Zum Inhalt

Areias verbindet religiöse Baukunst, kommunale Geschichte und konkrete Daten aus mehreren Jahrhunderten. An der Matriz Senhora Sant´Ana lässt sich eine lange Bauzeit ablesen; die Capela da Boa Morte e Senhor Bom Jesus führt in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Mit der Casa da Cultura, dem Hotel Solar Imperial und der Casa do Artesão kommen unterschiedliche historische Funktionen hinzu. Für Ihre Auswahl zählt daher nicht nur die Zahl der Orte, sondern auch, ob Sie sich eher für sakrale Kunst, frühere öffentliche Aufgaben oder lokales Kunsthandwerk interessieren.

Kirchen und Baugeschichte

Die Matriz Senhora Sant´Ana wurde ab 1792 errichtet, 1874 fertiggestellt und 1890 renoviert. Im Inneren befinden sich Darstellungen der Senhora Sant’Ana und des São Miguel. Bauzeit und religiöse Bildmotive eröffnen zwei Perspektiven auf dieselbe Kirche: ihre Entstehung über mehrere Jahrzehnte und ihre Bildwelt.

Die Capela da Boa Morte e Senhor Bom Jesus stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde von Jean Baptiste Debret in einer Zeichnung festgehalten. Im Vergleich liegen die Schwerpunkte anders: Die Kapelle führt zeitlich weiter zurück und ist mit Debrets Zeichnung verbunden, während sich die Geschichte der Matriz anhand ihrer Bau- und Renovierungsdaten nachzeichnen lässt. So stehen zwei verschiedene historische Bezüge sakraler Bauwerke nebeneinander.

Die Casa da Cultura ergänzt diese Perspektive um Areias’ öffentliche Geschichte. Das Gebäude wurde 1833 errichtet, um den Gemeinderat und das öffentliche Gefängnis unterzubringen. In der Casa da Cultura ist eine umfangreiche Sammlung historischer Zeugnisse ausgestellt. Früherer Bauzweck und Sammlung geben dem Ort einen anderen Schwerpunkt als den Kirchen: Hier stehen kommunale Aufgaben und historische Zeugnisse im Mittelpunkt.

Auch das Hotel Solar Imperial hat zwei klar datierte Bezüge zur Ortsgeschichte. Capitão-mor Gabriel Serafim da Silva ließ es 1798 errichten; D. Pedro I. übernachtete dort am 17. August 1822. Die Baugeschichte und die belegte Übernachtung verknüpfen das Gebäude mit unterschiedlichen Momenten des frühen 19. Jahrhunderts.

Stadtblick und weitere Ortsbezüge

Der Mirante da Revolução Constitucionalista de 1932 wurde am 10. September 2021 eingeweiht. Das Einweihungsdatum setzt einen jüngeren zeitlichen Bezug neben die Baugeschichte der älteren Gebäude.

Der Mirante im Stadtteil Santa Clara gilt als Ort für Fotos und Picknicks; von dort bietet sich ein teilweiser Blick auf die Stadt. Wenn Sie diesen Mirante einplanen, prüfen Sie vorab, ob ein Besuch möglich ist.

Ein Zeitungsbericht aus dem Jahr 1873 meldet, dass etwa 1.000 Menschen an der Festa do Senhor Morto teilnahmen.

Mit der Hauptquelle des Rio Paraitinga beziehungsweise Paraíba do Sul kommt ein Naturbezug neben die Baugeschichte: Sie wurde 2006 georeferenziert und registriert. Der Bezug unterscheidet sich damit von Kirchen, früheren öffentlichen Funktionen und Sammlungen.

Kunsthandwerk und lokale Angebote

Die Casa do Artesão wurde 1998 in derselben kolonialen Architektur wie frühere Gebäude errichtet, um lokales Kunsthandwerk zu vermarkten. Die kommunale Beschreibung nennt verschiedene Süßigkeiten und Cachaça als Angebot der Casa do Artesão. Bauform, Kunsthandwerk und die genannten Produkte geben diesem Ort einen anderen Charakter als den historischen Gebäuden, die vor allem mit Religion, Gemeindeaufgaben oder einzelnen Ereignissen verbunden sind.

Wenn Sie Ihre Interessen für Areias ordnen, bieten sich damit verschiedene Schwerpunkte an: die Baugeschichte der Kirchen, die früheren öffentlichen Funktionen der Casa da Cultura, historische Bezüge wie die Übernachtung im Solar Imperial oder das Kunsthandwerk. Die Unterschiede helfen, persönliche Prioritäten für die Reise zu setzen, ohne die Orte zu einer festen Route zusammenzufassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Iguape, Ilha Solteira, Atibaia, Caconde, Brigadeiro Tobias, São José Do Barreiro, Pau-D'alho, Tremembé.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: São Paulo.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.