Die Anreise nach Ilha De Boipeba erfolgt ausschließlich auf dem See- oder Flussweg. Automobile verkehren nicht auf der Insel; die Wege innerhalb der Insel werden zu Fuß oder mit Traktoren zurückgelegt. Wenn Sie eine Unterkunft auswählen, beziehen Sie deshalb sowohl die wassergebundene Anreise als auch die Fortbewegung vor Ort in Ihre Planung ein. Für Ausflüge stehen Strände, Waldwege, geschützte Landschaften und kulturelle Stationen im Mittelpunkt.
Schutzgebiet und Landschaft
Ilha De Boipeba gehört zur Área de Proteção Ambiental (APA) der Ilhas de Tinharé e Boipeba. Zu diesem Schutzgebiet zählen Ästuare, Mangroven, Korallenriffe, Restinga, Feuchtgebiete und Überreste der Mata Atlântica mit zugehöriger Fauna. Auf Boipeba befindet sich außerdem das größte Fragment bewaldeter Restinga im Baixo Sul. Die Landschaft lässt sich auch zu Fuß erkunden: Entlang der rund 20 Kilometer Küste gibt es kurze und lange Wanderungen an den Stränden sowie auf Wald- und Kokospalmenwegen.
Wege und Küstenorte
Zwei Wegbeschreibungen zeigen unterschiedliche Umgebungen. Von Praia do Outeiro führt ein Waldweg durch die Mata Atlântica in Richtung Praia de Tassimirim. Ein weiterer Weg verläuft durch eine Fazenda von Moreré nach Praia de Bainema. Unterwegs liegen Guaiamum-Löcher; außerdem begleiten Vogelstimmen und blühende Vegetation den Weg. Wer die beiden Optionen vergleicht, findet damit einerseits einen Weg durch den Atlantischen Wald und andererseits eine Route über eine Fazenda mit den genannten Naturmerkmalen.
Praia de Tassimirim ist über einen natürlichen Tunnel erreichbar, der sich zu einem kleinen Strand mit warmen Wasserbecken öffnet. Mandelbäume und hohe Kokospalmen umgeben die Becken. An der Praia da Cueira gehört ein gut erhaltener Kokospalmenhain innerhalb einer Fazenda zum Landschaftsbild. Ein Tourismusbericht aus dem Jahr 2016 führte dort die „lagosta do Guido“ als Kostprobe auf, eine Spezialität, die Touristen zu den besten der Region zählten.
Riffe und Erlebnisse im Wasser
Bei Praia de Moreré bilden sich an Korallenriffen bei Ebbe natürliche Becken mit vielfältiger Fischwelt. Die vorgelagerten Becken sind vom Strand aus mit kleinen Booten erreichbar und eignen sich zum Tauchen. Tauchgänge an der Praia de Moreré können außerdem vom Strand oder vom Boot aus stattfinden. So lassen sich die besonderen Bedingungen der Ebbe von der Frage unterscheiden, wie ein Tauchgang beginnt: Für die vorgelagerten Becken sind kleine Boote beschrieben, während Tauchgänge grundsätzlich vom Strand oder vom Boot aus möglich sind.
Kirchen, Feste und Kultur
Die Igreja do Divino Espírito Santo de Velha Boipeba ist ein bedeutendes architektonisches und kulturelles Denkmal. Jesuiten errichteten sie um 1610; im 19. Jahrhundert wurde sie erweitert. Auch die Kirche des Schutzpatrons von Boipeba wurde durch einen Erlass unter Denkmalschutz gestellt. Damit sollen ihr kulturelles und architektonisches Erbe sowie ihr ideeller Wert für die Bevölkerung von Cairu bewahrt werden.
Die Festa de Iemanjá findet am 2. Februar statt und wird seit 1987 von der Familie Magalhães Meneses organisiert. Ihre Entstehung geht auf die Verehrung durch Dona Neide Magalhães zurück. Bei der maritimen Prozession führen geschmückte Boote Blumen und andere Gaben für Iemanjá mit. In der Tradition der Festa do Divino Espírito Santo de Boipeba ist der Termin sieben Wochen beziehungsweise 50 Tage nach Ostern angesetzt. Zu den traditionellen Elementen zählen die Divino-Fahne, die Reinigung der Kirche, eine Novene, Prozessionen und eine Festmesse.
Zu den kulturellen Stationen für Besucher zählen das Museu do Osso und die Casa da Cultura Boipeba. Der Gründer und Verwalter des Museu do Osso, „Mister Cabeludo“, begann bereits im Alter von zehn Jahren, Knochen verschiedener Meerestiere zu sammeln. Auch die Casa da Cultura Boipeba ist eine kulturelle Station für Besucher.
Weitere Reiseziele entdecken: Acaraí, Olivença, Prado, Maraú, Entre Rios, Mangue Seco, Serrinha, Barra Do Riacho.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bahia.