Waregem bietet für einen Aufenthalt verschiedene Schwerpunkte: geschützte Bau- und Erinnerungsorte, Parks und Naturflächen, deren heutige Gestalt von früheren Nutzungen erzählt. Wer sich für Kulturerbe interessiert, findet historische Bezugspunkte wie den Flanders Field American Cemetery und die Sint-Amandus en Sint-Blasiuskerk. Für Naturinteressen bieten die Oude Spoorwegberm und die Zavelput unterschiedliche Landschaften und Entstehungsgeschichten.
Parks und Wege
Der Park Baron Casier ist ein geschützter Park im englischen Landschaftsstil. Besucher können auf seinen Spazierwegen und dem Steg flanieren. Der Park ist täglich von 8:30 bis 22:00 Uhr geöffnet; vom 1. November bis zum 31. März schließt er um 19:00 Uhr. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch, da sie sich ändern können. Ein weiterer öffentlicher Park ist Ter Elst im Bahnhofsbereich von Waregem. Damit unterscheiden sich die genannten Parkmerkmale: Bei Baron Casier stehen Landschaftsstil und Spazierwege im Vordergrund, bei Ter Elst die Lage im Bahnhofsbereich.
Kulturerbe und Geschichte
Der Flanders Field American Cemetery ist der einzige amerikanische Friedhof des Ersten Weltkriegs in Belgien. In der Visitor’s Room des Friedhofs, dem Besucherzentrum, erfahren Besucher mehr über die amerikanische Beteiligung am Ersten Weltkrieg in Belgien, die Entstehung des Friedhofs und persönliche Geschichten gefallener Soldaten.
Der Turm der Sint-Amandus en Sint-Blasiuskerk ist 58 Meter hoch und seit 1858 ein geschütztes Denkmal. Bei Goed te Nieuwenhove stammen die Gebäude ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert. Die Stätte liegt an der Grenze zwischen Waregem und Deerlijk und ist heute geschütztes Kulturerbe. Auch die Geschichte der Herrschaft Nieuwenhove reicht weit zurück: Ihr historischer Bogen reicht bis ins Mittelalter.
Naturflächen mit unterschiedlicher Entstehung
Die Oude Spoorwegberm ist eine 1,5 Kilometer lange ehemalige Bahnbettung im früheren Überschwemmungsgebiet der Gaverbeek, den Mei- und Gaverbeekse meersen. Diese Landschaft ist vor allem von Weide- und Heuland geprägt. Auf der markierten Strecke durch die Oude Spoorwegberm weisen weiße Pfosten den Weg. Dort wurden bereits mehr als 100 Zug- und Brutvögel beobachtet.
Die Zavelput hat eine andere Entstehung: Sie ist keine natürliche Teichanlage, sondern eine ehemalige Sandgrube. Nach dem Abbau füllte sie sich mit Wasser; dadurch entstand ein artenreiches Ökosystem. Heute wird das Gebiet als Naturgebiet bewirtschaftet. Die Zavelput zieht außerdem Vögel an, die der Leie während ihres Winter- und Sommerzugs folgen. So unterscheiden sich auch die Naturthemen: Bei der Oude Spoorwegberm prägen die frühere Bahnbettung und die Überschwemmungslandschaft den Charakter, bei der Zavelput die Sandgrube und die mit Wasser entstandene Naturfläche.
Kunst und Pferdesport
Das Streetartprojekt Tour Elentrik gestaltet 20 Stromkästen mit Kunst. Je fünf Kästen verteilen sich auf Beveren-Leie, Desselgem, Sint-Eloois-Vijve und das Zentrum von Waregem. Die Aufteilung macht sichtbar, dass das Projekt mehrere Ortsteile und Gebiete einbezieht.
Das Gaverbeekhippodroom setzt einen weiteren Akzent: Es ist eine 17 Hektar große Rennbahn mit unter anderem Stallungen, einer Allwetterbahn und einer Wasserfläche. Damit stehen in Waregem unterschiedliche Themen nebeneinander – vom geschützten Kulturerbe und der Geschichte des Ersten Weltkriegs bis zu Natur, Streetart und einer großflächigen Rennbahnanlage.
Weitere Reiseziele entdecken: Kuurne, Oudenburg, Anzegem, Moorslede, Bredene, Zwevegem, Jabbeke, Loppem.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westflandern.