Mato Grosso bietet unterschiedliche Schwerpunkte: die Landschaften des Pantanal, Wege und Wasserfälle der Chapada dos Guimarães sowie kulturhistorische Orte. Wenn Sie ein Hotel suchen, legen Sie zunächst fest, welche Ziele Ihren Aufenthalt bestimmen sollen.
Pantanal: Routen, Schutzgebiete und Beobachtungen
Die Estrada-Parque Transpantaneira verbindet Poconé mit Porto Jofre und zählt zu den wichtigsten touristischen Korridoren des Pantanal von Mato Grosso. Sie ist rund 145 Kilometer lang und hat 125 Brücken. Die genannten Endpunkte und die Streckenlänge geben eine konkrete Orientierung für diesen regionalen Schwerpunkt.
Zwischen Poconé und Barão de Melgaço schützt der Parque Estadual Encontro das Águas rund 109.000 Hektar Biodiversität. Das Gebiet zählt zu den wichtigsten Regionen des Pantanal für Jaguarbeobachtungen und bietet günstige Bedingungen zur Vogelbeobachtung. Die RPPN Sesc Pantanal bewahrt in Barão de Melgaço rund 108.000 Hektar zwischen den Flüssen Cuiabá und São Lourenço. Beide Gebiete stehen für Schutzlandschaften, ihre Beschreibungen setzen jedoch unterschiedliche Akzente: hier die genannten Tierbeobachtungen, dort die Lage zwischen zwei Flüssen.
Der Zugang zum Hauptsitz des Parque Nacional do Pantanal Matogrossense erfolgt über den Fluss. Von Porto Jofre am Ende der Transpantaneira in Poconé führt die Fahrt 150 Kilometer flussabwärts auf dem Rio Cuiabá. Zu den Attraktionen des Nationalparks gehören Vogelrast- und Schlafplätze in der Baía do Burro sowie die Beobachtung von Wildtieren vom Boot aus. Besuche sind nur ausnahmsweise und nach vorheriger Genehmigung möglich.
Chapada dos Guimarães: Wege, Wasserfälle und Aussicht
Im weiteren regionalen Umfeld bietet der Nationalpark Chapada dos Guimarães verschiedene Besucherbereiche, für die eigene Öffnungszeiten und Regelungen gelten. Der Park ist täglich geöffnet, ausgenommen am 24. und 25. Dezember sowie am 31. Dezember und 1. Januar. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Angaben für den jeweiligen Bereich. Der Hauptzugang führt über die MT-251, die Cuiabá und Chapada dos Guimarães verbindet.
Der Zugang zum Nationalpark mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist auf den Besucherbereich Véu de Noiva beschränkt. Vans verkehren im Abstand von 1,5 Stunden zwischen den Busbahnhöfen von Cuiabá und Chapada dos Guimarães hin und zurück. Da sich Transportarrangements ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor der Fahrt. Beim Aussichtspunkt der Cachoeira Véu de Noiva ist der Weg selbstgeführt und als leicht eingestuft: Er ist etwa 620 Meter je Strecke lang, insgesamt also rund 1,2 Kilometer für Hin- und Rückweg.
Wer Wasserfälle und Badeplätze in den Mittelpunkt stellt, findet im Circuito das Cachoeiras eine weitere Möglichkeit: Der Weg führt entlang des Córrego Independência zu vier Wasserfällen und einem Naturbecken, in denen Baden erlaubt ist. Cachoeirinha und Cachoeira dos Namorados sind ebenfalls besuchbare Attraktionen; an einem der beiden Wasserfälle ist Baden möglich. Die Ziele unterscheiden sich damit auch darin, welche Badeoptionen ausdrücklich beschrieben sind.
Für Aussichtspunkte und markante Felsformen stehen andere Orte im Vordergrund. Der Morro de São Jerônimo ist mit 850 Metern einer der höchsten Punkte des Nationalparks und bietet einen Panoramablick. Die Cidade de Pedra liegt am Rand des Planalto dos Guimarães; von dort bieten sich Ausblicke auf Sandsteinwände, ruiniforme Reliefformen und Veredas. Am Kilometer 43 der MT-251 liegt der Mirante do km 43, auch Belvedere genannt, ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Felswände der Chapada dos Guimarães. Im Vale do Rio Claro sind Flussbaden und der Zugang zur Crista do Galo möglich; die Crista do Galo ist ein Zeugenberg, der durch den Rückzug der Escarpa do Planalto dos Guimarães entstand.
Geschichte und kulturelle Orte
Auch die Geschichte lässt sich an konkreten Orten ablesen. Die Igreja de Santana do Sacramento in Chapada dos Guimarães war 1957 das erste Objekt in Mato Grosso, das vom IPHAN unter Denkmalschutz gestellt wurde. Vila Bela da Santíssima Trindade war die erste Hauptstadt von Mato Grosso. Der Rio Guaporé durchquert die Stadt; im Hintergrund sind die Berge des Parque Estadual Serra Ricardo Franco zu sehen.
Im Stadtgebiet von Vila Bela befinden sich die Ruínas da Antiga Igreja Matriz, deren Bau 1771 begann, sowie der Palácio dos Capitães Generais aus dem Jahr 1752. Diese historischen Angaben machen Vila Bela zu einem anderen Reise-Schwerpunkt als die Naturgebiete. Im weiteren regionalen Umfeld bewahrt in Cuiabá ein 20 Meter hoher Marmorobelisk den ursprünglichen Markierungspunkt des Marco do Centro Geodésico da América do Sul.
In Campo Novo do Parecis gehören sieben indigene Dörfer an kristallklaren Flussufern zu einer touristischen Route, die Einblicke in indigene Kultur und Natur bietet. Die konkreten Zugangsmöglichkeiten können je nach Dorf variieren. Ökologische Wanderwege führen dort zu Wasserfällen, Aussichtspunkten und Höhlen; auch Vogelbeobachtung wird angeboten.
Maria Isabel, ein Gericht aus Trockenfleisch und Reis, wurde 2011 als typisches Symbol von Mato Grosso registriert. Damit ergänzt ein klar benannter kulinarischer Bezug die Natur- und Geschichtsthemen der Reiseplanung.
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