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Die Cabourduinen, auch fossile Dünen von Adinkerke genannt, zählen zu den am besten erhaltenen fossilen Dünengebieten Nordwesteuropas. Dieses Naturthema steht neben Feuchtgebieten, Kirchenbau und Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Für die Reiseplanung eröffnet das unterschiedliche Schwerpunkte: Landschaften auf einem Rundweg betrachten oder sich mit der Geschichte von Kirchen, Wassergewinnung und dem Zweiten Weltkrieg befassen.

Fossile Dünen, Teiche und Feuchtgebiete

Der Rundweg „De mooiste plekjes van Adinkerke“ führt an Teichen, fossilen Dünen und offenen Landschaften vorbei. Seine Besonderheit liegt in dieser Kombination verschiedener Landschaftselemente. Wer sich für einen Naturspaziergang interessiert, findet darin einen anderen Schwerpunkt als bei einer Wanderung, die ausdrücklich ein historisches Thema verfolgt.

Zwarten Hoek verbindet eine Geschichte des Abbaus mit einer heutigen Feuchtgebietslandschaft. Der Ort war ein Sandsteinbruch; seine bis zu zehn Meter tiefen Gruben sind heute mit klarem Grund- und Regenwasser gefüllt. Das 20 Hektar große Feuchtgebiet hat einen Rundweg um die Teiche, auf dem sich regelmäßig Wasservögel beobachten lassen. Damit stehen sowohl die Entstehung der Gruben als auch die heutige Wasserlandschaft im Mittelpunkt.

Auch die Vijvers Markey entstanden durch Sandabbau. Anschließend wurden sie saniert und neu gestaltet. Zusammen mit dem früheren Steinbruch Zwarten Hoek zeigen sie zwei unterschiedliche Kapitel der Landschaftsentwicklung: hier wassergefüllte Gruben, dort Gewässer, die nach dem Abbau eine neue Gestaltung erhielten.

Kirchengeschichte in mehreren Zeitschichten

Die erste romanische Kirche der Fischer- und Bauernsiedlung, die damals Oyenkerke hieß, wurde 1120 geweiht. Die Weihe nahm der selige Jan van Waasten vor, Bischof von Terwaan im heutigen Französisch-Flandern; die Region gehörte damals zu seinem Bistum. Die heutige Sint-Audomaruskerk entstand um 1855 als neugotische Hallenkirche nach Plänen des Brügger Architekten Pierre François Buyck. Ihr ursprüngliches Kirchengebäude stammte aus dem Mittelalter.

Eine Hallenkirche ist daran zu erkennen, dass ihre Seitenschiffe ungefähr die Höhe des Mittelschiffs erreichen. Die Sint-Audomaruskerk ist die Mutterkirche der beiden anderen Pfarrkirchen von De Panne. Sie liegt charakteristisch zwischen Dünen und Poldern und blickt auf eine 900-jährige Tradition zurück. So treffen an diesem Kirchenbau eine lange religiöse Tradition und die Architektur des 19. Jahrhunderts aufeinander.

Kriegs- und Industriegeschichte

Auf der Südseite des Anwesens Cabour liegt die Feldbatterie Adinkerke, ein gut erhaltenes Teilstück des Atlantikwalls und heute ein geschütztes Denkmal. Das Museum Cabour WO II & 2/4 Lansiers vermittelt die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in der Region anhand von Objekten, Texten und Touchscreens. Hier unterscheiden sich zwei Zugänge zur Vergangenheit: ein erhaltenes bauliches Zeugnis und eine Ausstellung, die historische Inhalte mit verschiedenen Medien vermittelt.

Die erhaltenen Kerngebäude der ersten Wassergewinnungsanlage auf dem Anwesen Cabour bilden ein industriell-archäologisches Ensemble. Auch die Geschichte der Wasserversorgung lässt sich in einem Museum erkunden: Im Museum für Wassergewinnung können Besucher altes Material besichtigen und einen Einblick in die alte Pumpstation erhalten. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Besuchsmodalitäten.

Zwei Startpunkte für Wanderungen

Für die Orientierung sind zwei konkrete Starts genannt. Die Kriegswanderung „De Panne in WO1“ beginnt am Bahnhof in Adinkerke; der Wandeltipp „Adinkerke“ startet an der Groene Corridor. Wer eine Wanderung nach ihrem Thema auswählt, kann sich am Namen der Kriegswanderung orientieren. Wer den Wandeltipp nutzen möchte, hat mit der Groene Corridor einen eigenen Startpunkt. Die beiden Angaben machen die Wahl zwischen einem ausdrücklich historischen Schwerpunkt und einem allgemein benannten Wandeltipp klarer.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: De Panne.

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