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Rund zehn Kalksteinnadeln, die steil aus dem Tsonevo-Stausee aufragen: Chudnite Skali ist ein markanter Naturakzent für eine Reise nach Dalgopol. Die Felsen sind 40 bis 50 Meter hoch und wurden durch Wasser und Wind geformt. Das geschützte Felsphänomen erstreckt sich über 12,5 Hektar am Ufer des Stausees und liegt vier Kilometer von Asparukhovo entfernt.

Felsformen, Höhlen und Wasserfälle

Chudnite Skali ist von der Hauptstraße aus sichtbar; drei Tunnel durchziehen die Felsmasse. In der Gemeinde Dalgopol liegt außerdem das Schutzgebiet Vodenitsite. Es bietet geschützten Vogelarten wie Schmutzgeier, Steinadler und Raben Lebensraum. Auch Füchse, Hirsche, Schakale und Marder leben dort; die Jagd ist verboten.

Vodenitsite umfasst mehr als zehn Höhlen und Felsnischen. Bis zu 40 Meter hohe Felswände eignen sich fürs Sportklettern, Wasserfälle erreichen Höhen von bis zu 15 Metern. Pavillons, Brunnen und Brücken gehören ebenso zum Gebiet wie markierte Pfade, die zu den wichtigsten Punkten führen. Ein markierter, zwei Kilometer langer Weg führt zur Kozya-Höhle: Die 210 Meter lange Kalksteinfelsnische enthält Schalenfossilien und Abdrücke. Zur Einsiedlerhöhle führt ein etwa einen Kilometer langer markierter Weg.

Die Marcha Dupka ist eine 38 Meter tiefe natürliche Karsthöhle, in der Hunderte Fledermäuse leben. Anders beschaffen ist die Tulumova-Höhle nahe Arkovna: Sie ist ein Schutzgebiet und Lebensraum geschützter Fledermausarten, das Gebiet ist schwer zugänglich. Royashka Skala schützt Tier- und Pflanzenarten und gilt als geeignet für Bildungsaktivitäten und nachhaltigen Tourismus.

Auch Wasserfälle zeigen unterschiedliche Formen und Bedingungen. Sini Vir bei Debelets ist ein vier Hektar großes geschütztes Waldgebiet mit einem Wasserfall am Fluss Eleshnitsa. Kuza Skoka nahe Lopushna ist ein sieben Meter hoher geschützter Naturwasserfall. Seine Wasserzufuhr ist saisonal und stammt aus Schneeschmelze und kräftigem Regen.

Archäologische Spuren und Ortsgeschichte

Das Historische Museum Dalgopol verbindet archäologische und ethnografische Ausstellungen, die Zeiträume vom Paläolithikum bis ins späte Mittelalter umfassen. Zu den ausgestellten Materialien zählen Funde aus der neolithischen Siedlung Usoe. Nahe Asparukhovo wurden bei Ausgrabungen in der offenen Siedlung Usoe-1 und Usoe-2 insgesamt 80 Grubenwohnungen freigelegt.

Ein vorgeschichtlicher Hügel nahe Sava gab der äneolithischen Sava-Kultur ihren Namen. Ausgegrabene Keramik und Werkzeuge befinden sich im Archäologischen Museum der Stadt Dalgopol. Auch der Ortsname Tsonevo ist mit einer frühen Kulturgeschichte verbunden: Die frühneolithische Tsonevo-Kultur trägt ihn im Namen; Materialien dazu befinden sich im Museum in Dalgopol, im Archäologischen Museum der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften und im Nationalen Historischen Museum.

Bei Arkovna steht eine weitere Epoche im Mittelpunkt: Die Festung Arkovna bildete gemeinsam mit ihrer Siedlung ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. eine entwickelte Agglomeration und ist als lokales Kulturerbedenkmal ausgewiesen. Zwei Kilometer von der Stadt Dalgopol entfernt wird eine thrakische Nekropole aus der Römerzeit archäologisch ausgegraben. Sie wird ins 2. Jahrhundert datiert.

Traditionen und Orientierung für den Aufenthalt

In Asparukhovo wurde die Kirche der heiligen Petka Parascheva 1857 von Handwerkern aus Ohrid erbaut. Der nahe gelegene architektonisch-ethnografische Komplex Ovchaga bewahrt Traditionen der Weberei, Töpferei, Folklore und Bräuche. Seine restaurierten Häuser gelten als ganzjährig geöffnet. Die ethnografische Sammlung im Gemeindezentrum Dobri Nedev zeigt Gegenstände aus dem Alltag und der Kultur der Einwohner im 20. Jahrhundert.

Das Gedenkareal für den Woiwoden Hristo Nikolov Patrev nahe Asparukhovo ist von Dalgopol und Asparukhovo aus über markierte Touristenpfade zugänglich. Asparukhovo gilt als touristisches Zentrum der Gemeinde Dalgopol; dort konzentriert sich die Infrastruktur für Unterkünfte und Gastronomie. Bei der Wahl einer Unterkunft ist Asparukhovo deshalb ein hilfreicher Orientierungspunkt.

Zum touristischen Angebot in Asparukhovo zählen Besuche der ethnografischen Sammlung, Fahrten mit traditionellen Karren und Begrüßungen nach lokalen bulgarischen Bräuchen in traditioneller Kleidung. Zu den Besucherangeboten in der Gemeinde gehören außerdem Verkostungen von lokal erzeugtem Wein und Rakia sowie Honigproben mit Vorführungen der Honigerzeugung. So stehen neben Felslandschaften und archäologischen Fundorten auch regionale Bräuche und Erzeugnisse als eigene Entdeckungen im Blick.

Weitere Reiseziele entdecken: Dŭlgopol, Asparuhovo, Partizani, Beloslav, Devnya, Dolni Chiflik, Varna, Provadia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Warna.

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