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In Oberglottertal lassen sich zwei Rundwanderungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten planen: Der eine Weg folgt Spuren des mittelalterlichen Bergbaus und des Urgrabens, der andere führt zur Hilzingermühle. Für die Auswahl zählen nicht nur die Kilometer, sondern auch Höhenmeter, Zeitbedarf und Wegbild.

Rundwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die 10,5 Kilometer lange Rundwanderung folgt Spuren des mittelalterlichen Bergbaus und des Urgrabens. Für sie können Sie etwa 3,5 Stunden einplanen; der Auf- und Abstieg umfasst 350 Höhenmeter. Der Weg verbindet damit eine konkrete Zeitangabe mit einem historischen Thema, das unterwegs an den Bergbauspuren und am Wasserkanal Gestalt annimmt.

Die Rundwanderung zur Hilzingermühle ist 9,1 Kilometer lang und weist 362 Höhenmeter im Auf- und Abstieg auf. Sie ist damit kürzer als die Urgrabenrunde, hat aber etwas mehr Höhenmeter. Ihr Wegbild wechselt zwischen schmalen Pfaden an der Glotter, schattigen Waldstücken und sonnigeren Abschnitten. So unterscheiden sich die Touren nicht nur durch ihren historischen Schwerpunkt, sondern auch durch Länge, Höhenprofil und Verlauf.

Bei beiden Routen können die Wegbedingungen saisonal variieren. Auf der Mühlenrunde können sich außerdem Wegoberflächen und Bedingungen je nach Saison ändern. Prüfen Sie die Wegverhältnisse vor Ihrer Tour und berücksichtigen Sie die ungefähre Dauer der 10,5-Kilometer-Runde bei Ihrer Tagesplanung.

Hilzingermühle und Urgraben

Die Hilzingermühle wurde 1621 erbaut und gilt als eine der ältesten noch funktionsfähigen Mühlen im Breisgau-Hochschwarzwald. Ihr Äußeres kann jederzeit besichtigt werden. Für Gruppen lassen sich Innenbesuche mit Mühlenbetrieb mit der Gemeinde vereinbaren; stimmen Sie einen solchen Besuch vorher ab. Damit ist die Mühle ein eigener Kulturpunkt auf der Rundwanderung, während die Wegstrecke zugleich durch schmale Uferpfade und Waldabschnitte führt.

Auch der Urgraben gibt der Wanderung einen historischen Bezug: Entlang der Oberglottertaler Urgrabenroute sind Reste eines mittelalterlichen Wasserkanals und Bergbauspuren zu sehen. Der Kanal führte Wasser vom östlichen Hang des Kandel zu Bergwerken in Glottertal und Suggental. Wer sich für die Verbindung von Wasserführung und Bergbau interessiert, kann die sichtbaren Kanalreste zusammen mit den Spuren der Bergwerke betrachten; die Runde umfasst diese Themen auf einer Strecke von 10,5 Kilometern.

Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Glottertal

Im übergeordneten Reiseziel Glottertal gibt es 100 Kilometer markierte Wanderwege. Dazu zählt der Glottertäler Entdeckerpfad, ein Themenweg rund um Glottertal mit eigenem Wegzeichen. Viele bebilderte Tafeln mit besonderen Texten, auch für Kinder, informieren unterwegs über die Umgebung. Der Kernweg ist 6,5 Kilometer lang, eignet sich auch für Familien mit kleineren Kindern und lässt sich problemlos mit dem Kinderwagen befahren.

Der Entdeckerpfad bietet mehrere thematische Varianten. Die Urgraben-Variante ist eine knapp acht Kilometer lange eigene kleine Rundwanderung, die den Bergbau im Glottertal und das Technikdenkmal „Urgraben“ behandelt. Die Glotterbad-Variante führt zu den Ursprüngen des historischen Sanatoriums Glotterbad; drei Thementafeln erzählen dessen Geschichte von den Ursprüngen im 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit.

Die Weinberg-Variante führt in die Reben des Eichbergs und durch das Herz des Glottertäler Weinbaugebiets, die Lage „Roter Bur“. Sie bietet Ausblicke über das Tal und vermittelt Wissenswertes rund um den Glottertäler Wein. Glottertal liegt am Westrand des Schwarzwalds, 14 Kilometer von der Universitätsstadt Freiburg entfernt, im Weinbaugebiet Baden, Bereich Breisgau. Das Gemeindegebiet reicht vom westlichen Taleingang auf 280 Metern bis zum 1.243 Meter hohen Kandelberg. Am Fuß der Schwarzwaldberge werden seit Jahrhunderten Trauben angebaut; an den Südhängen der Kandelberg-Ausläufer reicht der Weinbau bis auf 500 Meter. Die dortigen Weinberge gehören zu den steilsten und höchstgelegenen Deutschlands.

Im übergeordneten Reiseziel Glottertal bieten die Naturliegen Pausenplätze in der Natur und an aussichtsreichen Orten. Sie sind über markierte Wanderwege erreichbar. Damit ergänzen sie die Wegauswahl dort um Möglichkeiten für eine Rast, während die Oberglottertaler Runden mit Mühle, Wasserkanal und Bergbauspuren ihre eigenen Schwerpunkte setzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Sankt Peter Im Schwarzwald, Ebringen, Sulzburg, Eschbach, Breitnau, Vogtsburg Im Kaiserstuhl, Lenzkirch, Au

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Breisgau-Hochschwarzwald.

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