Blau, grün und purpur gefärbte Becken und Seen im Jiuzhaigou-Tal geben der Natur eine andere Form als die schmalen Quarzsandsteinsäulen Wulingyuans. Chinas Kulturerbe zeigt wiederum andere Maßstäbe: eine Mauer, die sich über mehr als 20.000 Kilometer erstreckt, Höhlen mit tausenden Bildwerken und Paläste mit umfangreichen Sammlungen. Für Ihre Reise können Sie so unterschiedliche Schwerpunkte setzen – von geschützten Lebensräumen bis zu kaiserlicher und religiöser Geschichte.
Landschaften zwischen Wasser und Sandstein
Das Jiuzhaigou-Tal im Norden Sichuans umfasst 72.000 Hektar. Zu seinen Landschaften gehören alpine Berge, Nadelwälder, Wasserfälle, Kalksteinterrassen und Höhlen. Klare Becken und Seen schimmern dort in Blau, Grün und Purpur. Das Tal bietet bedrohten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum, darunter dem Großen Panda und dem Takin. Jiuzhaigou ist als Nationalpark und nationales Naturschutzgebiet geschützt.
Wulingyuan in der Provinz Hunan ist mit 26.400 Hektar kleiner als das Jiuzhaigou-Tal. Seine mehr als 3.000 schmalen Quarzsandsteinsäulen prägen die Landschaft; viele von ihnen sind über 200 Meter hoch. Schluchten und Täler mit Bächen, Tümpeln und Wasserfällen ergänzen die steinernen Formen. Hinzu kommen etwa 40 Höhlen und zwei große natürliche Brücken. Auch Wulingyuan ist Lebensraum bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Die Flächenangaben und Landschaftselemente bieten einen konkreten Vergleich, wenn Sie zwischen weitläufigen Berg- und Seenlandschaften und einer von Felsformationen bestimmten Gegend wählen.
Mauer, Seidenstraße und Höhlenkunst
Die Große Mauer reicht von Shanhaiguan in Hebei im Osten bis Jiayuguan in Gansu im Westen und erstreckt sich über mehr als 20.000 Kilometer. Ihr Hauptkörper umfasst nicht nur Mauern, sondern auch Reitwege, Wachtürme, Unterstände, Festungen und Pässe. Die genannten Orte markieren ihre weit auseinanderliegenden Endpunkte; die Länge und die unterschiedlichen Bauteile vermitteln einen Eindruck von der Dimension dieses Bauwerks.
Ein anderer Blick auf Geschichte eröffnet der 5.000 Kilometer lange Abschnitt des Seidenstraßen-Routennetzes im Chang'an-Tianshan-Korridor. Er reicht von Chang'an beziehungsweise Luoyang in China bis zur Region Zhetysu in Zentralasien. Der Korridor umfasst 33 Bestandteile, darunter Handelsniederlassungen, buddhistische Höhlentempel, alte Wege, Poststationen, Pässe, Signaltürme, Befestigungsanlagen, Gräber und religiöse Gebäude. Die Mogao-Grotten liegen an einem strategischen Punkt der Seidenstraße, wo Handelsbeziehungen sowie religiöse, kulturelle und intellektuelle Einflüsse zusammentrafen.
In den Mogao-Grotten bewahren 492 Höhlen rund 45.000 Quadratmeter Wandmalereien und mehr als 2.000 bemalte Skulpturen. Die Anlage wurde erstmals 366 n. Chr. geschaffen und repräsentiert buddhistische Kunst vom 4. bis zum 14. Jahrhundert. Die Zahlen machen die Größenordnung sichtbar; der lange Zeitraum zeigt zugleich, dass die Höhlenkunst nicht auf eine einzelne Epoche beschränkt ist.
Kaiserliche Geschichte und Baukunst
Die Verbotene Stadt wurde zwischen 1406 und 1420 errichtet. In den folgenden 505 Jahren war sie Schauplatz der Inthronisierung von 14 Ming- und 10 Qing-Kaisern. Die Kaiserpaläste der Ming- und Qing-Dynastien bewahren mehr als eine Million wertvolle königliche Sammlungsstücke, von der königlichen Familie verwendete Gegenstände und umfangreiche Archivmaterialien. Geschichte zeigt sich hier sowohl in einem langen Zeitraum politischer Zeremonien als auch in den erhaltenen Sammlungen.
Auch der Taishan verbindet Landschaft und überlieferte Geschichte. Der Berg umfasst 25.000 Hektar und erhebt sich 1.545 Meter über das umliegende Plateau. Zu den historischen Zeugnissen zählen zwölf überlieferte kaiserliche Zeremonien zu Ehren von Himmel und Erde, etwa 1.800 Steintafeln und Inschriften sowie 22 Tempel. Die überlieferten Zeremonien, die Inschriften und die Tempel geben unterschiedliche Anhaltspunkte dafür, wie der Berg kulturell geprägt wurde.
In den Wudang-Bergen sind im Ancient Building Complex 53 antike Gebäude und neun architektonische Stätten erhalten. Der Komplex wurde als taoistisches Zentrum etabliert; seine Gebäude veranschaulichen chinesische Architektur der Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien. Die Longmen-Grotten in Henan setzen einen anderen Schwerpunkt: Mehr als 2.300 Grotten umfassen 110.000 buddhistische Figuren und Bildwerke, über 80 Stupas und 2.800 beschriftete Tafeln. Ihre Entstehung reicht von der Nördlichen Wei-Dynastie bis zur Song-Dynastie (960–1279).
Das Mausoleum von Qin Shi Huang liegt am Nordfuß des Berges Lishan, 35 Kilometer nordöstlich von Xi'an, und gilt als die größte erhaltene Stätte in China. Zum Museum der Grabanlage gehören das Museum der Terrakotta-Krieger und -Pferde sowie der Park der Grabanlage, der Lishan-Garten. So umfasst der Besuch der Anlage sowohl das Museum als auch den Park.
Ein kultureller Blick auf den Westsee
Am Westsee umgeben „wolkenbedeckte Hügel“ drei Seiten der Landschaft, während die vierte an die Stadt Hangzhou grenzt. Tempel, Pagoden, Pavillons, Gärten und Zierbäume ergänzen das Bild. Zu den künstlichen Elementen gehören zwei Dämme und drei Inseln, die zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert durch wiederholtes Ausbaggern geschaffen wurden. Seit der Südlichen Song-Dynastie im 13. Jahrhundert gelten zehn poetisch benannte Aussichtspunkte als idealisierte klassische Landschaften. Hier lässt sich die Gestaltung einer Kulturlandschaft mit ihrer Geschichte verbinden, statt nur einzelne Bauwerke zu betrachten.
Hinweis für den Besuch des Himmelstempels
Für den Himmelstempel sind nach den am 20. März 2026 aktualisierten Hinweisen Reservierungen mit echtem Namen ein bis sieben Tage im Voraus über offizielle WeChat-Ticketkonten möglich. Für den Eintritt ist ein gültiger Ausweis erforderlich. Prüfen Sie die Hinweise vor Ihrer Reise.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Macao, Shanghai, Guangxi, Yunnan, Hebei, Peking, Henan, Guizhou, Hainan, Zhejiang, Shaanxi, Gansu, Hubei, Jiangxi, Fujian, Guangdong, Jilin, Heilongjiang, Innere Mongolei, Jiangsu, Liaoning, Shandong, Anhui, Chongqing, Sichuan, Tibet, Hunan, Qinghai, Xinjiang, Ningxia, Tianjin.