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Etterbeek lässt sich kulturgeschichtlich aus mehreren Blickwinkeln betrachten: über Architektur, kommunale Kunst, Militärgeschichte und Veranstaltungstradition. Maison Hap und Maison Cauchie setzen unterschiedliche architektonische Akzente. Im Rathaus ist eine Dauerausstellung mit Werken aus den Gemeindesammlungen zu sehen; im Parc du Cinquantenaire befindet sich das Königliche Museum der Armee und der Militärgeschichte. Der Marché médiéval verbindet Gastronomie, Handwerk und Unterhaltung. Diese Themen geben einer Kulturreise verschiedene Schwerpunkte, statt sie auf eine einzige Art von Sehenswürdigkeit zu verengen.

Architektur: zwei Häuser, zwei Baugeschichten

Maison Hap wurde 1860 erbaut und 1905 vom Architekten Thoelen erweitert und umgestaltet. Die beiden Daten markieren verschiedene Bauphasen. Unter Denkmalschutz stehen die Fassade, die Eingangshalle und das Dach. Damit lassen sich am selben Gebäude ursprüngliche Bauzeit, spätere Veränderung und geschützte Bauteile voneinander unterscheiden.

Die Maison Cauchie wurde ebenfalls 1905 erbaut und war das persönliche Wohnhaus von Paul Cauchie. Ihre Fassade ist zu großen Teilen mit einer von Cauchie selbst geschaffenen Sgraffito-Komposition dekoriert. Sie kann als eines der schönsten Werke des Jugendstils in Brüssel angesehen werden. Der Vergleich beider Häuser macht die gleiche Jahreszahl auf unterschiedliche Weise lesbar: Für Maison Cauchie ist 1905 das Baujahr, bei Maison Hap steht das Jahr für Erweiterung und Umgestaltung. Zugleich verschiebt sich der architektonische Schwerpunkt von den geschützten Bauteilen und der Baugeschichte zur großflächigen Fassadendekoration und ihrer Urheberschaft.

Kunst und Ortsgeschichte im Rathaus

Im Rathaus von Etterbeek ist eine Dauerausstellung mit etwa 50 Gemälden und Skulpturen aus den Sammlungen der Gemeinde zu sehen. Sie umfasst auch Porträts der Bürgermeister von Etterbeek von 1830 bis heute. So begegnen dort kommunale Kunstbestände einer Porträtfolge, deren zeitlicher Rahmen bis in die Gegenwart reicht. Wer Kunst und Ortsgeschichte gleichermaßen berücksichtigt, erhält zwei unterschiedliche Bezugspunkte innerhalb derselben Ausstellung. Die Ausstellung bietet damit zwei unterschiedliche Maßstäbe: eine ungefähre Werkzahl und einen Zeitraum, der von 1830 bis heute reicht.

Ein Museum im Parc du Cinquantenaire

Im Parc du Cinquantenaire befindet sich das Königliche Museum der Armee und der Militärgeschichte. Der Bezug zum Park und der thematische Schwerpunkt unterscheiden diesen Ort von der kommunalen Ausstellung im Rathaus: Dort stehen Gemälde, Skulpturen und Bürgermeisterporträts im Mittelpunkt, hier verweist bereits der Name auf Armee und Militärgeschichte. Für die Entscheidung, welche Kulturthemen den Aufenthalt prägen sollen, bietet das einen klaren Unterschied zwischen kommunaler Sammlung und militärhistorischem Museum.

Der Marché médiéval: Kultur und konkrete Termine

Die erste Ausgabe des Marché médiéval fand 1992 statt. Der Markt verbindet Gastronomie, Handwerk und Unterhaltungsangebote, wobei die konkreten Angebote je Ausgabe variieren können. Anders als die Dauerausstellung im Rathaus gehört er daher zu den Themen, für die der Termin bei der Planung eine zentrale Rolle spielt. Wenn der Markt Ihre Reise beeinflusst, prüfen Sie den Termin und das Programm der betreffenden Ausgabe.

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