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In Göppingen treffen Spuren der Stauferzeit auf zeitgenössische Kunst und traditionsreiche Feste. Wer die Stadt für einen Aufenthalt auswählt, kann den Schwerpunkt nach eigenen Interessen setzen: etwa auf Geschichte rund um Hohenstaufen, auf Kunst in der Stadt oder auf Ausflüge in den Landkreis Göppingen. Für die Planung ist diese Unterscheidung hilfreich, denn nicht jede regionale Route liegt in der Stadt selbst.

Staufergeschichte in Göppingen

Im Göppinger Stadtbezirk Hohenstaufen steht die Ruine der Stammburg der Staufer. Die Burg wurde um 1070 erbaut und 1525 im Bauernkrieg zerstört. Hohenstaufen ist außerdem der Mittelpunkt der Kulturroute „Straße der Staufer“, die zu wichtigen Bauzeugnissen aus der Stauferzeit führt. Die Stadtgeschichte lässt sich so mit einem größeren historischen Zusammenhang verbinden, ohne die einzelnen Stationen gleichzusetzen.

Auch eine Staufer-Ausstellung widmet sich der Geschichte des Herrschergeschlechts, darunter den Herrschaftszeiten Friedrichs I. Barbarossa und seines Enkels Friedrich II. Auf dem 684 Meter hohen Hohenstaufen bietet die Stadt im Frühjahr und Sommer einmal im Monat eine kostenlose Führung mit Informationen zur Geschichte an. Wenn Sie diesen saisonalen Termin einplanen möchten, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Daten.

Der Hohenstaufen ist zudem der bekannteste der Drei Kaiserberge und gilt als Wahrzeichen des Stauferlandes. Von dort bietet sich ein Rundumblick über die Landschaft des Landkreises Göppingen. Damit stehen am selben benannten Berg historische Bezüge und eine regionale Perspektive nebeneinander; die Burg als Ruine und der Aussichtspunkt sind dabei unterschiedliche Aspekte des Ortes.

Kunst, Stadtbild und Feste

Die Kunsthalle Göppingen zeigt seit 1989 internationale zeitgenössische Kunst in Ausstellungen sowie im öffentlichen und digitalen Raum. Das ergänzt den historischen Schwerpunkt um eine Kunstperspektive, die nicht auf ein einzelnes Gebäude oder eine vergangene Epoche beschränkt ist. Welche Ausstellungen gerade zu sehen sind, kann wechseln.

Im Stadtbild bilden Schlossplatz, Renaissanceschloss und Stadtkirche ein harmonisches Ensemble. Der Schlossplatz wurde 2014 neu gestaltet. Für einen Rundgang ist die Verbindung der drei Elemente ein konkreter Orientierungspunkt; die Neugestaltung bezeichnet dabei den Platz, nicht das gesamte Ensemble.

Göppinger Festtraditionen haben ebenfalls unterschiedliche historische Bezugspunkte. Das ursprüngliche Friedens- und Dankfest fand erstmals am 11. August 1650 statt, um das Ende des Dreißigjährigen Krieges zu feiern. Der Maientag ist ein traditionsreiches Heimatfest, das seit über 350 Jahren Tradition und Moderne verbindet. Diese Angaben erzählen von der Geschichte der Feste, legen aber keine aktuellen Veranstaltungstermine fest.

In Jebenhausen führt ein vorgeschlagener Rundweg zu Stätten jüdischer Geschichte und Erinnerung. Wenn Sie diese Route in Ihre Planung aufnehmen, klären Sie die aktuellen Zugangsmöglichkeiten der einzelnen Stätten vorab. So bleibt der historische Inhalt des Weges klar von der Frage getrennt, welche Orte am Besuchstag zugänglich sind.

Stadt und Landkreis bei der Reiseplanung unterscheiden

Über die Stadt hinaus bietet der Landkreis Göppingen weitere Möglichkeiten für Wander- und Radausflüge. Die Löwenpfade sind Rundwanderwege mit Längen zwischen 3 und 24 Kilometern. Sie können in beide Richtungen begangen werden und sind auch in beide Richtungen ausgeschildert und markiert. An jedem Startpunkt gibt es eine Informationstafel mit Angaben zum Routenverlauf, einem Höhenprofil und Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. Länge und Orientierung lassen sich damit bereits vor der Wahl einer Tour vergleichen.

Davon zu unterscheiden sind die vier Löwentrails für Mountainbikes im Landkreis: Sie sind Rundtouren zwischen 16 und 30 Kilometern und eignen sich insbesondere für Einsteiger und E-Mountainbiker. Für eine andere Art der Radreise führt die 186 Kilometer lange Route „Albtäler“ durch den Landkreis Göppingen sowie durch die Nachbarlandkreise Heidenheim und Alb-Donau-Kreis. Sie ist eine vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub mit vier Sternen ausgezeichnete Qualitätsradroute. Die unterschiedlichen Längen und Radangebote helfen, eine passende Größenordnung für die eigene Planung zu wählen, ohne Wander- und Radrouten miteinander zu verwechseln.

Auch die Landschaft des Landkreises ist ein eigener Teil des regionalen Angebots: Streuobstwiesen prägen entlang des Albtraufs eine alte Kulturlandschaft. Im Landkreis Göppingen sind 20 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 2.887 Hektar ausgewiesen. Aus der Champagner-Bratbirne, die von umliegenden Streuobstwiesen stammt, werden dort preisgekrönte Schaumweine hergestellt. Das beschreibt regionale Landschaft und Erzeugnisse, nicht ein bestimmtes Verkostungsangebot.

Anreise und Unterkunftssuche

Der Göppinger Stadtbezirk Faurndau verfügt über eine Bahnhaltestelle und einen Bahnanschluss im Filstaltakt. Zum öffentlichen Nahverkehr in Faurndau gehören außerdem Bus- und Bahnverbindungen, insbesondere zur Kernstadt Göppingen und in den Großraum Stuttgart. Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen, prüfen Sie die aktuellen Fahrpläne vor der Reise.

Weitere Reiseziele entdecken: Rechberghausen, Wangen, Dürnau, Donzdorf, Wiesensteig, Bad Überkingen, Mühlhausen Im Täle, Bad Boll.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Göppingen.

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