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Grenzach-Wyhlen vereint besondere Naturthemen mit archäologischen Spuren und Weinbaugeschichte. Der Buchswald steht für eine außergewöhnliche Pflanzenwelt; Kastellreste und die Historische Trotte setzen andere Akzente. Dazu kommen Wege in verschiedenen Formaten – von Spazier- und Wanderwegen bis zu Fernrouten mit ausgewiesenen Etappen und Gehzeiten.

Buchswald und geschützte Landschaft

Der Buchswald von Grenzach-Wyhlen ist einer der ältesten und letzten Wildstandorte des Immergrünen Buchsbaums (Buxus sempervirens) in Deutschland. Nirgendwo sonst in Deutschland bildet der Buchs so dichte und ausgedehnte Bestände; sie können über vier Meter hoch werden. Zugleich werden die Bestände weiterhin durch eine Pilzkrankheit und den Buchsbaumzünsler geschädigt.

Das 720 Hektar große Gebiet Wälder bei Wyhlen erstreckt sich über Grenzach-Wyhlen, Rheinfelden und Inzlingen. Dazu zählen unter anderem die Naturschutzgebiete Leuengraben, Buchswald bei Grenzach, Ruschbachtal und Altrhein Wyhlen. Der Buchswald und die angrenzende Hochfläche des Dinkelbergs bieten zahlreiche Wander- und Spazierwege. Damit reicht das Naturthema vom Spaziergang bis zur größeren Landschaft, ohne dass alle Wege Teil derselben Strecke sein müssen.

Spazierwege und Fernrouten

Eine längere Tour ist der Rheinuferrundweg Hochrhein: Der Rundweg ist 72,7 Kilometer lang, hat vier Etappen und eine Gesamtgehzeit von etwa 18,5 Stunden. Sein Schwierigkeitsgrad ist leicht bis mittel. Die Route führt von Grenzach-Wyhlen und Kaiseraugst bis Bad Säckingen und Stein und ist Teil der Rheinliebe-Strecke.

Das Markgräfler Wiiwegli setzt einen anderen Schwerpunkt. Es verbindet Grenzach-Wyhlen beziehungsweise Weil am Rhein über mehr als 92 Kilometer mit Freiburg. Für die Planung ist der Unterschied hilfreich: Beim Rheinuferrundweg sind Rundweg, Etappen und ungefähre Gesamtgehzeit benannt; das Wiiwegli ist als Verbindung nach Freiburg beschrieben. Die beiden Routen stehen so für unterschiedliche Streckenformate.

Kastell und Weinbaugeschichte

Das spätantike Brückenkopf-Kastell befindet sich an der Gemarkungsgrenze von Wyhlen und Herten. Bei Grabungen in den Jahren 1886, 1889 und 1935/36 wurden Reste von drei Rundtürmen gefunden. Die Mauerreste waren etwa zwei Meter stark und teilweise noch bis zu 90 Zentimeter hoch erhalten. Die Turmreste stehen direkt an der Abbruchkante des Hochufers; Zwischenmauern waren nicht mehr nachweisbar. Die Funde geben dem Kastell ein konkretes archäologisches Profil.

In Grenzach verweist die Historische Trotte als herausragendes Kulturdenkmal auf die frühere Bedeutung des Weinbaus und dokumentiert die enge Verbindung zur Stadt Basel. So stehen neben den Naturwegen auch die Geschichte der Region und ihre Weinbautradition als eigene Themen zur Auswahl.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Lörrach

Im übergeordneten Reiseziel Lörrach finden sich weitere, eigenständige Kulturthemen. Lörrach liegt im Südwesten Baden-Württembergs im Markgräflerland, direkt an der Schweizer Grenze und in unmittelbarer Nähe der Nachbarstadt Basel. Das Dreiländermuseum Lörrach verfügt über eine Dauerausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern. Der Lörracher Skulpturenweg führt durch die Stadt und zeigt 23 von namhaften Bildhauern geschaffene Skulpturen, Brunnen und Denkmäler.

Auch das Kulturprogramm des Burghofs Lörrach umfasst verschiedene Sparten: Gesang und Musik, Tanz, Kabarett, Literatur und Kindertheater. Die Burghof Lörrach GmbH veranstaltet jährlich das internationale STIMMEN-Festival. Museum, Skulpturenweg und Bühnenprogramm bieten damit unterschiedliche Kulturformate innerhalb des übergeordneten Reiseziels Lörrach.

Die beschriebenen Strecken unterscheiden sich deutlich in Länge und Format; ihre Angaben bieten einen konkreten Ausgangspunkt für Ihre Planung.

Weitere Reiseziele entdecken: Schwörstadt, Efringen-Kirchen, Häg-Ehrsberg, Schallbach, Schopfheim, Schönau Im Schwarzwald, Kandern, Rheinfelden

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lörrach.

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