Weil der Stadt lässt sich über Keplers Geburtshaus und die historische Stadtgeschichte ebenso entdecken wie auf dem Planetenweg im nördlichen Würmtal. Für die Aufenthaltsplanung sind das unterschiedliche Schwerpunkte: Der Weg umfasst 10,1 Kilometer und etwa 2¾ Stunden reine Gehzeit; die Museen und die Altstadt bieten eigene Themen. So können Sie Kultur und eine längere Tour getrennt gewichten, statt die Gehzeit mit der Dauer des gesamten Ausflugs gleichzusetzen.
Kepler und der Planetenweg
Das Kepler-Museum befindet sich im Geburtshaus des Astronomen Johannes Kepler (1571–1630). Zu sehen sind einige seiner Hauptwerke, größtenteils in Originalausgaben. Moderne Präsentationstechniken, Computersimulationen und Videovorführungen vermitteln naturwissenschaftliche Grundlagen. Damit stehen historische Werke und erklärende Medien nebeneinander: Die Originalausgaben rücken Keplers Schriften in den Blick, während Simulationen und Filme naturwissenschaftliche Zusammenhänge vermitteln. Wenn Sie sich für Kepler interessieren, können Sie hier sowohl seinen Werken als auch der Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen Aufmerksamkeit widmen.
Die Kepler-Gesellschaft legte den Planetenweg im Frühjahr 2012 gemeinsam mit der Stadt Weil der Stadt entlang einer schönen Wanderroute im nördlichen Würmtal an. Die Tafeln zur Sonne und zu den sonnennahen Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars stehen auf dem Stadtgebiet von Weil der Stadt; weitere Tafeln reichen in Stadtteile und eine Nachbargemeinde. Die Route ist 10,1 Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt etwa 2¾ Stunden. Ihr Neptun-Endpunkt liegt im benachbarten Tiefenbronn. Für die Tagesplanung sind Strecke und Gehzeit konkrete Eckdaten; Pausen oder weitere Programmpunkte kommen zusätzlich hinzu. Der Planetenweg lässt sich auch mit dem Fahrrad erkunden. Die angegebene Zeit bezieht sich auf das Gehen.
Altstadt und Stadtgeschichte
In der historischen Altstadt gruppieren sich enge Gassen und sehenswerte Fachwerkhäuser um die katholische Stadtkirche St. Peter und Paul. Das Stadtmuseum im ehemaligen Schützhaus am Marktplatz präsentiert die Stadtgeschichte als begehbare Chronik mit 15 Räumen auf drei Stockwerken. Im Erdgeschoss liegt der Schwerpunkt auf der politischen Geschichte der Reichsstadt Weil: Sie reicht vom Mittelalter bis zum Ende der Reichsunmittelbarkeit im Jahr 1802. Damit bietet das Museum einen eigenen Zugang zur Stadtgeschichte, ergänzend zum Blick auf die Gassen und Fachwerkhäuser. Die Ausstellung verbindet einen räumlichen Rundgang durch mehrere Stockwerke mit einem klar umrissenen historischen Thema.
Fasnet und Puppen
Auch die traditionsreiche Fasnet von Weil der Stadt können Besucher erleben. Das Narrenmuseum erklärt, warum die Stadt seit dem 17. Jahrhundert als Narrenhochburg gilt und wie sich dort schwäbisch-alemannische Fastnacht mit rheinisch-fränkischem Karneval vermischt hat. Lebensgroße Figuren veranschaulichen die verschiedenen Gruppen der Weiler Fasnet. In Meisterin Evas Puppenstube sind außerdem mehr als sechzig Handpuppen der Hohnsteiner Puppenbühne zu sehen. Die Figuren und die Puppensammlung geben unterschiedliche Einblicke in die örtliche Fasnet und das Puppentheater.
Die Narrenzunft „Weiler Clowns“ führt regelmäßig von Rudolf Karl selbst geschriebene Theaterstücke in Meisterin Evas Puppenstube auf. Diese Aufführungen sind ein eigener Programmpunkt neben der Ausstellung. Prüfen Sie vor einem Besuch das aktuelle Programm.
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