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Am nahen Red Beach zeigt sich Panjins Feuchtlandschaft mit Schilf, flachen Wattflächen und roten Quellerpflanzen. Museen und der Liaohe Stele Forest setzen einen anderen Schwerpunkt: die Schrift-, Kunst- und Kulturgeschichte des Liaohe-Gebiets. So lässt sich Panjin aus zwei unterschiedlichen Perspektiven planen – über Naturraum und Kulturgeschichte.

Feuchtlandschaft am Red Beach

Der Red Beach liegt in der Gemeinde Zhaoguanghe im Bezirk Dawa von Panjin. Seine Fläche wird mit gut 200.000 Mu angegeben. Schilfbestände, ausgedehnte flache Wattflächen, zahlreiche Wasservögel und rote Quellerpflanzen prägen die Feuchtlandschaft und geben diesem Ausflugsthema seinen eigenen Charakter.

Zum Red Beach National Scenic Corridor gehörten 2024 ein Besucherzentrum, Stege, überdachte Ruhebereiche, Aussichtsplattformen und Toiletten. Elektronische Eintrittskarten ließen sich damals über WeChat, Douyin und Automaten kaufen. Prüfen Sie vor einem Besuch, welche Ticketwege aktuell zur Verfügung stehen.

Eine saisonale Empfehlung aus dem Jahr 2020 nennt Bootsfahrten auf dem Wolong-See durch Schilfbestände, um die Feuchtlandschaft zu erleben. Ob diese Fahrten heute angeboten werden, sollten Sie vorab prüfen.

Stele-Wald und Schriftgeschichte

Im Gemeindegebiet von Panjin setzt der Liaohe Stele Forest einen Schwerpunkt auf Schrift- und Kalligrafiegeschichte. Sein Ausstellungsbereich zeigt 700 Stelenmonumente und 1.064 beschriftete Steinplatten. Die Beispiele reichen von frühen Schriftzeichen und Orakelknocheninschriften bis zu Kalligrafiewerken verschiedener Dynastien. Der Liaohe Stele Forest wird als Chinas einziger Stele-Wald ohne zeitliche Unterbrechung bezeichnet; sein Ensemble aus Gebäuden im antiken Stil gilt bislang als das größte in Nordostchina.

Der Liaohe Stele Forest Park ist oval geformt, von Wasser umgeben und insgesamt 167 Hektar groß: 100 Hektar entfallen auf Landfläche, 67 Hektar auf Wasserfläche. Für die touristische Entwicklung des Bezirks Shuangtaizi wurden 2026 der Liaohe Wetland Park und der Liaohe Stele Forest Park als zwei zentrale Bezugspunkte genannt.

Museen, Kunst und regionale Küche

Das Liaohe Folk Museum in Panjin umfasst nach einer Beschreibung vom Januar 2026 fast 10.000 volkskundliche Ausstellungsstücke, die die jahrtausendealte Kulturgeschichte des Liaohe-Flussgebiets veranschaulichen. Eine touristische Empfehlung von 2026 nennt außerdem das Liaohe Art Museum, das Liaohe Museum für Couplet-Kalligrafie und das Liaohe Folk Museum als Orte, an denen sich Kunst erleben lässt.

Die Guangsha Art Street im Bezirk Xinglongtai verbindet Galerien und Künstlerateliers mit regionalen Kreativläden, Gastronomie- und Getränkebetrieben sowie Angeboten wie Bibliothek und Kulturzentrum. In einer Tourismusdarstellung von 2025 wurden dort mehr als 100 Originalkünstlerinnen und -künstler aus verschiedenen Teilen Chinas sowie aus Südkorea, Russland und Japan als ansässig genannt.

Bei der Eröffnungsveranstaltung der Halle für immaterielles Kulturerbe in Panjin im Juni 2026 wurden Holzschnitzarbeiten der Familie Sun aus Panjin, Schilfbilder aus Panjin, Knopfkunst der Familie Wu aus Panjin und Opernmasken gezeigt. Kulturträger führten traditionelle Techniken vor. Das Konzept der Halle sieht vor, Kulturerberessourcen, Werkstätten für immaterielles Kulturerbe und Volkskundemuseen der Stadt zusammenzuführen und Präsentation, interaktive Erlebnisse, den Verkauf von Kulturschöpfungen, wissenschaftlichen Austausch und Kulturtourismus zu verbinden.

Als regionale Orientierung führt eine 2026 veröffentlichte touristische Route von der Liaohe Old Street in Yingkou über das Liaohe Folk Museum im Bezirk Xinglongtai bis zum Red Beach Scenic Corridor im Bezirk Dawa. Dabei wird das Museum mit Liaohekou-Fischerküche verbunden.

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