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Die Højbyen ist ein 90 Hektar großes mittelalterliches Stadtmilieu und gilt als das am besten erhaltene Dänemarks. Im Zentrum von Kalundborg ist der mittelalterliche Stadtgrundriss bis heute deutlich erkennbar. Vor Frue Kirke ist Nordeuropas einzige fünftürmige Kirche. Zusammen geben diese Orte dem historischen Stadtbild eine unverwechselbare Form.

Stadtgeschichte und unterschiedliche Museumsperspektiven

Das Kalundborg Museum ist in Lindegården untergebracht, einem der am besten erhaltenen Stadthöfe Dänemarks aus der Renaissance. Eine andere Epoche der Stadtgeschichte greift die Carmen-Curlers-Ausstellung auf: Sie rekonstruiert Kalundborgs Fabrikgeschichte der 1960er- und 1970er-Jahre mit Szenografie, originalen Erzählungen und inszenierten Erlebnisräumen. Wenn Sie die Ausstellung besuchen möchten, prüfen Sie vorab ihre Verfügbarkeit.

Im denkmalgeschützten Fachwerkhaus Andræjs Hus vermittelt das Reersø Museum Einblicke in den Alltag armer Fischerbauern zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Das Reersø Havnemuseum richtet den Blick auf die lokale Fischereigeschichte und zeigt sie anhand von Fotografien, Ausrüstung und Darstellungen des Hafenlebens. In Reerslev bietet das Landsbysmedje eine andere Perspektive auf handwerkliche Arbeit: Es ist ein arbeitendes Schmiedemuseum in einem erhaltenswerten Gebäude aus dem späten 18. Jahrhundert.

Bei Fugledegård geht es um Kult, Kultur und Archäologie bei Tissø. Die Ausstellung zeigt Funde aus der Wikingerzeit sowie Audio- und Bildmaterial; der Zugang kann saisonal sein. So reicht das kulturelle Spektrum von mittelalterlichem Stadtbild und Renaissancehof bis zu Fischereigeschichte, Schmiedehandwerk und archäologischen Funden.

Røsnæs zwischen Eiszeitlandschaft und Küsten

Auf der Halbinsel Røsnæs lässt sich die Landschaft auch geologisch einordnen: Während der letzten Eiszeit formte der Storebæltsgletscher sie als Randmoräne. Im Norden liegt die Sejerøbugten, im Süden der Kalundborg Fjord. Von mehreren Stellen aus sind beide Küsten gleichzeitig sichtbar. Die Spitze von Røsnæs gehört zum Natura-2000-Gebiet Nr. 166 „Røsnæs, Røsnæs Rev und Kalundborg Fjord“.

Im Røsnæs Fyr gibt es eine interaktive Besucherausstellung über die Natur und die Kriegsgeschichte der Halbinsel. Sie behandelt auch, welche Rolle die Landschaft bei militärischen Planungen und Schlachten spielte. Da sich der saisonale Betrieb ändern kann, prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch. Fünf Weingüter gibt es auf Røsnæs; dort können Besucher lokale Weine verkosten, Weinberge besichtigen und mehr über die Weinproduktion in Dänemark erfahren. Welche Besuche angeboten werden und wie sie organisiert sind, sollten Sie vorab prüfen.

Wege zum Wandern und Radfahren

Die Strecken unterscheiden sich deutlich in ihrer Länge und Ausrichtung. Der Planetstien im Høng Skov ist ein 450 Meter langer Wanderweg, der das Sonnensystem im verkleinerten Maßstab darstellt; einzelne Interpretationselemente können sich ändern. Der etwa 26 Kilometer lange Værslevstien verläuft zwischen Kalundborg und Gørlev und folgt teilweise einer alten Eisenbahnlinie. Sie wurde 1896 angelegt und war bis 1970 in Betrieb.

In Eskebjerg Vesterlyng führt eine 8,8 Kilometer lange Wanderrunde durch ein geschütztes Gebiet mit Strandwiesen, Dünen, Heide und Küstenabschnitten. Die Route ist nicht markiert; nehmen Sie eine Karte oder ein GPS mit. Für eine Radtour auf Røsnæs führt die 17 Kilometer lange Røsnæsruten von der Kalundborg Station bis zum Røsnæs Fyr. Wegweisung und Bedingungen können sich ändern. Von der Kalundborg Station fährt außerdem Bus 553 bis Bjørnstrup. Von dort sind es etwa vier Kilometer zu Fuß bis zur Spitze und zum Leuchtturm. Prüfen Sie vor der Fahrt den Linienverlauf und die aktuellen Fahrzeiten.

Auch die Radroute Istidsruten bietet einen eigenen Landschaftsblick: Ihr durch Kalundborg verlaufender Abschnitt führt durch eiszeitlich geprägte Moränenhügel und Wälder und bietet Ausblicke auf Tissø. Die Routen lassen sich anhand der angegebenen Streckenlängen und ihrer Schwerpunkte unterscheiden, ohne dass dafür eine bestimmte Tourenfolge nötig ist.

Küste, Strand und Fährverbindungen

Die Gemeinde Kalundborg verfügt über 160 Kilometer Küstenlinie mit zahlreichen Badestränden sowie saisonalen und ganzjährig nutzbaren Badebrücken. In Eskebjerg Vesterlyng gibt es einen fünf Kilometer langen, flachen Strand, der sich besonders für Familien eignet. Strandbedingungen und Einrichtungen können saisonal variieren.

Von Havnsø fahren Fähren nach Nekselø und Sejerø; die Inseln bieten Naturerlebnisse und Kulturlandschaften. Prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan. Ob Sie sich eher für das historische Stadtbild, die geologische Landschaft von Røsnæs, eine Route oder einen Strandbesuch interessieren: Kalundborg verbindet ganz unterschiedliche Entdeckungsthemen, die sich einzeln in den Mittelpunkt Ihrer Reise stellen lassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bjerge, Drøsselbjerg, Eskebjerg, Gørlev, Kaldred, Kalundborg, Reersø, Store Fuglede, Havnsø, Bildsø, Nostrup, Saltbæk, Ornum, Svallerup, Kongstrup, Vollerup, Melby, Nyrup, Sejerø, Jerslev Sj, Høng.

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