Rodeio trägt seit 2019 die gesetzliche Anerkennung „Capital Catarinense Trentina“. Wer bei der Zielwahl einen klaren kulturellen Schwerpunkt sucht, findet ihn in der Trentiner Geschichte und den Erinnerungsorten. Dazu kommen ein architektonisches Vorbild aus Italien, ein Museum zur Einwanderungsgeschichte sowie eigenständig beschriebene Wege. So können Sie Rodeio anhand des Themas auswählen, das für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen soll.
Einwanderung und Erinnerung
Die Praça do Imigrante, auch Monumento aos Imigrantes genannt, liegt vor dem Rathaus und ist ein historisches Wahrzeichen. Auf dem Monumento aos Imigrantes ist eine Liste mit 114 Familienoberhäuptern von Einwanderern eingetragen. Sie kamen 1875 im Vale do Itajaí an und wurden zur Gründung und Besiedlung nach Rodeio geschickt. Die Inschrift verbindet damit ein bestimmtes Jahr und einen Herkunftsraum mit der Gründung Rodeios. Während die gesetzliche Bezeichnung die Trentiner Identität benennt, konkretisiert die Liste das Gedenken anhand der Einwandererfamilien.
Ein architektonisches Vorbild
Die Igreja Matriz São Francisco de Assis hat eine Architektur, die von der Basilika von Assisi in Italien inspiriert ist. Für Architekturinteressierte ist damit ein bestimmtes Vorbild benannt, nicht lediglich eine allgemeine Stilrichtung. Die Kirche ergänzt die Erinnerungsorte um einen eigenen architektonischen Bezug. Wer Rodeio nach kulturellen Themen auswählt, kann so zwischen dem Gedenken an die Einwanderung und der ausdrücklich benannten Inspiration aus Assisi unterscheiden.
Museum zur Einwanderungsgeschichte
Das Museu dos Usos e Costumes da Gente Trentina bewahrt Tausende von Objekten und Erinnerungen an die italienische Einwanderung, die zur Entstehung Rodeios beitrug. Es befindet sich im Sitz des Circolo Trentino di Rodeio. Denkmal und Museum setzen unterschiedliche Akzente: Am Monumento stehen die eingetragene Liste und die Familienoberhäupter im Mittelpunkt, während das Museum Gegenstände und Erinnerungen bewahrt. Wer sich für die Entstehungsgeschichte Rodeios interessiert, findet hier zwei klar unterscheidbare Formen des Erinnerns.
Picol Paradis und seine Wegmerkmale
Picol Paradis, auch Caminho das Hortênsias oder Caminho dos Anjos genannt, erstreckt sich über acht Kilometer und umfasst ungefähr 63 Engelsstatuen von jeweils zwei Metern Höhe. Länge und Figuren geben unterschiedliche Merkmale des Weges an: Die acht Kilometer bezeichnen seine Ausdehnung, während die Statuen ein wiederkehrendes Motiv bilden. Der Name Caminho dos Anjos findet in den Engelsfiguren ein konkretes Gegenstück. Die beiden weiteren Namen gehören ebenfalls zur Bezeichnung dieses Weges.
Benannte Radroute und Naturbezug
Zum Circuito Vale Europeu de Cicloturismo gehört der Streckenabschnitt „Trajeto Rodeio–Doutor Pedrinho (Dia 04)“. Die Bezeichnung ordnet ihn als Abschnitt des Radwanderkreises und als dessen Tag 4 ein. Wenn Sie diesen Abschnitt für eine Radtour in Betracht ziehen, prüfen Sie die aktuellen Streckenbedingungen vorab.
Der Horto Irmã Eva Michalak ist ein lokaler Natur- und Umweltbildungsort. Er liegt neben der Casa Mãe der Kongregation der Franziskanischen Katechetenschwestern in Rodeio. Damit steht neben den historischen und kulturellen Themen auch ein Ort mit Natur- und Umweltbildungsbezug zur Auswahl. Der benannte Bezugspunkt macht die Lage des Horto konkret, ohne seinen thematischen Schwerpunkt mit den Gedenkorten gleichzusetzen.
Bei der Wahl von Rodeio für Ihren Aufenthalt hilft die Frage, welcher Schwerpunkt den Ausschlag gibt: die Trentiner Geschichte und ihre Erinnerungsorte, der Architekturbezug oder ein benannter Weg. Wenn Sie ein Hotel in Rodeio suchen, können Sie zunächst entscheiden, welche dieser Themen zu Ihrem Reisevorhaben passen.
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