Zum Inhalt

Die Mandel, Wege durch die Landschaft und markante Zeugnisse der Ortsgeschichte geben Oostrozebeke unterschiedliche Seiten. Der Fluss fließt von Roeselare kilometerlang durch den Ort in Richtung Leie. In den Mandelmeersen und nahe der Nieuwbrug sind Reste früherer Flussschlingen erhalten geblieben, die nach der letzten Begradigung zurückblieben. So begegnen Ihnen entlang des Flussraums sowohl die heutige Flusslandschaft als auch Spuren ihres früheren Verlaufs.

Zu Fuß unterwegs

Durch Oostrozebeke führen zahlreiche Wander-, Fahrrad- und Inline-Skating-Routen. Für einen kurzen Rundgang bietet sich der Weg in der Groene Long im Zentrum an: Er verläuft rund um das gesamte Gebiet, ist 735 Meter lang und mit Rindenbelag versehen. Eine andere Möglichkeit ist die Bewegungsroute „10.000 Schritte“. Sie führt über ländliche Wege, ist vollständig ausgeschildert und umfasst etwa sieben Kilometer. Die Route ist für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zugänglich.

Bei den Mandelmeersen liegt außerdem ein Wanderweg in der Umgebung der Mandel, der an das Sportzentrum angeschlossen ist. Die Platse Ring bildet einen Rundweg um das Zentrum, die „platse“. Mehrere Gehwege und Überquerungsstellen wurden dort so angepasst, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität – darunter Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer – sowie Personen mit Kinderwagen die Strecke gut bewältigen können. Die Angaben zu Länge, Wegart und Anpassungen helfen Ihnen, diese Möglichkeiten voneinander zu unterscheiden; Routendetails können aktualisiert werden.

Radstrecken und Landschaft

Die Mandeldalroute ist eine 54 Kilometer lange Fahrradroute in der Leiestreek. In Oostrozebeke führt sie durch die Mandelmeersen und über eine alte Eisenbahnböschung, die das Landschaftsbild durchschneidet. Die Route verbindet damit eine konkrete Streckenlänge mit zwei besonderen Landschaftselementen. Daneben führt eine 45 Kilometer lange Fahrradroute durch Oostrozebeke, Ingelmunster, Meulebeke, Dentergem und Wielsbeke. Bei den beiden genannten Radstrecken liegt die 45-Kilometer-Route unter der Mandeldalroute; eine Streckenlänge allein sagt jedoch nichts über die benötigte Fahrzeit aus.

Wenn Sie sich für den Flussraum interessieren, lohnt auch der Blick auf die erhaltenen Mäander in den Mandelmeersen und nahe der Nieuwbrug. Sie stammen aus der Zeit vor der letzten Begradigung der Mandel.

Kirche, Handwerk und Überlieferungen

Die heutige Sint-Amandus-Kirche erzählt von einem klar datierten Neubeginn: Die frühere Kirche brannte am 7. April 1935 vollständig ab. Für den Neubau wurde am 9. Februar 1936 der Grundstein gelegt; die Einweihung folgte am 22. Oktober desselben Jahres. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, findet hier eine Abfolge konkreter Ereignisse statt einer vagen historischen Einordnung.

Auch die Flachsverarbeitung hat Spuren hinterlassen. Zahlreiche Flachsscheunen und Röstereien erinnern an die Flachsindustrie. Die Wohnhäuser selbstständiger Flachsbauern mit angeschlossener Flachsscheune liegen parallel zur Mandel. An der Smallestokbrug erinnert eine dreieckige Kapelle an ein grausames Ereignis. In De Ginste gilt der Ort als Wiege des Seitenwagen-Motocross, verbunden mit den Pionieren Frits, Frans und Willy Verbrugghe. Dort wurde außerdem eine monumentale Skulptur aufgestellt, an der der Künstler Koen Verbrugghe mehr als 400 Stunden schweißte.

Ein weiterer Teil der lokalen Überlieferung ist das ehemalige Wohnhaus eines Bauernhofs, das bis heute als „'t Spookkasteel“ bekannt ist. Sagen verbinden den Namen mit weißen Wäscherinnen und Kobolden. Diese Geschichten geben dem historischen Ort einen anderen Akzent als die Flachsgebäude oder die Kapelle: Sie führen in die mündliche Überlieferung der Gegend.

Weitere Reiseziele entdecken: Waregem, Kuurne, Diksmuide, Alveringem, Ruiselede, Langemark-Poelkapelle, Bredene, Veurne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westflandern.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.