Karbonatgestein, Höhlen und Fledermauskolonien prägen den Parque Estadual do Sumidouro; die Uferpromenade der Lagoa Central dient der Freizeitgestaltung, dem Radfahren, dem Spazierengehen und dem Sport. Wenn Sie Hotels in Lagoa Santa suchen, überlegen Sie zunächst, ob Karst und Höhlen, Wege im Freien, Seeufer oder Kultur den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden sollen.
Karstlandschaft und Schutzgebiet
Der Parque Estadual do Sumidouro ist eine Einheit des integralen Schutzes in den Gemeinden Lagoa Santa und Pedro Leopoldo. Das 2.004 Hektar große Gebiet wurde durch das staatliche Dekret Nr. 20.375 vom 3. Januar 1980 geschaffen und durch das Gesetz Nr. 19.998 vom 29. Dezember 2011 festgelegt. Es dient dem Schutz der Umwelt und des kulturellen Erbes sowie Forschung, Umweltbildung und Tourismus. Zur Landschaft gehören Karbonatgestein, Quellen und Schwinden – Stellen, an denen Wasser austritt oder im Untergrund verschwindet – sowie Höhlen mit zahlreichen Tropfsteinformationen. Zur Höhlenfauna zählen zahlreiche Fledermauskolonien; die vielfältige Vegetation umfasst Arten des Cerrado und der Atlantischen Regenwaldzone.
Gruta da Lapinha: Höhle und Karst
Die Gruta da Lapinha liegt innerhalb des Parque Estadual do Sumidouro und zugleich innerhalb der APA-Carste de Lagoa Santa. Die Höhle ist 511 Meter lang und 40 Meter tief. Bei einem Besuch können Sie Tropfsteinformationen und Prozesse der Entstehung der Karstlandschaft betrachten. So stehen konkrete Gesteinsformen und die Entstehung der Karstlandschaft gemeinsam im Blick.
Wege, Felsen und Seeufer
Der Park bietet den Circuito Lapinha, die Trilha da Travessia und die Trilha do Sumidouro sowie drei Klettermöglichkeiten an den Felsmassiven der Lapinha. Die Klettermöglichkeiten weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf. An der Lagoa Central dient die Uferpromenade auf einer Länge von 6.300 Metern der Freizeitgestaltung, dem Radfahren, Spazierengehen und Sport. Damit stehen benannte Wege und Kletteroptionen im Schutzgebiet neben den Freizeitmöglichkeiten am Ufer.
Kapellen, Congado und Geschichte
Innerhalb der Fazenda Fidalgo befindet sich die 1745 errichtete Capela de Sant’ana, die von der Stadt als materielles Kulturerbe unter Schutz gestellt wurde. Die Capela do Rosário entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts und weist typische architektonische Merkmale von Kapellen des 18. Jahrhunderts auf: Bauzeit und architektonische Einordnung verweisen hier auf unterschiedliche Jahrhunderte. Das Santuário Arquidiocesano Nossa Senhora da Saúde ist ein Wahrzeichen in der Geschichte Lagoa Santas. Auch Congado gehört zu den kulturellen Manifestationen der Stadt. In der Region der Fazenda Fidalgo markiert ein Kreuz die Stelle, an der Dom Rodrigo bestattet wurde; zugleich gilt es als historisches Zeichen der Bandeira de Fernão Dias.
Lokale Herstellung in Lapinha
Der touristische Rundweg Rota das Doceiras erfasst die Häuser mehrerer lokaler Produzenten in der Region Lapinha. Dort können Besucher die Herstellung von Süßigkeiten, Quitandas und Kunsthandwerk kennenlernen. An der Uferpromenade der Lagoa Central bietet ein Markt vielfältige Gastronomie und handgefertigte Produkte; das konkrete Angebot kann variieren. So ergänzen lokale Herstellung und Marktbesuch die Natur- und Kulturthemen der Stadt um einen Einblick in regionale Erzeugnisse.
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