Zwei unterschiedliche Themen im Bezirk Xinhua sind die Baugeschichte des Xiangshan-Tempels und die Feuchtgebietslandschaft von Bailuzhou. Die 33 Meter hohe Pagode der Xiangshan-Tempelanlage im Bezirk Xinhua wurde 1068 errichtet; der Bailuzhou-Park im selben Bezirk umfasst einen künstlichen See und eine Feuchtgebietsfläche. Diese Kontraste geben Kultur- und Naturinteressen jeweils einen eigenen Schwerpunkt.
Tempelgeschichte und Pagodenarchitektur
Im Nordwesten des Bezirks Xinhua liegt die Xiangshan-Tempelanlage auf dem Gipfel des Huozhu-Berges. Ihre Gründung reicht in die späte Östliche-Han-Zeit zurück. Die Anlage ist ein buddhistischer Kulturort, an dem buddhistische Kultur, religiöse Aktivitäten, buddhistische Musik und religiöse Zeremonien eine Rolle spielen.
Ein markantes Baudetail des Komplexes ist die Dabeiguanyin-Dashi-Pagode. Sie wurde 1068 errichtet und ist 33 Meter hoch. Ihr Grundriss ist achteckig, sie hat neun Stockwerke und dicht übereinanderliegende Dachvorsprünge. Höhe, Grundriss und Dachgestaltung machen die Architektur ebenso konkret wie ihr Alter: Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier mehr als eine Jahreszahl.
Die Pagode ist als nationales Schlüssel-Kulturdenkmal geschützt. Auch die Cai-Jing-Stele in der Xiangshan-Tempelanlage trägt diesen Schutzstatus. Insgesamt befinden sich dort 13 Steininschriften. Als bekannteste gilt die Stele „香山大悲菩萨传“: Jiang Zhiqi verfasste den Text, die Kalligraphie stammt von Cai Jing. Die Unterscheidung zwischen Verfasser und Kalligraph macht die Inschrift auch für Leser interessant, die sich mit der Entstehung historischer Texte beschäftigen.
Ausstellungen, Stadtgeschichte und Gedenken
Der Tourismuspark Yigoucheng setzt einen anderen Akzent. Zu seinen Bestandteilen gehören die 98-Gasse, der Zukunftsplatz, eine beliebte Imbissstraße, der Sonnenwagen, das Eagle City Impression Museum und die Fotoausstellung „Meine Familie in Yingcheng“. Hinzu kommt die Ausstellung „河南非遗文化展“ über das immaterielle Kulturerbe Henans. Zusammen stehen hier Ausstellungen, Bildthemen und kulinarische Angebote neben Besichtigungs- und Erholungsthemen.
Das Pingdingshan Museum besitzt mehr als 30.000 Kulturgegenstände. Seine Ausstellungen behandeln die Geschichte und Kultur von Pingdingshan sowie die Stadtplanung. Damit reicht der kulturelle Blick über einzelne Bauwerke und Inschriften hinaus zu Stadtgeschichte und geplanter Stadtentwicklung. An der Stätte des Huangshan-Massakers sind Teile der Befestigungsmauer erhalten; dort wurde außerdem eine Gedenkstele für die Opfer errichtet.
Feuchtgebiet im Bezirk Xinhua
Der Bailuzhou-Nationalstadtfeuchtgebietspark bietet einen landschaftlichen Kontrast zu den religiösen und städtischen Kulturthemen. Er umfasst einen künstlichen See von 350 Mu und eine Feuchtgebietsfläche von 158 Mu. Die beiden Flächenangaben geben unterschiedliche Bestandteile des Parks wieder. Natürlich wachsen dort zahlreiche Schilf- und Kalmuspflanzen.
Zum beschriebenen Naturraum gehören außerdem Vögel, Frösche, Reptilien, Hasen und Igel; im Park hat sich ein kleines Ökosystem gebildet. Damit stehen Pflanzenbestand und Tiergruppen neben den baulichen und kulturellen Themen der Region. Wer für die Reise eher Natur als Inschriften oder Architektur in den Mittelpunkt stellen möchte, findet hier einen klar umrissenen Gegenpol.
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