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Ebringen lässt sich über zwei unterschiedliche Routen und seine geschützten Landschaften kennenlernen: Der historische Stationenweg führt zur Berghauser Kapelle, während eine ausgeschilderte Runde den Weinbau thematisch aufgreift. Dazu kommt ein Schloss mit heutiger Rathausfunktion. Wer den Aufenthalt plant, kann zuerst entscheiden, ob die Kapellen- und Pilgergeschichte oder die Weinbergs-Runde den Schwerpunkt bilden soll.

Der Stationenweg zur Berghauser Kapelle

Der Stationenweg von Ebringen zur Berghauser Kapelle ist seit dem frühen 17. Jahrhundert nachgewiesen und ein alter Pilgerpfad. Auf dem Weg liegen acht Kapellen; die Strecke ist etwa 2,3 Kilometer lang. Sie beginnt an der Pfarrkirche, führt über den Rottenmünsterhof durch die Weinberge bis zur Berghauser Kapelle. In der Pfarrkirche sind die Originale des ehemaligen Kreuzwegs von 1751 zu sehen. So verbindet der Weg seine Stationen im Freien mit einem historischen Zeugnis in der Kirche.

Weinbergs-Runde und Landschaftsschutz

Die ausgeschilderte Weinbergs-Runde startet am Winzerhof Ebringen und kehrt nach etwa drei Kilometern dorthin zurück. Unterwegs führt sie am Pavillon „ReSidence“ des Karlsruher Instituts für Technologie vorbei, der als Beispiel für nachhaltiges Bauen dient. Informationstafeln stellen die angebauten Rebsorten vor. Mit etwa drei Kilometern ist diese Runde etwas länger als der Stationenweg. Auch die Themen unterscheiden sich: Hier stehen Rebsorten und nachhaltiges Bauen im Mittelpunkt, dort Kapellen und Pilgergeschichte.

Die Hänge rund um die Berghauser Kapelle stehen seit 1996 auf etwa 150 Hektar unter Schutz. Im Schutzgebiet Berghauser Matten dürfen Sie sich abseits der ausgewiesenen Wege nur unmittelbar um die Berghauser Kapelle bewegen. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Hinweise; Wegbedingungen können sich ändern.

Der Sumsergarten ist die Kernzone des Naturschutzgebiets Jennetal und für seinen Orchideenreichtum bekannt. Damit kommt zu den historischen Wegstationen und dem Weinbau eine botanische Besonderheit hinzu. Die beiden Naturschutzgebiete und die geschützten Hänge bieten jeweils einen eigenen Anlass, sich mit Ebringens Landschaft auseinanderzusetzen.

Schlossgeschichte und heutige Nutzung

Das Schloss in Ebringen wurde 1711 bis 1713 anstelle des früheren Propsteigebäudes errichtet und wird heute als Rathaus genutzt. Bauzeit und Vorgängerbau verankern es in der Ortsgeschichte; seine heutige Funktion gibt dem historischen Gebäude zugleich eine gegenwärtige Rolle. Zusammen mit dem Stationenweg eröffnet das Schloss einen weiteren Zugang zur Geschichte Ebringens, ohne dass dafür eine zusätzliche Route vorausgesetzt werden muss.

Der größere Rahmen: Breisgau-Hochschwarzwald

Im übergeordneten Reiseziel Breisgau-Hochschwarzwald geht der Blick über Ebringens Ortswege hinaus. Viele Orte im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sind mit der Bahn erreichbar. Mit der kostenlosen KONUS-Gästekarte können Nahverkehrszüge und -busse im gesamten Schwarzwald kostenlos genutzt werden.

Zu den Freizeitangeboten im übergeordneten Reiseziel zählt das Badeparadies Schwarzwald in Titisee. Dort herrschen an 365 Tagen im Jahr sommerliche Temperaturen; es gibt echte Palmen und türkisblaues Wasser. Das Rutschenuniversum Galaxy bietet mehr als 25 Attraktionen und Wasserspaß für Groß und Klein. Diese regionalen Möglichkeiten haben einen anderen Schwerpunkt als Ebringens Pilgerweg, Weinbergs-Runde und Ortsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Eschbach, Oberglottertal, Breitnau, Müllheim, Bad Krozingen, Schallstadt, Oberrimsingen, Badenweiler

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Breisgau-Hochschwarzwald.

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