Der Nonnenmattweiher verbindet im Kleinen Wiesental eine markante Landschaftsform mit einer besonderen Entstehungsgeschichte. Auf 913 Metern zählt er zu den höchstgelegenen Stillgewässern im Schwarzwald. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er künstlich aufgestaut. Dabei löste sich ein Teil des vermoorten Karbodens und bildete eine schwimmende Torfinsel. Höhe, Gewässer und Insel machen den Weiher zu einem klar umrissenen Naturthema für eine Reise, die Landschaft genauer in den Blick nehmen möchte.
Landschaft und Wege
Auf der Torfinsel wachsen mehrere Torfmoosarten, das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum), die Moosbeere (Vacinium oxycoccos) und der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia). Welche Pflanzen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu sehen sind, kann saisonal variieren. So stehen am Weiher sowohl seine Entstehung als auch die Pflanzenwelt der Torfinsel im Mittelpunkt.
Ein Fußweg führt rund um das Moor; im hinteren Teil ist Badebetrieb zugelassen. Prüfen Sie vor Ort die Hinweise zum Badebetrieb. Damit stehen am Nonnenmattweiher zwei unterschiedliche Besuchsaspekte nebeneinander: der Weg rund um das Moor und der für den hinteren Bereich ausgewiesene Badebetrieb.
Ein anderer Naturfokus liegt in Neuenweg: Dort ist die Weidbuche sehr alt und sehr breit gewachsen. Zusammen mit dem Weiher zeigt sie, dass sich die Naturthemen im Kleinen Wiesental nicht auf eine einzige Landschaftsform beschränken.
Historische Orte in Tegernau
Die Museumswirtschaft Zur Krone in Tegernau umfasst eine historische Gaststube mit Nebenzimmer, eine alte „Chuchi“ mit gewölbtem Bergkeller, einen historischen Festsaal, Schlafkammern im Speicher und ein „Schisshüsli“ von 1901. Die Bezeichnungen und unterschiedlichen Räume geben einen konkreten Einblick in die historische Ausstattung des Hauses.
Auch die Kirche Tegernau hat eine historische Beschreibung: Eine Beschreibung aus dem Jahr 1935 bezeichnete sie als kleines „Wälderkirchlein“ mit kleinem Glockentürmchen. Das ist ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte als die Räume der Museumswirtschaft: Hier steht die damalige Beschreibung der Kirche im Vordergrund, dort die historische Innenausstattung.
Unterschiedliche Maßstäbe für Spaziergänge und Wanderungen
Der Schwarzwaldverein Kleines Wiesental unterhält im Kleinen Wiesental 240 Kilometer Gelbe Route. Diese Angabe und der Fußweg rund um das Moor beziehen sich auf unterschiedliche Maßstäbe: Die Zahl beschreibt die vom Verein unterhaltene Gelbe Route, während der Weg am Weiher eine konkrete Runde um das Moor bezeichnet.
Lörrach als übergeordnetes Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Lörrach liegt die Stadt im Südwesten Baden-Württembergs, im Markgräflerland, direkt an der Schweizer Grenze und in unmittelbarer Nähe der Nachbarstadt Basel. Das Dreiländermuseum Lörrach verfügt über eine Dauerausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern. Der Lörracher Skulpturenweg führt durch die Stadt und zeigt 23 von namhaften Bildhauern geschaffene Skulpturen, Brunnen und Denkmäler. Auch der Wochenmarkt gehört zu den langjährigen Besonderheiten der Stadt: Er besteht seit 1403.
Zum Kulturprogramm des Burghofs Lörrach gehören Gesang und Musik, Tanz, Kabarett, Literatur und Kindertheater. Außerdem veranstaltet die Burghof Lörrach GmbH jährlich das internationale STIMMEN-Festival. Wenn Sie diese Veranstaltungen in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine.
Eine weitere Perspektive eröffnet der Tüllinger Weinweg. Von Lörrach-Tüllingen aus verbindet er den Riehener Weinweg mit dem Weiler Weinweg. Die miteinander verbundenen Weinwege am Tüllinger Berg führen durch rund 90 Hektar Rebflächen mit den Lagen „Riehener Schlipfer“, „Tüllinger Sonnenbrunnen“, „Weiler Schlipf“, „Haltinger Stiege“ und „Ötlinger Sonnhole“. Der Tüllinger Weinweg bietet Ausblicke ins Wiesental und ins Rheintal und vermittelt Einblicke in die Arbeit der Winzer im Jahresverlauf.
Weitere Reiseziele entdecken: Neuenweg, Wies, Elbenschwand, Raich, Wieslet, Sallneck, Bürchau, Aitern.
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