Diamantina verbindet ein historisches Zentrum, dessen Straßen dem steilen Gelände folgen, mit einer engen Beziehung zwischen gebautem Erbe und geschützter Natur. Museen und historische Orte eröffnen weitere Perspektiven auf die Stadt. Diamantina ist besonders interessant, wenn Sie Architektur, Bergbaugeschichte und Landschaft zusammen betrachten möchten.
Das historische Zentrum: Topografie und Barock
Das Historische Zentrum von Diamantina erhebt sich 150 m an der Seite eines steilen Tals. Seine gewundenen und unebenen Straßen folgen der natürlichen Topografie. Auch die barocke Architektur ist durch Holzkonstruktionen und geometrische Details geprägt. Regelmäßig angeordnete Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, farbige Fassaden und graue Pflasterstraßen ergänzen das Bild. So stehen geordnete Hausreihen neben einem Straßenverlauf, der sich dem Gelände anpasst.
Die Cristais Mountains sind als Naturgut geschützt und gelten als untrennbarer Bestandteil der historischen Stätte von Diamantina. Die vorläufige Unterschutzstellung wurde am 14. Dezember 2000, die dauerhafte am 19. November 2010 genehmigt. Damit prägen nicht nur Häuser und Straßen, sondern auch die geschützten Berge den Charakter der historischen Stätte.
Museum und Stadtgeschichte
Das 1954 gegründete Museu do Diamante bewahrt und vermittelt die Geschichte Diamantinas, des früheren Arraial do Tijuco, sowie die prägenden Entwicklungen der Stadt, insbesondere den Gold- und Diamantenbergbau. Wenn Sie sich für diese Geschichte interessieren, bietet das Museum einen konkreten Zugang zu den Themen, die den Ort geprägt haben.
Die Sammlung und das Team des Museums sind vorübergehend in der Casa da Chica da Silva untergebracht. Dort finden institutionelle, Bildungs- und Kulturaktivitäten des Museums sowie eine Dauerausstellung statt, bis der historische Sitz restauriert ist. Da sich die vorübergehende Unterbringung ändern kann, prüfen Sie vor der Reise den Standort und die Besuchsmöglichkeiten.
Die Casa da Chica da Silva hat zugleich ihre eigene Geschichte: Von 1763 bis 1771 war sie der Wohnsitz von Chica da Silva. Eine Gemäldesammlung im Haus stellt sie dar. So treffen an diesem Ort die Geschichte der früheren Bewohnerin und die gegenwärtige vorübergehende Unterbringung des Museums aufeinander.
Erinnerungsorte und Eisenbahngeschichte
Im Mercado Velho befindet sich das Memorial do Tropeiro e do Ferreiro, eine touristische Sehenswürdigkeit. Bestätigen Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten am besten vor Ort. Eine andere Facette der Ortsgeschichte zeigt die Trilha Verde da Maria Fumaça: Sie verläuft auf dem ehemaligen Eisenbahnzweig, der Corinto mit Diamantina verband. Die Strecke wurde 1909 angelegt, 1914 eröffnet und 1973 vollständig stillgelegt.
Landschaft und Architektur im näheren Umfeld
Auch außerhalb des historischen Zentrums unterscheiden sich die nahe gelegenen Ziele deutlich nach ihren Themen. Die Gruta do Salitre liegt 9 km von Diamantina entfernt. Zu ihren Merkmalen zählen quarzitische Felsformationen, eine archäologische Fundstätte und bis zu 80 m hohe Felswände. Der Parque Estadual do Biribiri liegt 15 km von Diamantina entfernt und bietet mehrere Wasserfälle sowie zahlreiche Felsinschriften.
Ebenfalls 15 km von Diamantina entfernt liegt die Vila de Biribiri. Ihre erhaltene Kirche und die Wohnhäuser der Fabrikarbeiter bilden ein vom IEPHA anerkanntes architektonisches Ensemble. Im Vergleich stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Felsformationen und Archäologie an der Gruta do Salitre, Wasserfälle und Felsinschriften im Parque Estadual do Biribiri oder das bauliche Ensemble der Vila. So können Sie für Ihre Reise die Landschafts- und Kulturthemen auswählen, die Sie besonders interessieren.
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