Paraíba Do Sul lässt sich über Quellen, Aussichtspunkte und Ortsgeschichte kennenlernen. Plätze, Kulturorte und Eisenbahnbauwerke führen zu verschiedenen historischen und kulturellen Themen.
Quellen, Aussicht und Wasserlauf
Im Parque Salutaris befinden sich Quellen mit alkalischem, magnesiumhaltigem und eisenhaltigem Wasser.
Eine andere Naturperspektive eröffnet die Pedra da Tocaia: Sie ist der höchste Punkt der Stadt und bietet einen Blick auf Paraíba Do Sul. Der Zugang erfolgt ausschließlich über Wege durch dicht bewaldete Abschnitte; die Attraktion wird erfahrenen Besuchern empfohlen.
Die Cachoeira Agronômica liegt am Ribeirão do Lucas, einem rechtsseitigen Nebenfluss des Rio Paraíba do Sul, etwa einen Kilometer flussaufwärts vom Stadtzentrum. Für Ihre Naturplanung unterscheiden sich die beiden Ziele deutlich: Bei der Tocaia stehen Aussicht und der Zugang durch dichten Wald im Mittelpunkt; bei der Cachoeira Agronômica ordnen Nebenfluss und ungefähre Lage flussaufwärts den Ort ein.
Platz und Ortsgeschichte
Der Jardim Velho, auch São João Marcos genannt, ist ein großer Platz mit zahlreichen Kaiserpalmen, die seit 1868 in Form eines Malteserkreuzes angeordnet sind. Am Jardim Velho beziehungsweise São João Marcos am Ufer des Rio Paraíba do Sul entstand der erste Siedlungskern der Gemeinde. Die Palmenanordnung prägt den Platz; der Bezug zum Flussufer verbindet Jardim Velho zugleich mit der frühen Siedlungsgeschichte.
Kultur und Handwerk
Im Teatro Mariano Aranha spielte Ari Barroso das Lied Aquarela do Brasil erstmals öffentlich. Heute ist dort die Fundação Cultural untergebracht. So treffen an einem Ort Musikgeschichte und eine heutige kulturelle Funktion aufeinander.
Im ehemaligen Bahnhof ist heute das Centro Cultural Maria de Lourdes Tavares untergebracht. Dort können Besucher Arbeiten lokaler Kunsthandwerker kennenlernen, insbesondere die Stickereien von Paraíba Do Sul. Die beiden Kulturorte setzen unterschiedliche Akzente: Das Teatro verbindet eine historische Musikaufführung mit der heutigen Fundação Cultural, das Centro bietet Einblicke in lokales Kunsthandwerk.
Eisenbahngeschichte
Der Bahnhof von Paraíba Do Sul wurde 1867 in Anwesenheit von Kaiser Pedro II. eingeweiht. Die Ponte Leopoldo Teixeira Leite wurde 1898 vom Ingenieur Paulo de Frontin für den Eisenbahnverkehr gebaut. Sie ist auch als Ponte Preta bekannt und verbindet die Stadtteile Ponte Preta und Jatobá. Die ehemalige Bahnstrecke der Estrada Real ist heute stillgelegt.
Weitere Ziele in der Gemeinde
Im Distrikt Inconfidência, auch Sebollas genannt, befindet sich in der zugehörigen Gemeinde das Santuário Jubilar Bom Jesus de Matosinhos. Es empfängt Pilger; Wallfahrten müssen insbesondere wegen der Gottesdienstzeiten und anderer seelsorgerischer Angebote vorher vereinbart werden. Im selben Distrikt liegt das Museu Histórico de Tiradentes. Es erhielt einen Teil der sterblichen Überreste von Tiradentes sowie persönliche Gegenstände des Märtyrers der Inconfidência. Die beiden Ziele unterscheiden sich auch in der Planung: Für Wallfahrten ist eine vorherige Vereinbarung nötig, das Museum hat einen historischen Bezug zu Tiradentes.
Handwerkliche Süßigkeiten
Als kulinarischen Akzent können Sie in Paraíba Do Sul handwerklich hergestellte Süßigkeiten probieren. Sie ergänzen die landschaftlichen und kulturellen Themen um einen lokalen Geschmack.
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