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Stamboliyski lässt sich über mehrere Themen entdecken: Die antike Via Militaris durchquert das Gemeindegebiet, während lokale Obst-, Paprika- und Bohnensorten von Anbautraditionen erzählen. Archäologische Spuren aus unterschiedlichen Epochen und Flusslandschaften ergänzen das Bild. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kulturgeschichte, Natur oder dem Kurtovo-Konare-Fest ausrichten.

Via Militaris und archäologische Spuren

Die antike Via Militaris, auch Via Diagonalis genannt, verläuft durch die Gemeinde Stamboliyski: von der Gemarkung Trivoditsi über die Stadt Stamboliyski in Richtung Plovdiv. Südlich von Trivoditsi ist ein erhaltener Abschnitt als archäologisches unbewegliches Kulturgut von nationaler Bedeutung ausgewiesen. Bei Novo Selo, in der Flur Baba in den Besaparischen Hügeln, sind eine mittelalterliche Festung und Siedlung als archäologische Objekte registriert.

Ein weiterer archäologischer Befund liegt in der Flur Batalii bei Novo Selo: das Hügelgrab Nr. 10, Teil einer Nekropole aus 30 ähnlichen Anlagen. Die Nekropole entstand im 8. Jahrhundert v. Chr.; der einzelne Hügel ist etwa 13 bis 14 Meter hoch und hat einen Umfang von ungefähr 500 Metern. Zusammen stehen die Route, die mittelalterlichen Anlagen und das Hügelgrab für unterschiedliche historische Bezüge.

Mariza, Vatscha und Park Krichim

Die Mariza ist einer der wichtigsten Wasserläufe, die durch das Gebiet der Gemeinde Stamboliyski fließen. In Kurtovo Konare liegt der staatliche Jagdwirtschaftsbetrieb „Krichim“ auf der Flussterrasse der Vatscha. Im Schutzgebiet Krichim dieses Betriebs befindet sich ein Park mit einer umfangreichen Zierpflanzensammlung auf 20,6 Hektar. Magnolien, Japanische Kirschen und verschiedene Pfingstrosenarten sind dort reichlich vertreten. Im Gebiet des Betriebs leben Damhirsche, Mufflons, Wildtruthühner und Fasane.

Sortentraditionen aus Kurtovo Konare

Auch die lokale Sortengeschichte führt nach Kurtovo Konare. Der Pfirsich „Rote Kurtovka“ wurde Ende der 1930er-Jahre im Schloss Krichim selektiert und verbreitete sich anschließend in den Häusern von Kurtovo Konare. Kurtovka ist außerdem eine lokale Apfelsorte aus dem Ort, deren Name auf Kurtovo Konare zurückgeht.

Kurtovska Kapia ist eine traditionelle Paprikasorte vom Typ Kapia. Sie eignet sich für den Freilandanbau und für den Frischverzehr sowie zur Verarbeitung – besonders zum Rösten, Einlegen, für Pürees und Ljuteniza. Die als „Popski bob“ bezeichnete Bohnensorte wird in etwa zehn Häusern angebaut und seit mindestens 70 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. Seit 2015 wird sie beim Kurtovo-Konare-Fest in begrenzten Mengen angeboten; die Verfügbarkeit kann variieren.

Das Kurtovo-Konare-Fest im September

Das Kurtovo-Konare-Fest findet jedes Jahr in der zweiten Septemberwoche in Kurtovo Konare statt. Wenn Sie Ihre Reise darauf abstimmen möchten, prüfen Sie die konkreten Festtage vorab lokal.

Weitere Reiseziele entdecken: Stamboliyski, Rodopi, Karlovo, Maritza, Krichim, Asenovgrad, Gemeinde Rhodopi, Brezovo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Plowdiw.

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