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Staden vereint unterschiedliche kulturhistorische und landschaftliche Bezugspunkte: ein Denkmal aus originalen Bahnschwellen, Kirchen- und Kriegsgedenken, militärische Betonkonstruktionen sowie Routen durch die Gegend. Wer einen Aufenthalt plant, kann die Themen einzeln betrachten und den eigenen Schwerpunkt zwischen Geschichte und Landschaft setzen.

Kulturgeschichte und Erinnerung

Beim Monument „Track to Infinity“ stammen die verwendeten originalen Eisenbahnschwellen von der Bahnlinie 63. Über diese Linie wurden verwundete Soldaten zu Basishospitälern in Frankreich evakuiert. Material und historische Funktion der Bahnlinie sind hier unmittelbar miteinander verbunden.

Die Kirche Sint-Jan-Baptist wurde von 1920 bis 1922 im regionalen Backsteingotikstil wiederaufgebaut. Südlich der Kirche befindet sich ein Kriegsdenkmal aus dem Jahr 1953. Es erinnert an die militärischen und zivilen Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Die beiden Zeitangaben stehen für unterschiedliche Bezüge: die Wiederaufbauphase der Kirche und das Jahr des Denkmals, dessen Gedenken beide Weltkriege umfasst.

Am Marktplaats gibt es seit 1980 das Heimatmuseum „Het Gebied van Staden“. Es ergänzt die historischen Bezugspunkte um ein Museum, das seit diesem Jahr Teil des Ortsbildes ist.

Militärische Bauwerke und ihre Lage

Der „Duitse bunker Houthulstbos“ ist ein geschütztes Denkmal aus dem Ersten Weltkrieg auf dem Gebiet von Staden, nahe der Gemeindegrenze zu Houthulst. Seine Lage lässt sich über zwei Bezugspunkte einordnen: Er liegt nordöstlich des Houthulstbos und westlich der Vrijbosstraat.

Die beiden militärischen Posten bei Moortelbak und auf dem Parnassusberg unterscheiden sich durch ihre Einbindung in die Umgebung. Der „Ingebouwde Duitse militaire post Moortelbalk“ ist eine teilweise unterirdische Betonkonstruktion, die als Keller einer Villa an der Houthulststraat 11 eingebaut wurde. Sie liegt westlich des Zentrums von Staden, am östlichen Fuß der Anhöhe bei Stampkot im Weiler Moortelbak. Der „Duitse militaire post Parnassusberg“ ist ebenfalls teilweise unterirdisch, befindet sich aber in einem Garten an der Walstraat 18. Er liegt unmittelbar östlich hinter dem Gipfel des Parnassusbergs, an der Ostflanke des Westflämischen Hügelrückens. So unterscheiden sich die beschriebenen Bauwerke sowohl in ihrer baulichen Einbindung als auch in ihrer Lage.

Höhenzug und Wege

Der Stadenberg ist mit 45 Metern der höchste Punkt von Staden und gehört zum Höhenzug „Rug van Westrozebeke“. Diese knappe Höhenangabe verortet den Ort zugleich in einem benannten Landschaftszusammenhang.

Auch die Routen haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die Vrijbosroute führt durch Hooglede, Staden, Houthulst und Kortemark. Die Nestkastwandeling verläuft über bestehende Fuß- und Radwege zu bekannten und weniger bekannten grünen Orten. Bei der ersten Route ist der Verlauf durch vier Gemeinden prägend; bei der zweiten stehen Wegarten und grüne Orte im Mittelpunkt. Das bietet eine konkrete Orientierung bei der Wahl zwischen einem über Gemeinden beschriebenen Verlauf und einer Route mit Bezug zu bestehenden Wegen und grünen Zielen.

Weitere Reiseziele entdecken: Westrozebeke, Izegem, Menen, Moorslede, Beernem, Gistel, Ichtegem, Pittem.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Westflandern.

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