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Lonsee verbindet eine seltene Wasserfläche der Schwäbischen Alb mit Wacholderheiden, Wald und markanten Zeugnissen der Ortsgeschichte. Der Ort liegt am Beginn des Lonetals, mitten auf der Schwäbischen Alb. Für einen Aufenthalt bietet das eine Mischung aus Wasserlandschaft, Natur und historischen Details. Wer Natur und Kultur verbinden möchte, kann zwischen mehreren thematischen Schwerpunkten wählen.

Lonesee und Landschaft

Den Lonesee gibt es seit 1978. Eine Wasserfläche dieser Art ist auf der Schwäbischen Alb selten; besonders Wasservögel nutzen den See. Zugleich hat sich dort eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt angesiedelt. Auf den Wacholderheiden bei Lonsee stehen Küchenschellen im April bei Sonnenschein in voller Blüte. Die Blüte ist damit ein saisonaler Naturakzent, während Wacholderheiden und Waldflächen das Landschaftsbild dauerhaft prägen.

2014 wurde der Lonesee mit Damm und Insel umfassend saniert, um den Wasserhaushalt zu schützen. Der Zulauf der Lone in den See wird über ein Wasserrad geleitet. Am Lonesee ermöglicht außerdem ein Erlebnispfad vielfältige Erfahrungen mit dem Element Wasser und sensibilisiert für den empfindlichen Lebensraum des Sees. So stehen Wasser als Naturthema und der Schutz des Lebensraums zugleich im Mittelpunkt.

Natur und unterschiedliche Perspektiven

Der Salachberg ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf Lonsee und die Umgebung. Einen anderen konkreten Bezug zum Wasser bietet Urspring, ein Ortsteil von Lonsee: Dort entspringt die Lone auf 562 m über NN aus einem Quelltopf, der 6 m tief ist und einen Durchmesser von 10 m hat. Aussicht und Quelltopf setzen unterschiedliche Akzente innerhalb der örtlichen Landschaft.

Wenn Sie sich besonders für den See interessieren, bietet der Erlebnispfad einen thematischen Zugang zu Wasser und Lebensraum. Die Küchenschellen wiederum sind ein klar saisonaler Bezugspunkt: Ihre volle Blüte auf den Wacholderheiden ist für April bei Sonnenschein beschrieben. Das sind unterschiedliche Naturthemen, die sich je nach persönlichem Interesse in den Vordergrund stellen lassen.

Kirche, Römerweg und Kunst

Die evangelische Chorturmkirche St. Maria in Lonsee wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. An ihrer Nord-, Ost- und Südwand hängen Ölgemälde der zwölf Apostel von Christoph Nikolaus Kleemann. Die Bilder sind auf Holz gemalt und messen 77 × 68 cm. Damit steht in der Kirche ein genau benanntes künstlerisches Detail neben der Baugeschichte des Gebäudes.

Der Römerweg beginnt am Rathaus im Ortszentrum. In der Landschaft ist das Römerkastell „Ad Lunam“ nur noch an der viereckigen Anordnung der Heckenstreifen zu erkennen; ein Hinweisschild beschreibt die römische Anlage. Das Kastell wird auf die Jahre 81 bis 160 n. Chr. datiert. Diese Spur erschließt sich anders als die Apostelbilder in der Kirche: hier über eine erkennbare Anordnung in der Landschaft, dort über Gemälde an drei Kirchenwänden.

Ein weiteres lokales Kunstmotiv ist die Holzskulptur „Steinzeitmensch am Lonesee“. Sie ist 17 Tonnen schwer und sechs Meter hoch.

Ein Blick auf den Alb-Donau-Kreis

Im Alb-Donau-Kreis gibt es weitere kulturhistorische und landschaftliche Themen. Der Hohle Fels bei Schelklingen ist eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“; beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 als Benediktinerkloster gegründet und besteht heute hauptsächlich aus gotischen Gebäuden aus den Jahren 1466 bis 1510. Für Wanderungen unterscheiden sich die regionalen Angebote nach Länge und Charakter: Die 20 Rundwege „Eiszeitpfade“ sind 6 bis 14 km lang und eignen sich für Tageswanderungen. Die familienfreundlichen „Eiszeitspuren“ umfassen 1 bis 6 km; der Besinnungsweg ist für Mehrtagestouren ausgelegt.

Weitere Reiseziele entdecken: Rammingen, Öpfingen, Ballendorf, Heroldstatt, Munderkingen, Holzkirch, Rottenacker, Kirchen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.

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