An den Longmen-Grotten begegnet Ihnen Geschichte in Felswänden: Sie liegen an beiden Ufern des Yi-Flusses südlich von Luoyang in der Provinz Henan. Über mehr als einen Kilometer erstrecken sie sich entlang steiler Kalksteinfelsen. Fast 110.000 buddhistische Steinstatuen, mehr als 60 Stupas und 2.800 in Stelen eingemeißelte Inschriften machen die Grotten zu einem eindrucksvollen Zeugnis buddhistischer Kunst. Wer sich für das Zusammenspiel von Landschaft und Kulturerbe interessiert, findet hier beides eng miteinander verbunden: die steilen Kalksteinfelsen und eine außergewöhnliche Fülle religiöser Bildwerke.
Archäologie und Geschichte in Henan
Eine andere historische Perspektive eröffnet Yin Xu an beiden Ufern des Huanhe nordwestlich von Anyang. Der Ort gilt als der durch historische Dokumente, Orakelknocheninschriften und archäologische Ausgrabungen bestätigte erste Hauptstadtstandort der chinesischen Geschichte. Im Palast- und Ahnenschreinbereich befinden sich ein Gartenmuseum und eine Museums-Ausstellungshalle. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob diese Einrichtungen verfügbar sind.
Auch das Henan-Museum in Zhengzhou setzt einen eigenen Akzent: Für 2026 werden dort mehr als 170.000 Artefakte genannt; Museumsbestände können sich ändern. Eine 2024 beschriebene archäologische Überraschungsbox ermöglicht Interessierten, den Entdeckerdrang unmittelbar zu erleben. Wenn dieses Angebot für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vor der Reise seine Verfügbarkeit.
In Gongyi steht der Ciyun-Tempel, der 64 n. Chr. während der Östlichen Han-Dynastie gegründet wurde. Er wurde zu einem der frühesten Zen-Tempel Chinas und erhielt den Titel „Ursprungshof der Quelle des Buddhismus“. Der Shaolin-Tempel führt die religiöse und kulturelle Spur an den westlichen Fuß des Songshan: Er wurde 495 n. Chr. nordwestlich von Dengfeng in der Provinz Henan gegründet und gilt als Ursprungsort des Chan-Buddhismus sowie als Wiege des Kung-Fu. Westlich des Tempels liegt der Pagodenwald. Auf mehr als 14.000 Quadratmetern gilt er, gemessen an Größe und Zahl der Bauwerke, als Chinas größte Pagodengruppe.
Steinbildhauerei, Architektur und Literatur
Die Song-Mausoleen in Gongyi umfassen die Gräber von sieben Kaisern der Nördlichen Song-Dynastie und 1.027 erhaltene oberirdische Steinskulpturen. Sie gehören zu den zwei am besten erhaltenen kaiserlichen Mausoleenkomplexen Chinas und sind als „Freilichtmuseum der Steinbildhauerei“ bekannt. Ein anderer Blick auf die Geschichte Gongyis führt zum Kang-Baiwan-Anwesen: Es erstreckt sich über die Ming-, Qing- und republikanische Zeit und bewahrt mehr als 3.000 historische Objekte, darunter Stelen, Tafeln, Antiquitäten, Möbel und Kalligrafien.
Das Du Fu’s Hometown widmet sich dem Leben, der Dichtung und der Bedeutung Du Fus für die chinesische Literaturgeschichte. Als großes Kulturtourismusgebiet verbindet es Angebote für Besichtigungen, Gedenken, Bildung und kulturelle Erlebnisse. In Luoyang ergänzt das Luoyang Museum diesen Schwerpunkt mit seiner umfangreichen Sammlung dreifarbig glasierter Keramiken. Auch die regionale Küche hat eine lange Überlieferung: Das Luoyang-Wasserbankett ist eine für Luoyang typische Spezialität mit einer Geschichte von mehr als 1.000 Jahren.
Gebirge, Wasserfälle und ein Kanal am Taihang
Henans Landschaften setzen einen deutlichen Kontrast zu den archäologischen Stätten. Der Yuntai Mountain weist Schluchten verschiedener Formen und mehrere Wasserfälle unterschiedlicher Größe auf. Sein Hauptgipfel, der Zhuyu Peak, ist 1.297,6 Meter hoch. Der Jigong Mountain wiederum ist von einer Waldbedeckung von 98 Prozent geprägt und für Ausblicke auf Wolkenmeere, Raureif, Eisglasur, Morgen- und Abendrot, Pflanzen, Felsen und Wasserfälle bekannt.
Zum Charakter des Jigong Mountain gehören auch seine Ferienvillen: Diplomaten, Missionare, Kriegsherren und Geschäftsleute aus verschiedenen Ländern errichteten sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Villen verliehen dem Gebiet den Ruf einer „Ausstellung der Weltarchitektur“. So stehen hier Naturmotive und Baugeschichte nebeneinander, ohne dass der eine Blick den anderen ersetzt.
Im äußersten Norden Henans, nordwestlich von Anyang, liegt der Red Flag Canal, ein Bewässerungskanal am Taihang-Gebirge. Er windet sich an einer Klippe entlang und führt durch 42 Tunnel. In den 1960er-Jahren galt er als große Leistung der chinesischen Arbeiter. Damit verbindet sich die Landschaft des Gebirges mit einem Bauwerk, dessen Bedeutung auch in seiner Geschichte liegt.
Song-Zeit in Kaifeng
In Kaifeng widmet sich der Millennium City Park der Geschichte und Kultur der Song-Dynastie von 960 bis 1279. Der große Park wurde nach dem berühmten Gemälde „Entlang des Flusses während des Qingming-Festes“ gestaltet. Ein Besucherformat, das am 2. Dezember 2025 beschrieben wurde, verwandelt Besucher in Figuren aus der Nördlichen Song-Dynastie; die genaue Programmierung kann sich ändern. Wenn Sie dieses Erlebnis einplanen möchten, prüfen Sie vor dem Besuch, ob es angeboten wird.
Ob Sie zuerst Felskunst, religiöse Geschichte, Landschaft oder regionale Küche in den Blick nehmen: Henan bietet verschiedene Ansatzpunkte für eine Reise, die sich an Ihren Interessen orientiert. Für die Suche nach einem Hotel können Sie anschließend den passenden Ausgangspunkt für Ihre eigene Planung wählen.
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