Der Gent-Brügge-Kanal entstand zwischen 1270 und 1280, als der Höhenrücken zwischen Beernem und Sint-Joris durchgraben wurde. Diese Geschichte steht neben Natur- und Kulturerlebnissen: von einer 8,9 Kilometer langen Wanderroute bis zu Kirchen, Kapellen und Erinnerungsorten. Für Ihre Planung lohnt sich eine Auswahl nach Schwerpunkt und Streckenlänge, statt alle Themen in einen Ausflug zu packen.
Waldwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die Bulskampveld-Wanderroute ist 8,9 Kilometer lang und führt durch weitläufige Waldgebiete, die Heideflächen des Naturschutzgebiets Heideveld-Bornebeek, Feldteiche und eine typische Alleenlandschaft. Wer eine kürzere Strecke sucht, kann den 4,5 Kilometer langen Spazierweg „Mathis en Marthe in het bos – Jump en het raadsel van de beuk“ vergleichen. Er ist größtenteils unbefestigt. Bei der Expeditie Bulskampveld führt der Weg durch einen Spielwald und fordert die Teilnehmenden zu Gleichgewichtsübungen heraus. Die Angebote unterscheiden sich damit durch Streckenlänge, Oberfläche und Bewegungsaufgabe.
Die Treinstapper-Wanderung von Beernem nach Brügge lässt sich selbstständig, im eigenen Tempo und zu einem selbst gewählten Zeitpunkt unternehmen. Diese flexible Zeitplanung unterscheidet sie von den genannten Wegen mit festgelegter Streckenlänge. Im Kräutergarten Bulskampveld umfasst die Auswahl mehr als 400 verschiedene Kräuter. Regelmäßig finden dort Kräuterwanderungen oder Workshops statt; da sich Termine ändern können, prüfen Sie vor der Planung das aktuelle Programm.
Das renovierte Schloss im Provinciedomein Bulskampveld ist als Natur- und Regionalbesucherzentrum eingerichtet. Die interaktive Familienausstellung „Roots“ widmet sich der Zusammenarbeit von Bäumen und Pilzen. So stehen im Bulskampveld neben Wegen und Kräutern auch ein Besucherzentrum und ein konkretes Naturthema im Mittelpunkt.
Landschaft, Wasser und Natur
Gevaerts-Noord ist ein sieben Hektar großes Naturentwicklungsgebiet am Gent-Brügge-Kanal im Tal der Zuidleie. De Vaanders liegt bei Beernem und Aalter an der Grenze zwischen Ost- und Westflandern und umfasst mehr als 60 Hektar. Die Größenangaben machen den Unterschied deutlich: sieben gegenüber mehr als 60 Hektar. Für De Vaanders gibt es außerdem eine Wanderschleife mit Informationstafeln; ihr Startpunkt liegt an der Maria-Aaltersesteenweg bei De Vaanders.
Nördlich von Oedelem erhebt sich die Oedelemberg in der leicht hügeligen Landschaft 23 Meter über dem Meeresspiegel. Die Oedelemberg-Wanderroute ermöglicht es, das Relief, die Natur und die Geschichte der Umgebung zu erkunden. Ein weiterer Landschaftspunkt ist De Miseriebocht, ein malerischer Seitenarm des Gent-Brügge-Kanals zwischen der Jachthaven van Beernem und der Kirche von Sint-Joris. Dort können Haubentaucher und Eisvögel beobachtet werden. Die Jachthaven van Beernem bietet Platz für 115 Boote und verfügt über eine eigene Slipanlage.
Ortsgeschichte und Erinnerungsorte
Das Beverhoutsveld umfasst Teile von Beernem und Oostkamp. Am 3. Mai 1382 fand dort die Schlacht auf dem Beverhoutsveld statt. Das Feld kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden; der Gedenksteen Beverhoutsveld erinnert an den Zusammenstoß zwischen den Brüggern und den Genter Einwohnern. Der Ort verbindet damit eine Landschaft mit einem konkreten historischen Ereignis und dessen Gedenken.
Die Lattenklieversstraat umfasst gut erhaltene historische Gebäude, ehemalige Volkscafés oder Geschäfte, charakteristische Arbeiterhäuser und stattliche Herrenhäuser. Bei „Sprekende Stenen“ können Besucher an den Gräbern von Irma Van Rie, Richard Batselaere, Wilfried De Gersem, Augustinus De Poorter und Maurice Vanhaecke QR-Codes nutzen, um Geschichten über diese Menschen anzuhören, die Beernem mitgeprägt haben. Die Pfarrkirche des heiligen Amandus steht in Beernem an der Kreuzung von Rollebaanstraat, Berenheemstraat, Bloemendalestraat und Hoornstraat.
Kapellen, Kirchen und religiöse Traditionen
Die Govaertskapel wurde 1884 im Auftrag der Familie Govaert im neugotischen Stil erbaut. Sie ist eine Maria geweihte Heilungskapelle und von sieben kleinen Kapellen umgeben, die jeweils eine der Sieben Schmerzen Mariens darstellen. Bei der Kirche von Sint-Joris-ten-Distel treffen weitere Aspekte des religiösen Erbes zusammen: Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist im Louis-Philippe-Stil erbaut. In der Kirche befindet sich eine polychrome Statue des heiligen Georg aus dem 15. Jahrhundert.
Sint-Joris-ten-Distel entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort, an dem traditionell um Heilung von Hautkrankheiten gebetet wird. Die Verbindung aus Wallfahrtstradition, Kirchenbau und Statue bietet einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte als die Landschafts- und Schlachtgeschichte des Beverhoutsveld.
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