Schloss Neuenbürg und die Frischglück-Grube geben einem Aufenthalt zwei unterschiedliche historische Perspektiven: Hier führt ein begehbares Theater in die Kulturgeschichte der Region, dort reicht der Blick in die Geschichte des Eisenerzbergbaus. Dazu kommt mit dem Enztalradweg eine Möglichkeit, Radfahren mit einem Besuch beider Orte zu verbinden. Überlegen Sie für Ihre Planung, ob Schlossgeschichte, Bergbau oder Bewegung im Freien im Mittelpunkt stehen soll – oder ob Sie diese Themen kombinieren möchten.
Schloss Neuenbürg: Baugeschichte und Theater
Schloss Neuenbürg ist als Denkmal gelistet. Seine heutigen Flügel stammen aus der Renaissance, seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Über lange Zeit diente das Schloss den württembergischen Herzögen als Grenzvogtei. So treffen an einem Ort unterschiedliche Bau- und Nutzungsepochen aufeinander.
Das begehbare Theater „Das kalte Herz“ inszeniert Einblicke in die Kulturgeschichte der Region. Während die Schlossanlage die Baugeschichte in den Blick rückt, setzt das Theater einen Schwerpunkt auf regionale Kultur. Auf dem Weg zum Schloss über die Schlosssteige liegt außerdem die spätmittelalterliche St.-Georg-Kirche.
Bergbaugeschichte in der Frischglück-Grube
Die Frischglück-Grube führt zu einem anderen Teil der Geschichte Neuenbürgs: Der Eisenerzbergbau im Neuenbürger Gebiet reicht bis in keltische Zeit zurück. Die Grube vermittelt ein authentisches Bild der Bergbautechniken vergangener Jahrhunderte. Ihre Führung erstreckt sich über drei unterirdische Ebenen; eine große Abbaukammer ist 60 Meter breit und 30 Meter hoch. Die Verbindung aus langer Bergbaugeschichte und konkreten Einblicken in die Anlage macht den Besuch zu einer eigenen Alternative zum Schloss.
Mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs
Der Enztalradweg ist durchgehend ausgeschildert und weist keine nennenswerten Steigungen auf. In Neuenbürg können Sie die Route vorübergehend verlassen, um Schloss Neuenbürg und die Frischglück-Grube zu besuchen. So lässt sich Radfahren mit zwei kulturhistorischen Zielen verbinden. Prüfen Sie die Beschilderung vor der Abfahrt vor Ort.
Eine andere Routenwahl bietet der gemeinsam etablierte Wilhelm-Ganzhorn-Weg, der Neuenbürg mit Straubenhardt verbindet. In Straubenhardt können Sie ihn als Rundweg nutzen oder bis nach Neuenbürg fortsetzen. Damit stehen eine Rundtour dort und eine Route mit Neuenbürg als Ziel als unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl.
Das nahe Eyachtal
Auch das nahe Eyachtal wird zum Wandern und Radfahren genutzt. Die Eyach mündet zwischen Höfen und Neuenbürg in die Enz. Das Naturschutzgebiet Eyach eignet sich für aktive Erkundung. Damit kommt zu den Kultur- und Bergbauthemen eine weitere Möglichkeit für Zeit im Freien hinzu, ohne die Naturerfahrung mit den Besuchen in Schloss oder Grube gleichzusetzen.
Anreise und Planung
Neuenbürg liegt an der B294. Den Bahnhof Pforzheim erreichen Sie von Neuenbürg mit der S6 in ungefähr 20 Minuten; prüfen Sie für Ihre Fahrt den aktuellen Fahrplan. Auf der Enztalbahn können Fahrräder bis Bad Wildbad mitgenommen werden. Informieren Sie sich vor der Reise über die geltenden Bedingungen für die Fahrradmitnahme.
Das Freibad Neuenbürg ist über die Haltestelle „Freibad“ der Enztalbahn erreichbar. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Verbindungen für den geplanten Reisetag.
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