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Wer Bötzingen zu Fuß erkundet, kann zwischen Weinlehrpfad, Brunnenrundweg und Naturwegen wählen; dazu kommen historische Kirchen, eine Kapelle und ein Herrenhaus. Bötzingen gilt als eine der ältesten Weinbaugemeinden Badens. Die Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte – Weinbau, Wasser oder Lebensräume – und lassen sich nach dem gewünschten Thema auswählen.

Rundwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Durch die Bötzinger Gemarkung führt ein etwa 10 km langer Rundwanderweg und Weinlehrpfad. Er entstand in einer Gemeinschaftsaktion des Bötzinger Winzerkreises und der Gemeinde. Damit steht eine Route zur Verfügung, die Weinbau als örtliches Thema aufgreift.

Der etwa 7 km lange, familienfreundliche Bötzinger Brunnenpfad beginnt in der Ortsmitte am Bahnhof. Er führt an zwölf Laufbrunnen und weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei. Seine 17 Thementafeln erklären die Bedeutung des Wassers für Menschen und Tiere, den Obst- und Weinbau, das Gewerbe und die Feuerwehr. Im Vergleich zum etwa 10 km langen Weinlehrpfad ist die Runde kürzer; hier stehen Brunnen und die vielfältige Rolle des Wassers im Mittelpunkt.

Im Schambachtal führt ein weiterer Rundweg über 1,7 km. Der Schambachtal-Erlebnispfad ist kinderwagenfreundlich und verbindet Aktionen mit Informationen zum Naturerlebnis. Dabei geht es unter anderem um Kaiserstühler Vogel- und Schmetterlingsarten, Wildbienen und andere Tiere. Ein Schaubienenkasten zeigt das Leben und Arbeiten eines Bienenvolkes; eine Trockenmauer bietet Eidechsen und Blindschleichen Unterschlupf.

Der Bötzinger Walderlebnispfad lässt sich vom Bahnhof Bötzingen aus über ausgeschilderte Wege erreichen: Die Strecke führt durch die Pilsenstraße und Waldstraße, vorbei am Spielplatz „Tennishalle“ und entlang des Murrgrabens bis zum Spielplatz Erlenschachen. Als regionale Wanderoption verläuft der 17,9 km lange Steinkauzpfad über Wasenweiler, Bötzingen, Eichstetten, Bahlingen und Riegel.

Kirchen und historische Bauwerke

Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius gilt als vermutlich ältestes Bauwerk Bötzingens. Ihr mächtiger Kirchturm wurde als Wehrturm errichtet; die Chorfenster und das Rippengewölbe weisen auf die Spätgotik hin. Die Madonna im barocken Hochaltar wird Hans Wyditz zugeschrieben.

Die evangelische Kirche geht auf einen kleineren gotischen Bau aus dem Reformationsjahrhundert zurück und wird seit 1583 für evangelische Gottesdienste genutzt. Sie wird verstärkt für geistliche Konzerte wie „Bach in der Regio“ und für Chorkonzerte genutzt; diese Veranstaltungen ziehen auch Besucher aus der Umgebung an.

In Oberschaffhausen bei Bötzingen steht die spätgotische St.-Alban-Kapelle, im Volksmund Peschdkirchle genannt. Sie wurde um 1480 als Kirche des Deutschen Ordens erbaut und besitzt Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. Das Herrenhaus bei der ehemaligen Mühle wurde in den Jahren 1578 und 1771 erbaut und war der Herrschaftssitz des Kammerrats Enderlin.

Freizeit und saisonale Planung

Das Freischwimmbad ist eine familienorientierte Freizeiteinrichtung mit vielfältigen Freizeitangeboten. Es ist saisonal geöffnet; die Saison reicht von Mitte Mai bis Mitte September. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Betriebstermine.

Rund um Bötzingen gibt es ein Radwegenetz. Der Kaiserstuhl kann auf einer etwa 64 km langen Runde abseits des Straßenverkehrs umfahren werden. So stehen neben den örtlichen Rundwegen auch längere Wander- und Radstrecken zur Auswahl; die genannten Streckenlängen helfen, die jeweiligen Unternehmungen einzuordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Sölden, Schluchsee, Ihringen Am Kaiserstuhl, Schallstadt, Au, Badenweiler, Heuweiler, Merdingen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Breisgau-Hochschwarzwald.

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