bus 71 bis zur Haltestelle Université Libre de Bruxelles möglich. Prüfen Sie vor der Fahrt die Linienführung, da sich öffentliche Verkehrswege ändern können. So lässt sich dieser Teil der Planung konkret angehen, ohne für die übrigen Kulturorte eine nicht belegte Anreise oder Besuchsfolge vorauszusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Josse-Ten-Noode/Sint-Joost-Ten-Node, Laeken, Etterbeek, Ganshoren, Forest, Saint-Gilles/Sint-Gillis, Anderlecht, Woluwe-Saint-Pierre/Sint-Pieters-Woluwe

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Region Brüssel-Hauptstadt.

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