Zwei Seen, Aussichtspunkte und ein Spazierweg stehen im Parque das Águas Jacob Simião neben historischen Stätten, Naturschutz und regionaler Kultur: Piraquara verbindet verschiedene Schwerpunkte, ohne dass daraus ein festes Ausflugsprogramm werden muss. Für die Wahl Ihres Aufenthalts können Sie sich daran orientieren, ob Sie eher Wasserlandschaften und Wege, Eisenbahngeschichte oder Kulinarik in den Mittelpunkt stellen möchten.
Wasserlandschaften und Naturerlebnisse
Der Parque das Águas Jacob Simião verfügt über zwei Seen, einen Spazierweg und Aussichtspunkte mit Panoramablick. Wer sich für Wasser und Umweltbildung interessiert, findet im Centro de Educação Ambiental Mananciais da Serra einen passenden thematischen Schwerpunkt: Das Zentrum fördert Umweltbildung und den Schutz der Wasserressourcen. Zum Besucherangebot gehört dort auch die Trilha do Cayuguava.
Für geführte Besuche im Centro de Educação Ambiental Mananciais da Serra können Sie eine Ausstellung über die Barragem Piraquara I, ein Modell der Mananciais da Serra und den Zugang zum Mirante das Águas vereinbaren. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick auf die Serra do Mar und den Staudamm. Da es sich um Besuche handelt, die vereinbart werden können, empfiehlt es sich, die Organisation vorab zu klären. Das Zentrum und der Reservatório do Carvalho eignen sich außerdem für Spaziergänge, Fahrradausflüge und Picknicks; die Bedingungen vor Ort können variieren.
Im Reservatório do Carvalho lässt sich das erste öffentliche Wasserversorgungssystem von Paraná besichtigen, das 1908 eingeweiht wurde. Das Observatório Ornitológico Nascentes do Iguaçu setzt einen anderen Akzent: Das private Naturschutzgebiet dient dem Schutz der lokalen Biodiversität und der Wasserressourcen. Eine Citizen-Science-Aktivität zur Vogelbeobachtung ist über die Plattform eBird Teil des Angebots.
Eisenbahngeschichte und historische Orte
Das Centro de Memória Ferroviária de Piraquara bewahrt das Eisenbahnerbe der Stadt; seine Sammlung umfasst etwa 193 Objekte. Auch der Túnel do Roça Nova erzählt von der Eisenbahn: Der 452 Meter lange Tunnel gehört zur Strecke zwischen Curitiba und Paranaguá und liegt in Piraquara. Die heutige Igreja Matriz do Senhor Bom Jesus dos Passos im historischen Zentrum wurde 1921 eingeweiht. Zusammen geben diese Orte Einblicke in unterschiedliche Kapitel der lokalen Geschichte, von der Eisenbahn bis zu den historischen Bauwerken.
Wer Geschichte mit einem kulinarischen Schwerpunkt verbinden möchte, findet in der Colônia Imperial Santa Maria do Novo Tirol da Boca da Serra trentino-tirolerische Bräuche, Küche und Architektur. Die Kolonie unterstützt außerdem den Agrotourismus. Bei der Cave Colinas de Pedra gehört eine Schaumweinverkostung in einem historischen Tunnel zum Angebot. Ihr Restaurant befindet sich in der ehemaligen Station Roça Nova und serviert Gerichte, die mit Schaumweinen harmonieren.
Wege, Radfahren und Veranstaltungen
Für Radfahrende wurden die Ciclorrotas Nascentes do Iguaçu 2019 durch eine Partnerschaft von Piraquara, Pinhais und Quatro Barras geschaffen. Die thematischen Routen sollten Radfahrenden mehr Infrastruktur bieten. Beim Wandern ist die Einordnung des Parque Estadual Pico do Marumbi wichtig: Der Park umfasst auch Piraquara, ist also nicht ausschließlich ein örtliches Schutzgebiet. Das Marumbi-Massiv bietet steile, historische und artenreiche Wege, die von Abenteurern und Bergsteigern genutzt werden.
Der Parque Trentino ist Austragungsort städtischer Veranstaltungen, darunter die Festa de Aniversário de Piraquara, die Festa do Carneiro no Rolete und die Festa Trentina. Termine und Programm können variieren; prüfen Sie daher vor der Reise, ob eine Veranstaltung in Ihren Aufenthalt fällt. So lassen sich die möglichen Schwerpunkte Piraquaras gezielt abwägen: Natur- und Wassererlebnisse, Kulturerbe, Radfahren oder ein Besuch rund um regionale Küche und Veranstaltungen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Piraquara.