Shanghai bietet für einen kulturorientierten Aufenthalt mehrere unterschiedliche Blickwinkel: die Architektur und Geschichte des Bunds, den traditionellen Yu-Garten und Museen mit Schwerpunkten auf Stadtgeschichte oder Handwerk. So wird aus der Auswahl an Sehenswürdigkeiten eine persönliche thematische Orientierung.
Architektur und Kulturgeschichte am Bund
Der historische und kulturelle Bund war Schauplatz der frühesten Entwicklung Shanghais. Seit mehr als 100 Jahren steht er für die Entwicklung und den Wohlstand der Stadt. Auch die historischen Gebäude machen den Ort zu einem eigenen Schwerpunkt: Zu den vertretenen Stilrichtungen zählen Barock, Gotik und altgriechische Architektur. Die unterschiedlichen Formen lassen sich als verschiedene architektonische Antworten innerhalb eines Stadtbildes betrachten, statt den Bund auf einen einzelnen Baustil zu reduzieren.
Zu diesem historischen Charakter kommt ein kulturelles Angebot hinzu: Am Bund gibt es mehrere Kunstmuseen und Veranstaltungsorte für Aufführungen. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier also einen anderen Zugang zu Shanghai als in einer Ausstellung zur Stadtgeschichte oder im traditionellen Garten. Die Bauwerke und Kulturorte ergeben zusammen einen konkreten Anlass, den Bund als eigenen Schwerpunkt in die Aufenthaltsplanung aufzunehmen.
Garten und Platz als andere Stadterfahrungen
Der Yu-Garten setzt einen anderen Akzent. Er ist ein weitläufiger traditioneller chinesischer Garten neben dem Stadtgotttempel im Bezirk Huangpu. Angelegt wurde er ursprünglich während der Ming-Dynastie (1368–1644) als privater Garten. Diese historische Herkunft unterscheidet ihn von den Gebäuden am Bund: Hier steht die Geschichte eines Gartens im Zentrum. Der Yu-Garten ist zudem mit dem Stadtgotttempel und den Einkaufszentren am Yu-Garten verbunden – eine Orientierung, die Tempel und Handel neben der Gartenanlage berücksichtigt.
Der People's Square bietet wiederum den Blick auf einen gartenartig gestalteten Platz, der Kultur, Verkehr und Handel miteinander verbindet. Im Vergleich zum Yu-Garten liegt der Schwerpunkt damit nicht auf einer historischen Gartenanlage, sondern auf einem Platz, der verschiedene städtische Funktionen zusammenführt. Wer die unterschiedlichen Seiten Shanghais einordnen möchte, kann Garten, Platz und historische Architektur als jeweils eigene Themen betrachten, ohne sie zu einem einheitlichen Besuchsprogramm zusammenzufassen.
Zwei Museen, zwei Kulturthemen
Das Shanghai History Museum erzählt die Geschichte der modernen Metropole von der Antike bis zur Gegenwart. Seine Dauerausstellung zeigt mehr als 1.000 Relikte und stellt Shanghais Geschichte über einen Zeitraum von 6.000 Jahren dar. Die lange zeitliche Perspektive macht das Museum zu einer passenden Wahl für alle, die ihren Aufenthalt über einzelne Bauwerke hinaus mit der Entwicklung der Stadt verbinden möchten. Für die Anreise ist das Museum über die Metrolinien 1, 2 und 8 bis zur Station People's Square erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Metroangaben.
Das Shanghai Museum of Arts and Crafts befindet sich in einem schneeweißen Gebäude im französischen Stil der Neorenaissance im Bezirk Xuhui. Inhaltlich widmet es sich dem Kunsthandwerk: Es bewahrt gefährdete traditionelle Fertigkeiten und zeigt materielles wie immaterielles Kulturerbe. Im dritten Stock verfügt das Museum über zehn Werkstätten. Wenn Sie einen Besuch der Werkstätten einplanen, prüfen Sie vorab, ob sie zugänglich sind.
Legen Sie zunächst den kulturellen Schwerpunkt Ihres Aufenthalts fest und wählen Sie anschließend die Besuche, die dazu passen.
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