In der Gemeinde Krichim verbindet sich die Oberthrakische Tiefebene mit den nördlichen Ausläufern der Rhodopen. Im Norden ist das Gelände flach, im Süden mittelgebirgig. Die Vacha durchquert das Gemeindegebiet auf etwa 24 Kilometern und ist der natürliche Abfluss der Vacha- und Krichim-Stauseen. Fluss, Ebene und südliches Bergland geben der Landschaft unterschiedliche Seiten.
Landschaft und Natur
Das Schutzgebiet Koznitsa wurde ausgewiesen, um das größte Vorkommen des Griechischen Wacholders in den Rhodopen zu erhalten. Zum Schutzgebietsmosaik gehören außerdem vier Natura-2000-Gebiete. Ihre Schutzzwecke betreffen Vögel, Lebensräume, wildlebende Flora und Fauna sowie den Korridor der Vacha.
Die Ökopfade bieten Möglichkeiten zur Naturbeobachtung. Zu den entlang der beschriebenen Wege vorkommenden Pflanzen und Tieren zählen Flaumeiche, Orientalische Hainbuche, Rhodopen-Strohblume und Schneeglöckchen ebenso wie Balkan-Gämse, Braunbär, Schreiadler und Wanderfalke. Auch der Griechische Wacholder gehört zu den genannten Arten. Einzelne Sichtungen sind dabei nicht garantiert.
Wege und Kulturerbe unterwegs
Der 12 Kilometer lange Krichim–Chereshovo-Ökopfad beginnt nahe dem ehemaligen Mineralbad und dem Kloster Mariä Geburt und eignet sich zum Radfahren. Eine kulturhistorische Wanderroute verbindet den Asenfelsen, das St.-Wrach-Kloster, die südliche Grenze von Izgoryaloto Gyune und das Kloster Mariä Geburt. So setzen die Wege verschiedene Schwerpunkte: Der eine eignet sich zum Radfahren, der andere verknüpft benannte historische und religiöse Orte.
Auf dem Berg Klisura oberhalb von Krichim liegen die Reste des St.-Wrach-Klosters. Während der osmanischen Zeit war das Kloster ein bedeutendes kulturelles und pädagogisches Zentrum. Die Asen-Inschrift auf einem großen Felsen erinnert an die Eroberung Krichims durch Ivan Asen II. im Jahr 1230. Am Fluss Vacha nahe Krichim liegt das Kloster Mariä Geburt, das als Kulturdenkmal gelistet ist.
Auch die Kirche der Heiligen Kosmas und Damian erzählt von der religiösen und bildungsbezogenen Gemeinschaft der bulgarischen Wiedergeburtszeit. Ihr Bau wurde 1861 von Atanas Stoimenov, einem angesehenen Einwohner Krichims, angestoßen. Die örtlichen Kulturtraditionen pflegt das Kulturzentrum Probuda-1912. Dort gibt es Amateurgruppen für Tanz, Gesang, Theater und weitere Bereiche; die Folkloregruppe trat bei lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Folklorefestivals, Treffen und Feiern auf.
Das Erdbeerfestival verbindet lokale Erzeugnisse mit kulinarischen Aktivitäten. Zu den Festformaten gehörten ein Produzentenmarkt, Wettbewerbe und Verkostungen sowie Wettbewerbe um die größte Erdbeere und den jungen Erdbeerbauern. Die vierte Ausgabe des Festivals fand vom 8. bis 10. Mai 2026 statt.
Orientierung in der Gemeinde
Für die Straßenorientierung sind zwei Verbindungen relevant: Die Straße III-866 verbindet Krichim mit Devin und Stamboliyski; die III-8602 verbindet Krichim mit Plovdiv und Perushtitsa. Die Angaben beschreiben die Verbindungen, nicht den aktuellen Straßenzustand.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Oblast Plowdiw
Im übergeordneten Reiseziel Oblast Plowdiw ergänzt die regionale Kulturgeschichte den Blick auf Krichim. Plovdiv ist das geografische und logistische Zentrum des thrakischen Tourismusgebiets. Im architektonisch-historischen Reservat Ancient Plovdiv führen Spaziergänge durch verschiedene historische Epochen; antike Gebäude sind dort an das moderne Leben angepasst.
Das Antike Theater von Philippopolis wurde in den 90er-Jahren des 1. Jahrhunderts n. Chr. erbaut. Es zählt zu den am besten erhaltenen antiken Theatern der Welt und dient als Bühne für Oper, Musik und Schauspiel. Wenn Sie eine Vorstellung einplanen, prüfen Sie das aktuelle Programm. Auch das Batschkowo-Kloster „Mariä Himmelfahrt“ gehört zur Kulturgeschichte der Oblast Plowdiw: Es zählt zu den bedeutenden geistlichen Sehenswürdigkeiten der Region und zu den 100 nationalen touristischen Objekten Bulgariens.
Weitere Reiseziele entdecken: Kritschim, Gemeinde Rhodopi, Perushtitza, Brezovo, Asenovgrad, Maritza, Stamboliyski, Kaloyanovo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Plowdiw.