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Der Molhe Leste steht in São José do Norte zugleich für Küstennutzung und Wildtierschutz. Dazu kommen die Barra, Strände mit unterschiedlichen Natur- und Wassersportthemen sowie ein historisches Zentrum mit Bauwerken aus mehreren Jahrhunderten. So können Sie die Ortswahl danach ausrichten, ob Küste und Natur oder historische Gebäude und Ereignisse Ihren Aufenthalt prägen sollen.

Molhe Leste, Barra und Küste

Die Molhes da Barra teilen sich in den Molhe Leste in São José do Norte und den Molhe Oeste in Rio Grande. Der Molhe Leste ist 4,2 Kilometer lang und dient als Angelplatz. Das Refúgio de Vida Silvestre do Molhe Leste schützt Seelöwen und Pelzrobben. Außerdem ist der Molhe Leste ein kommunales Wildtierschutzgebiet, das durch das Gemeindegesetz Nr. 007 vom 10. Mai 1996 geschaffen wurde.

Der Farol da Barra ist 31 Meter hoch und hat eine Reichweite von 16 Seemeilen. Eingeweiht wurde er am 18. Januar 1852. An der Prainha lässt sich der Sonnenuntergang über der Laguna dos Patos betrachten. Die Praia do Mar Grosso gilt als eine der wichtigsten Naturattraktionen; entlang ihrer Ausdehnung gibt es verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Ihr bewegtes Meer wird als geeignet für Wassersportarten wie Surfen beschrieben. Damit setzen die Küstenorte unterschiedliche Akzente: An der Prainha steht der Blick auf den Sonnenuntergang im Vordergrund, am Mar Grosso die Natur und das beschriebene Wassersportangebot.

Baugeschichte und historische Ereignisse

Das historische Zentrum von São José do Norte war während der Farrapen-Revolution Schauplatz einer Invasion durch Farrapo-Truppen. Auch einzelne Bauwerke geben Orientierung in der Geschichte des Ortes. Das Solar dos Imperadores beherbergte Dom Pedro I. und Dom Pedro II. Die Frigoria wurde 1849 errichtet, um als wichtigstes Zollamt von Rio Grande do Sul zu dienen.

Die Casa de Cultura wurde 1835 erbaut; ab 1992 war das städtische Museum im Obergeschoss untergebracht. Das Gebäude Antiga Intendência e Prefeitura Municipal stammt aus dem Jahr 1898. Bei den Kirchen sind sowohl die Bauzeit als auch die Herkunft der Materialien aufschlussreich: Die Igreja Matriz de São José wurde zwischen 1800 und 1820 aus Materialien errichtet, die aus Portugal gebracht wurden. Bei der Igreja Nossa Senhora da Boa Viagem wurde am 7. November 1848 der Grundstein gelegt; am 28. Februar 1851 wurde der Bau der Gemeinde übergeben.

Weitere Daten erweitern den Blick auf die örtliche Baugeschichte, ohne dass alle Gebäude derselben Epoche angehören: Die Torre Atalaia wurde um 1820 errichtet und 1972 außer Betrieb genommen. Die Casa Castro wurde 1840 erbaut, während die Casa Primo aus der Zeit von 1825 bis 1885 stammt. Wer sich für historische Orte interessiert, findet damit unterschiedliche Bauzeiten und Nutzungszusammenhänge, statt nur eine einzelne Sehenswürdigkeit als Maßstab zu nehmen.

Landschaft im näheren Umfeld

35 Kilometer von São José do Norte entfernt liegt Barrinha do Estreito. Der Wasserabschnitt der Laguna dos Patos fließt bis zum Ozean; zur Landschaft gehören Strand, Pinienwald und offene Landschaft. Das ist ein eigener Landschaftsbezug im näheren Umfeld des Reiseziels und unterscheidet sich von den Küsten- und Baugeschichtsthemen im Ort selbst.

Weitere Reiseziele entdecken: Porto Alegre, São Jerônimo, Caçapava do Sul, Arroio dos Ratos, Frederico Westphalen, Novo Machado, Igrejinha, Palmeira das MissõEs.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rio Grande Do Sul.

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