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Mococa bietet mehrere unterschiedliche Zugänge zu Kunst, sakralem Erbe und Landwirtschaft: Bruno Giorgis Lebensgeschichte, museale Sammlungen in der Casa de Cultura Rogério Cardoso, die Geschichte des Museu de Arte Sacra und eine neugotisch konzipierte Kirche. Daneben steht die Fazenda Ambiental Fortaleza für nachhaltige ökologische Landwirtschaft und Kaffee als Studiengebiet. Die Museen erschließen Biografien, Sammlungen und Stadtgeschichte; die Fazenda setzt einen eigenen landwirtschaftlichen Schwerpunkt.

Kunst und Sammlungen in Mococa

Die Sala Especial Bruno Giorgi vermittelt Einblicke in Leben und Werk des Künstlers, der am 13. August 1905 in Mococa geboren wurde. Eine langfristig angelegte Ausstellung gibt seiner Biografie einen eigenen Platz unter den kulturellen Themen der Stadt. Ihr persönlicher Zugang unterscheidet sich von den Sammlungen, die institutionelle oder sakrale Geschichte bündeln: Hier steht ein einzelner Künstler und sein Werk im Mittelpunkt.

Das Museu de Arte Sacra „Iria Josepha da Silva“ entstand aus der Unterschutzstellung der Igreja Nossa Senhora do Rosário als Denkmal des historischen Erbes der Stadt am 28. April 1982. Eingeweiht wurde das Museum am 11. Oktober 1986. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Schritte: Zuerst wurde die Kirche als Denkmal unter Schutz gestellt, später folgte die Einweihung des Museums.

Das Museu Histórico de Mococa Professor Carlos Alberto Paladini entstand 1961 als Museu Histórico e Pedagógico „Marques de Três Rios“. Grundlage war das Dekret des Bundesstaates Nr. 38.628 vom 19. Juni 1961. Heute ist das Museum in der Casa de Cultura Rogério Cardoso untergebracht; dort gibt es einen Ausstellungsraum mit Objekten und Möbeln aus seiner Sammlung. Die Casa beherbergt außerdem Sammlungen des Museu de Artes Plásticas „Quirino da Silva“, des Museu Histórico de Mococa „Professor Carlos Alberto Paladini“ und des Museu de Arte Sacra „Iria Josepha“. Das Gebäude wurde 1929 vom italienischen Architekten Lorenzo Paroli errichtet. Zu seiner kulturellen Nutzung gehören auch Kunstworkshops und Kunstkurse.

Kirchenbau und lokale Tradition

Die Igreja Matriz de São Sebastião ist in Form eines lateinischen Kreuzes angelegt und neugotisch konzipiert. Beim Bau im Jahr 1896 fertigte der Maler Elia Napoli die künstlerischen Deckenbilder in Öltempera an. Damit lassen sich zwei konkrete Aspekte des Kirchenbaus unterscheiden: die architektonische Form und die für den Bau geschaffene Deckenmalerei.

Eine andere Form gemeinschaftlicher Kultur zeigt die Festa do Padroeiro, eine fortdauernde lokale Tradition. Zur Novene und zur feierlichen Messe kommt eine Prozession durch die Straßen des Zentrums hinzu.

Landwirtschaft und Kaffee

Die Fazenda Ambiental Fortaleza befindet sich seit 1850 im Besitz der Familie Barretto und ist ein Modell nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft. Zugleich ist sie ein Studienzentrum für Kaffee. So stehen bei der Fazenda zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander: ihre lange Besitzgeschichte und ihre heutige Beschreibung als landwirtschaftliches Modell mit Bezug zum Kaffee. Diese Themen ergänzen die Kunst- und Sammlungsgeschichte Mococas um einen ländlichen Schwerpunkt.

Besuchszeiten einplanen

Für die Sala Especial Bruno Giorgi und das Museu Histórico de Mococa Professor Carlos Alberto Paladini sind Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr als Besuchszeiten genannt. Prüfen Sie diese Zeiten vor Ihrem Besuch noch einmal.

Weitere Reiseziele entdecken: Mococa, Guaraci, Tupã, Novais, Ouroeste, Barbosa, Santa Clara d'Oeste, Estrela do Norte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: São Paulo.

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