Hausen an der Würm verbindet gut greifbare Ortsgeschichte mit einer beschriebenen Wanderroute von Hausen nach Münklingen. Im historischen Ortskern am westlichen Ufer der Würm stehen die protestantische Kirche St. Silvester mit mittelalterlichem Kern und zahlreiche Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Wer bei der Wahl des Reiseziels sowohl historische Bauwerke als auch eine konkrete Gehoption berücksichtigen möchte, findet hier beides – mit unterschiedlichen Anforderungen an die Zeitplanung.
Ortskern, Kirche und Würmbrücke
Die Kirche St. Silvester und die Gebäude aus mehreren Jahrhunderten geben dem Ortskern einen klaren historischen Schwerpunkt. Die Würmbrücke liegt östlich des historischen Zentrums. Sie ist eine steinerne Brücke mit fünf Bögen und Cutwaters, also Pfeilervorbauten. Erbaut wurde sie 1777 vom Steinmetz J. Wielandt. Kirche, Ortsbebauung und Brücke bieten damit verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die Baugeschichte: vom mittelalterlichen Kern der Kirche über Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert bis zum datierten Brückenbau des 18. Jahrhunderts.
Die Land.Tour GrenzRäume
Die offizielle Land.Tour GrenzRäume führt von Hausen an der Würm nach Münklingen. Die Route ist 5,73 Kilometer lang, weist jeweils rund 134 Meter Auf- und Abstieg auf und dauert etwa anderthalb Stunden. Diese Angaben geben einen konkreten Rahmen für die Tagesplanung. Die Strecke verläuft überwiegend auf befestigten land- und forstwirtschaftlichen Wegen. Etwa zwei Kilometer führen über Waldpfad mit freiliegenden Wurzeln; stellenweise ist Trittsicherheit erforderlich. Für Kinderwagen ist die Route nicht geeignet.
Wegbeschaffenheit kann sich saisonal oder nach Pflegearbeiten ändern; auch Routenspezifikationen werden gelegentlich aktualisiert. Prüfen Sie daher vor der Wanderung die aktuellen Angaben zur Strecke. So lassen sich die ungefähre Dauer, das Höhenprofil und die Abschnitte mit Wurzelwegen gemeinsam berücksichtigen, statt nur die Kilometerzahl als Maßstab zu nehmen.
Die Frohnmühle nördlich von Hausen
Zur Frohnmühle nördlich von Hausen gehören ein Mühlengebäude mit drei Mahlgängen und einem Gerbgang, ein Wohngebäude, die Ruine eines Kellerhauses, ein Backhaus, ein Mühlkanal und eine gewölbte Brücke über die Würm. Die Anlage umfasst damit mehr als das Mühlengebäude allein: Wohnbau, Ruine, Backhaus, Kanal und Brücke gehören ebenfalls zu den überlieferten Bestandteilen. Für kulturhistorisch Interessierte bietet die Mühle einen anderen Schwerpunkt als die Kirche und die Brücke im Ortskern.
Weitere Themen in Weil der Stadt
Im übergeordneten Reiseziel Weil der Stadt gibt es mit dem Planetenweg eine weitere Gehoption. Die Kepler-Gesellschaft legte ihn im Frühjahr 2012 gemeinsam mit der Stadt entlang einer Wanderroute im nördlichen Würmtal an. Der Planetenweg ist 10,1 Kilometer lang; die reine Gehzeit beträgt etwa 2¾ Stunden. Er kann auch mit dem Fahrrad erkundet werden. Die Informationstafeln zur Sonne und zu den sonnennahen Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars stehen auf dem Stadtgebiet von Weil der Stadt. Gegenüber der Land.Tour GrenzRäume in Hausen ist der Planetenweg die längere der beiden beschriebenen Strecken.
Auch die Museen setzen eigene Akzente in Weil der Stadt. Das Kepler-Museum befindet sich im Geburtshaus des Astronomen Johannes Kepler (1571–1630). Dort sind einige seiner Hauptwerke zu sehen, größtenteils in Originalausgaben; moderne Präsentationstechniken, Computersimulationen und Videovorführungen vermitteln naturwissenschaftliche Grundlagen. Das Stadtmuseum präsentiert die Stadtgeschichte als begehbare Chronik mit 15 Räumen auf drei Stockwerken. Im Erdgeschoss liegt der Schwerpunkt auf der politischen Geschichte der Reichsstadt Weil vom Mittelalter bis zum Ende der Reichsunmittelbarkeit im Jahr 1802.
Das Narrenmuseum erklärt, weshalb Weil der Stadt seit dem 17. Jahrhundert als Narrenhochburg gilt und wie sich schwäbisch-alemannische Fastnacht mit rheinisch-fränkischem Karneval vermischt hat. Lebensgroße Figuren veranschaulichen die Gruppen der Weiler Fasnet. In Meisterin Evas Puppenstube sind außerdem mehr als sechzig Handpuppen der Hohnsteiner Puppenbühne zu sehen. Die Narrenzunft „Weiler Clowns“ führt dort regelmäßig von Rudolf Karl selbst geschriebene Theaterstücke auf. Wenn eine Vorstellung Teil Ihrer Planung ist, prüfen Sie zuvor das aktuelle Programm.
Weitere Reiseziele entdecken: Schafhausen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weil Der Stadt.