In Registro erzählen Kulturorte, Architektur und Tee auf unterschiedliche Weise von der japanischen Einwanderung. Dazu kommen ein Blick auf den Rio Ribeira und städtische Freizeiträume. Wer sich für diese Themen interessiert, kann Registro jenseits eines einzelnen Wahrzeichens kennenlernen: Erinnerungsorte, historische Bauwerke und die Teeproduktion setzen jeweils eigene Schwerpunkte.
Japanische Einwanderung und Baugeschichte
Das Memorial da Imigração Japonesa Vale do Ribeira bewahrt die Erinnerung an japanische Einwanderer. Es befindet sich in der Rua Miguel Aby-Azar 224 im Stadtzentrum. Auch das Conjunto Arquitetônico KKKK gehört zur Baugeschichte Registros: Der Bau des Komplexes begann 1920. Er besteht aus vier Lagerhäusern und einer Reismühle und ist auch als ehemaliges Casarão do Porto bekannt. Unter Denkmalschutz gestellt wurde das Ensemble 1987 durch den CONDEPHAAT und im Juni 2010 durch das IPHAN.
Ein anderer Bezug zu Japan zeigt sich an der Praça Nakatsugawa. Der Platz mit japanischer Architektur liegt im Stadtzentrum und entstand 1980 im Zusammenhang mit dem Partnerschaftsabkommen zwischen Registro und Nakatsugawa in Japan. Der buddhistische Tempel Honpa Hongwanji wurde 1967 erbaut; sein vollständiger Beiname lautet „Tempel des universellen Gelübdes von Amida, des Buddha des Reinen Landes des Westens“.
Das Monumento Guaracuí verbindet eine klare Form mit einer Widmung: Tomie Ohtake stiftete die sieben Meter hohe, stilisierte Stahlblume 2002 zu Ehren japanischer Einwanderer. Die 40 Tonnen schwere Skulptur ist von einem Guaracuí-Baum (Andira antelmia) inspiriert. Über einzelne Bauwerke hinaus stehen verschiedene ländliche Gebiete von Registro als Zeugnisse der japanischen Einwanderung in Brasilien unter Schutz.
Auch die Geschichte der Mattenherstellung aus Junco-Schilf reicht in Registro zurück. Die Produktion im Vale do Ribeira begann 1933 mit der Ankunft von Shigeru Yoshimura, der eine Junco-Pflanze (Rhynchospora cyperoides) in seinem Gepäck mitbrachte. Damit steht neben den Bauwerken und Erinnerungsorten auch ein Handwerk für die Geschichte der Einwanderung in der Region.
Tee aus Registro und die Rota do Chá
Beim Sítio Shimada geht es um die Herstellung selbst: Der Familienbetrieb produziert in Registro reinen Schwarztee aus Camellia sinensis. Die Blätter werden von Hand gepflückt, die Verarbeitung ist handwerklich. Wer sich für Tee interessiert, erhält hier einen konkreten Bezug zu Produkt, Pflanze und Herstellungsweise.
Davon zu unterscheiden ist die Rota do Chá, eine Route durch die Gemeinden Registro und Sete Barras im Vale do Ribeira in São Paulo. Sie umfasst Besuche von Teeplantagen. So stehen zwei verschiedene Perspektiven auf das Thema nebeneinander: die handwerkliche Schwarzteeproduktion eines benannten Betriebs in Registro und eine gemeindeübergreifende Route mit Plantagenbesuchen. Für die zeitliche Planung von Besuchen auf der Route bietet es sich an, die örtlichen Absprachen vorab zu prüfen.
Feste und Orte im Freien
Für kulturelle Veranstaltungen ist das Bunkyo – Associação Cultural Nipo Brasileira de Registro ein wichtiger Akteur. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung veranstaltet die Organisation jährlich unter anderem die Festa do Sushi, Tooro Nagashi und Bon Odori. Da die Feste an Termine gebunden sind, lohnt sich vor der Reise ein Blick auf den aktuellen Veranstaltungskalender.
Wer den Aufenthalt im Freien mit einem Blick auf den Fluss verbinden möchte, findet an der Praça Beira Rio, auch Parque Prefeito José de Carvalho genannt, einen Panoramablick auf den Rio Ribeira. Zu den Freizeiteinrichtungen des Platzes gehören ein Radweg und eine Skatebahn. Der städtische Bosque Municipal „Torazo Okamoto“ liegt innerhalb des Stadtgebiets und wird von der Secretaria Municipal de Meio Ambiente betrieben. Dieser Betrieb ermöglicht Besichtigungen sowie kulturelle und touristische Aktivitäten; prüfen Sie vor einem Besuch die örtlichen Regelungen. Der Platz am Fluss und der kommunal betriebene Bosque bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Freizeit im Stadtgebiet.
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