Brasilien zählt 26 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragene Stätten. Die Beispiele reichen von Wasserfällen und Dünenlandschaften über archäologische Fundstätten bis zu markanter Stadtplanung und historischen Küstenorten. Für Ihre Planung lohnt es sich, zuerst zu entscheiden, welcher dieser Schwerpunkte Ihre Reise prägen soll.
Wasserfälle, Dünen und Tierwelt
Im Nationalpark Iguaçu erstreckt sich das Wasserfallsystem über fast drei Kilometer; die vertikalen Fallhöhen erreichen bis zu 80 Meter. Auch die artenreiche Tierwelt prägt das Naturerbe des Parks. Zu den gefährdeten und besonders schutzbedürftigen Arten zählen Jaguare, Riesenotter und Riesenameisenbären.
Im Nationalpark Lençóis Maranhenses prägt ein weißes Küstendünenfeld mit temporären und permanenten Lagunen die Landschaft. Es umfasst mehr als die Hälfte des Nationalparks. Für die Orientierung: Die nächstgelegenen Flughäfen sind São Luís und Parnaíba; die wichtigsten Zugangsstädte sind Barreirinhas und Santo Amaro do Maranhão. Transportverbindungen können sich ändern, prüfen Sie daher die Verbindungen vor Ihrer Reise. Der Nationalpark ist außerdem Teil der Rota das Emoções, einer touristischen Route, die bedeutende Reiseziele an den Küsten von Ceará, Piauí und Maranhão verbindet.
Stadtplanung und Kulturlandschaften
Brasilia zeigt ein prägendes Beispiel modernistischer Stadtplanung des 20. Jahrhunderts. Die Stadt wurde entlang einer monumentalen Ost-West-Achse und einer gekrümmten Nord-Süd-Achse angelegt. Besonders sichtbar wird das städtebauliche Konzept am Praça dos Três Poderes und an der Esplanada dos Ministérios.
Die UNESCO-Kulturlandschaft von Rio de Janeiro reicht von den höchsten Punkten der Berge des Tijuca-Nationalparks bis zum Meer. Zu ihr gehören der Corcovado mit seiner bekannten Christusstatue und der Botanische Garten, der 1808 gegründet wurde. Diese Verbindung von Bergen, Stadt und Meer setzt einen anderen Akzent als die klar geplante Achsenstruktur Brasílias.
Das Welterbegebiet Paraty and Ilha Grande – Culture and Biodiversity umfasst die historische Altstadt von Paraty, vier geschützte brasilianische Atlantikwaldgebiete und einen Teil der Serra da Bocaina. Paratys Altstadt zählt zu den am besten erhaltenen Küstenstädten Brasiliens. Ein Teil des Caminho do Ouro liegt innerhalb der Grenzen des Serra-da-Bocaina-Nationalparks und bietet einen weiteren historischen Bezugspunkt.
Indigene Kultur und Wanderwege
Der Nationalpark und die historische Stätte Monte Pascoal umfassen den ersten von portugiesischen Seefahrern gesichteten Landesteil Brasiliens. Besucher können dort an indigenen Kulturveranstaltungen teilnehmen und indigene Küche verkosten. Für den Zugang zu den Wanderwegen des Nationalparks und der historischen Stätte Monte Pascoal muss ein indigener Besuchsführer beauftragt werden. Die Beauftragung ist vorab mit Terminvereinbarung oder direkt am Eingang möglich.
Die Trilha Subida ao Monte Pascoal ist insgesamt 3.400 Meter lang; für Hin- und Rückweg sind etwa 2 Stunden und 30 Minuten Gehzeit angegeben. Die Trilha do Jequitibá führt durch üppigen Atlantischen Regenwald. Die Trilha do Poço Sagrado führt zum Txãg'rú Mirawê, einem kleinen Becken, das zu den Quellen des Rio Corumbau gehört.
Wege und regionale Erzeugnisse
Der Abschnitt Caminhos da Ibiapaba beginnt am Besucherzentrum des Nationalparks Ubajara. Über die Trilha Cara Suja führt er zu Aussichtspunkten und Quellen und weiter zur Cachoeira da Pinguruta. In der Region der traditionellen Mühlen können Besucher anschließend die handwerkliche Herstellung von Cachaça und Zuckerrohrerzeugnissen wie Rapadura, Tijolim und Batidas erleben. Auch Anbau und handwerkliche Herstellung von Schattenkaffee gehören zu den beschriebenen Erlebnissen. Die beteiligten ländlichen Betriebe können sich ändern; prüfen Sie vorab, welche Stationen ein Besuch umfasst.
Weitere Reiseziele entdecken: Canguaretama, Majorlândia, Santa Catarina, São Paulo, Bahia, Alagoas, Ceará, Rio Grande Do Sul, Paraná, Rio De Janeiro, Mato Grosso Do Sul, Espírito Santo, Minas Gerais, Mato Grosso, Distrito Federal Do Brasil, Rondônia, Rio Grande Do Norte, Amazonas, Maranhão, Pernambuco, Acre, Sergipe, Paraiba, Tocantins, Goias, Pará, Amapá, Piauí, Roraima